19.12.2003
 
Dank des Rektors

Liebe Studierenden, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein ereignisreiches, bewegtes und nicht immer leichtes Jahr 2003
geht zu Ende. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitgliedern der
Universität für die geleistete Arbeit bedanken. Diesen Dank verbinde ich
mit den besten Wünschen für eine besinnliche Weihnachtszeit und ein
gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2004.

Ihr
Prof. Dr. Wilfried Grecksch
Rektor

 
Neujahrskonzert

Am 9. Januar 2004, 19.00 Uhr sind alle Interessenten zum traditionellen Neujahrskonzert der Martin-Luther-Universität herzlich eingeladen. Es findet in der historischen Aula im Löwengebäude auf dem Universitätsplatz statt. Unter der Leitung von Matthias Erben musiziert das Akademische Orchester der Universität. Solist am Klavier ist Piotr Oczkowski vom Institut für Musikpädagogik. Zur Aufführung gelangen Werke von Ludwig van Beethoven, Frederic Chopin und Felix Mendelssohn-Bartholdy.
 
Aus dem Senat


Der Akademische Senat verabschiedete in der Sondersitzung am 12. Dezember 2003 ein Konzept, das die Entwicklungslinien für die Martin-Luther-Universität 2012 aufzeigt. Das Konzept ist Ausdruck und Willen der Universität - angesichts der Haushaltssituation im Land - dennoch das Profil und die Organisation der Universität weiterhin selbst zu gestalten. Es umfasst neben universitätsinternen auch Maßnahmen, welche die gesamte Hochschullandschaft Sachsen-Anhalts im Blick haben und geht vom Erhalt aller Bereiche der Universität aus.
Kernaussage des Papiers ist die Etablierung von 9 Fakultäten bis zum Jahr 2006. Ab 2006 soll es an der größten Universität des Landes eine Medizinische Fakultät, eine Theologische Fakultät, eine Staatswissenschaftliche Fakultät - zu dieser werden sich die Wirtschaftswissenschaftler und die Juristen zusammenschließen - geben.
Außerdem wird sich der geisteswissenschaftliche Bereich, der heute 5 Fachbereiche umfasst, zu 3 Fakultäten zusammenschließen, die sich erziehungswissenschaftlich/sportwissenschaftlich, sozialwissenschaftlich/historisch bzw. philologisch-/kulturwissenschaftlich orientieren. Bei den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereichen (gegenwärtig 8 Fachbereiche) wird es zu einer Konzentration von 3 Fakultäten kommen, in einer von denen die heutige Landwirtschaftliche Fakultät künftig ihren Platz finden wird.
Auf der Grundlage dieser Entscheidung erhielt das Rektorat den Auftrag, mit dem Kultusministerium zu verhandeln, um die Vorstellungen der Universität im Hochschulstrukturplan des Landes umzusetzen.
Außerdem muss die Universitätsleitung die Diskussionen mit den Dekanen zur weiteren Umsetzung des Entwicklungskonzeptes fortsetzen. Ergebnisse hierzu sollen bis zum 31. Januar 2004 vorliegen.

Außerdem stimmte der Senat einem Antrag der studentischen Vertreter zu und traf folgenden Beschluss:
"Der Akademische Senat spricht sich gegen die von der Landesregierung geplanten Kürzungen in der Hochschullandschaft Sachsen-Anhalts aus.
Persönliche Meinungen von Universitätsangehörigen, die den Ausbau der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu Lasten der Otto-von-Guericke-Universität fordern, spiegeln nicht die Meinung des Senats wider.
Die Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt haben nicht die Absicht, sich gegeneinander ausspielen zu lassen. Nur durch eine gemeinsame Position aller Hochschulen gegenüber der Landesregierung ist es möglich, den geplanten Gesetzen wirkungsvoll entgegenzutreten und die Verabschiedung dieser in der geplanten Form zu verhindern.
Der Senat fordert das Rektorat und die Mitarbeiter auf, diese Position gegenüber den Medien und den Landespolitikern zu vertreten."
Es bestand großes Interesse der Universitätsöffentlichkeit an der Senatssitzung, die in der Aula stattfand. Ca. 200 Studierende und Mitarbeiter verfolgten die Diskussionen der Senatsmitglieder.

Senat am 17. Dezember 2003
Nachdem das Konzil am 5. Dezember 2003 eine Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Änderung der Hochschulstruktur (4. Hochschulstrukturgesetz) und zur Neufassung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt verabschiedete, gab auch der Senat eine ent-sprechende Erklärung ab.

Im Zusammenhang mit dem Entwicklungskonzept Martin-Luther-Universität 2012 und den Aufträgen an das Rektorat (siehe oben) verlängerte der Senat seinen Selbstbindungsbeschluss vom Oktober bis zum 31. Januar 2004. Nach diesem Beschluss werden u. a. Entscheidungen zu Berufungen, Denominationsänderungen, Neueinrichtung von Studiengängen bis zu dem o. g. Termin ausgesetzt.
An den Kanzler erging auf der Grundlage seines Vortrags zum TOP Stellenfreigaben und Personalkostenabschätzung der Auftrag, bis Februar eine präzisierte Personalkostenrechnung vorzulegen. Diese Forderung formulierten die Dekane insbesondere vor dem Hintergrund notwendiger Planungssicherheiten zu Personalmaßnahmen.

Bachelor- und Masterstudiengänge
Wesentlicher Tagesordnungspunkt in dieser Senatssitzung war eine Vorlage des Prorektors für Studium und Lehre, Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn, zur Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen an der Martin-Luther-Universität. Auf der Konferenz europäischer Bildungsminister 1999 in Bologna wurde die Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen (BA/MA-Modell) vereinbart, das durch Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS-Modell) und flankiert von Qualitätssicherungsmaßnahmen (Akkreditierungsgedanke) zu einem europaweit gültigen System bis zum Jahr 2010 führen soll.
Die Vorlage fand die Zustimmung der Senatsmitglieder und sieht vor, das zweistufige Studiensystem in allen dafür geeigneten Bereichen an der Martin-Luther-Universität rasch einzuführen. Die neuen Studienabschlüsse sind als Regelabschlüsse zu verstehen. Die Einführung gestufter Abschlüsse auf breiter Basis soll spätestens mit Beginn der nächsten Legislaturperiode, also ab 2006 erfolgen. In diesem Zusammenhang beschloss der Senat folgende Grundsätze bei der Einführung gestufter Studiengänge:
- Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen
- Einführung von konsekutiven, nicht-konsekutiven und weiterbildenden Masterstudiengängen (letzteres ist im Rahmen eines Senatsbeschlusses zur universitären Weiterbildung zu präzisieren)
- Schaffung von Zentren für z. B. Medien-, Schreib-, Sprech- und Sprachkompetenz mit entsprechender Ausstattung für die geforderten berufsfeldbezogenen Qualifikationen in gestuften Studiengängen
- Miteinbeziehung geeigneter staatlich geregelter Studiengänge (insbesondere Lehramt, Pharmazie, Rechtswissenschaft) in das zweistufige System, sobald dafür die entsprechenden Regelungen vorliegen.
Rahmenbedingungen für die Umsetzung der neuen Studiengänge an der Universität sind die ländergemeinsamen Strukturvorgaben (KMK-Beschluss v. Oktober 2003) und die 10 Thesen zur Bachelor- und Masterstruktur in Deutschland (KMK-Beschluss vom Juni 2003).
Der Prorektor für Studium und Lehre erhielt auf dieser Grundlage den Auftrag zur zügigen Erarbeitung verbindliche Rahmenvorgaben für die Einführung gestufter Studiengänge und zur Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle, die den Umsetzungsprozess steuernd und beratend begleitet.

Weitere Beschlüsse des Senates bezogen sich auf die Bestätigung:
- der Studienordnung für den Studiengang Erziehungswissenschaft Haupt- und Nebenfach,
- der Änderung der Satzung zur Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Sportwissenschaft,
- der Einrichtung berufsbegleitender Studiengänge und einsemestriger Fortbildungskurse für Lehrer,
- von Fortsetzungsanträgen für die Sonderforschungsbereiche: "Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Diskontinuität, Tradition und Strukturbildung" und "Differenz und Integration. Wechselwirkungen zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt" jeweils in der 2. Förderperiode,
- eines Antrags zur Einrichtung und Förderung der DFG-Forschergruppe "Der Aufbruch zu neuen Horizonten. Die Funde von Nebra, Sachsen-Anhalt und ihre Bedeutung für die Bronzezeit Europas",
- der anteiligen Verwendung von Verwertungseinnahmen aus Patenten,
- der C4-Berufungsliste "Pharmakologie und Toxikologie",
- einer außerplanmäßigen und zweier Vertretungsprofessuren der Medizinischen Fakultät,
- der Ausschreibung der C4-Professur "Allgemeine Pädiatrie" sowie
- der Zusammensetzung von Berufungskommissionen.

 
neues theater trifft Universität
Der eingebildete Kranke

Das neue theater halle hält für Universitätsangehörige wieder ein attraktives Angebot bereit: Wer die Komödie von Jean-Baptiste Molière unter der Regie von Sewan Latchinian am Sonnabend, dem 31. Januar 2004, 20 Uhr in der Kommode miterleben möchte, der kann bis zum 17. Januar an der nt-Theaterkasse unter (03 45) 20 50-2 22/2 23 seine Karten-Bestellung abgeben. Der Kartenpreis/ Uni-Kontingent (20 Karten, PG I) beträgt 10,00 Euro (Sie sparen 2 Euro pro Karte).
Argan (Peter W. Bachmann) ist nicht eingebildet und auch nicht krank. Aber er leidet. Kein Organ, das nicht von einer Störung bedroht ist. Für Ärzte und Apotheker ist er ein guter Kunde. Je mehr Medizin, desto mehr Gesundheit, denkt er - und versucht, seine Tochter Angelique mit einem Arzt zu vermählen. Die jedoch liebt einen andern. Und Argans Frau hofft, da Krankheiten ja mitunter zum Tode führen, auf das Erbe. Wäre da nicht eine gescheite und liebenswerte Haushälterin, würde die Geschichte böse enden ...

Der nächste Newsletter erscheint im Januar 2004. Die Newsletter-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2004.

 
 

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