11.07.2003
 
Aus dem Senat
Letzte Sitzung der Legislaturperiode

Zu seiner 35. und zugleich letzten Sitzung dieser Legislaturperiode (2000-2003) trat der Akademische Senat der Martin-Luther-Universität am 9. Juli 2003 zusammen. Beschlüsse und Informationen sind im Folgenden kurz zusammengefasst.

Aktuelle Informationen
Rektor Wilfried Grecksch berichtete über den Entwurf des Berichts des Vorsitzenden der AG Wissenschaftsstruktur. Grundsätzlich entspreche der Inhalt seinen Darlegungen, die er in den einzelnen Senatssitzungen zur Arbeit der AG Wissenschaftsstruktur vorgetragen habe, so der Rektor. Nach wie vor sei es nicht abzusehen, wie auf Grundlage des Berichts die notwendigen Einsparpotenziale bis 2006 erbracht werden sollen. Der Kultusminister wird am 15. Juli 2003 eine Beschlussvorlage für das Kabinett zur Hochschulstruktur vorstellen. Ob die Vorlage den Empfehlungen des Berichts entspreche, sei ihm nicht bekannt, so Grecksch. Die Rektoren des Landes werden darüber in einer Zusammenkunft am 14. Juli 2003 informiert.

Messekonzept
Prorektor Reinhard Neubert informierte die Senatsmitglieder über die Entscheidung des Rektorats, auf welchen Messen sich die Universität künftig präsentieren wird. Es handelt sich um die CeBit, eine Messe auf dem Gebiet der Biowissenschaften (Bioanalytica, Biotechnica/Analytica, Achema), die Materialica, die Lerntec, Narossa/Agritechnica, Anuga FoodTec, die Buchmesse, die Hannovermesse Industrie und die Medica. Das Messekonzept spiegelt insbesondere die Forschungsschwerpunkte wider.
Darüber hinaus soll die Universität auf drei bis vier Bildungsmessen vertreten sein.
Der Prorektor für Forschung und wiss. Nachwuchs forderte die Fachbereiche und Fakultäten auf, Überlegungen zu möglichen Projekten, die auf den Messen ausgestellt werden, vorzunehmen und an den Messebeauftragten weiterzugeben.

Der Kanzler unterrichtete die Senatoren über die Absicht der Landesregierung, die Liegenschaftsverwaltung zu zentralisieren. Mit den Konsequenzen für die Universität, die sich aus dem entsprechenden Kabinettsbeschluss ergeben, befasst sich die ZUV. Der Senat wird über den Stand regelmäßig informiert.

Zur Forschungsförderung teilte der Prorektor für Forschung und wiss. Nachwuchs mit, dass Kürzungen um 2 Mio. Euro durch das Land für 2004 geplant sind.

Zum Strukturpapier wird die Diskussion in der nächsten Legislaturperiode fortgesetzt. Ziel ist es, eine endgültige Fassung bis Ende des Wintersemesters 2003/2004 verabschiedet zu haben.

Verfahren bei Berufungen
Die Senatoren beschlossen eine Ergänzung zum Verfahren bei Berufungen. Danach sollen künftig Berufungslisten, die mit einem Sperrvermerk verabschiedet wurden, dem Senat nochmals zur Beschlussfassung vorgelegt werden, sofern bei der Umsetzung der Berufungsliste der Sperrvermerk wirksam wird. Dieses Verfahren findet rückwirkend auf alle Berufungsverfahren Anwendung, die sich noch im Geschäftsgang befinden.

Institutsgründung
Das Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik wurde gegründet, das dem Fachbereich Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften zugeordnet ist. Diese Entscheidung ist eine Folge des bereits am 13.02.03 getroffenen Beschlusses, ab dem WS 2003/2004 den Studiengang Katholische Religion (Lehramt) anzubieten

Studiendokumente bestätigt
Für die Juristenausbildung an deutschen Hochschulen werden ab dem 1. Juli 2003 neue Ausbildungsstandards wirksam. In diesem Zusammenhang verabschiedete der Landtag von Sachsen-Anhalt am 3. Juli 2003 das Gesetz zur Juristenausbildung im Land Sachsen-Anhalt. Daraus resultierte die Notwendigkeit der Verabschiedung einer Zwischenprüfungsordnung und einer Schwerpunktbereichsprüfungsordnung. Die Erarbeitung beider Regelungen lag in den Händen der Juristischen Fakultät in enger Abstimmung mit dem Justizministerium und dem Landesprüfungsamt.
Der Senat bestätigte beide Studiendokumente.

Darüber hinaus befürwortete der Akademische Senat:
- die Denominationsänderung der C4-Professur "Theoretische Physik" (Quantenfeldtheorie) in C3 "Theoretische Physik (Quantenfeldtheorie von Vielteilchensystemen)",
- die Freigabe folgender Professuren zur Ausschreibung: C3 "Experimentelle Physik" (Hochfrequenzspektroskopie), C4 "Systematische Theologie (Dogmatik)", C3 "Religionspädagogik und Katechetik mit Schwerpunkt Didaktik des katholischen Religionsunterrichts", C4 "Praktische Informatik", C3 "Theoretische Physik (Quantenfeldtheorie von Vielteilchensystemen)" und Juniorprofessur "Wirtschaftsmathematik";
- die 2. Satzung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung;
- die Einrichtung eines berufsbegleitenden Studiengangs "Latein an Gymnasien";
- die zentrale Finanzierung der Computerpools (Juridicum und Pool des Institutes für Mathematik und Informatik - beide Pools wurden als universitätsoffene zentrale Computerpools definiert);
- Vertretungsprofessuren und Gastprofessuren im WS 2003/2004 und
- die Einrichtung und Förderung eines DFG-Graduiertenkollegs "Conformational transitions in macromolecular interactions".

Der Antrag auf Einrichtung und Förderung einer DFG-Forschergruppe "Die Aufklärung im Bezugsfeld neuzeitlicher Esoterik" wurde vom Senat zurückgestellt.

Berufungen
Die Berufungslisten für die Professuren
C4 "Lebensmittelchemie",
C3 "Anatomie" und für die
Juniorprofessur "Computational Nanoscience" wurden im Senat verabschiedet.
Entscheidungen gab es in der Sitzung außerdem zu drei Anträgen auf Außerplanmäßige Professuren aus den Bereichen Chemie, Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften und Landwirtschaft.
Obligatorisch standen erneut die Zusammensetzungen von Berufungskommissionen auf der Tagesordnung.

 
Juniorprofessuren

In der Ausgabe der Universitätszeitung vom Juli 2003 war leider auf Seite 11 eine unvollständige Übersicht mit den zur Zeit an der Martin-Luther-Universität vergebenen Juniorprofessuren abgedruckt. Diese sei der Vollständigkeit halber an dieser Stelle nachgereicht:
FB Biochemie/ Biotechnologie: Dr. Kai Tittmann (Molekulare Enzymologie), Dr. Frank Hoffman (Fermentationsbiotechnologie);
FB Physik: Dr. Christian Hübner (Biophysik);
FB Geschichte, Philosophie, Sozialwissenschaften: Dr. Jörg Felfe (Arbeits- und Organisationspsychologie), Dr. Gisela Müller-Plath (Kognitionspsychologie), Dr. Dorothea De Neve (Politikwissenschaft);
FB Erziehungswissenschaften: Dr. Jens Boenisch (Körperbehindertenpädagogik), Dr. Adrienne Biermann (Geistigbehindertenpädagogik);
Medizinische Fakultät: Dr. Susanne Rohrbach (Pathophysiologie), Dr. Robert Scheubel (Herzchirurgie), Dr. Uwe Rückschloß (Physiologie);
Landwirtschaftliche Fakultät (Gem. Berufung mit dem UFZ): Dr. Claus Florian Stange (Stoffkreisläufe/ Stabile Isotope)

 
Neue Dekane gewählt
In diesen Tagen wurden an einigen Fachbereichen und Fakultäten der Martin-Luther-Universität Dekane gewählt.
Der neue Dekan der Medizinischen Fakultät heißt Prof. Dr. med. Dr. agr. Bernd Fischer (Direktor des Instituts für Anatomie und Zellbiologie). Beginn seiner Amtszeit ist am 1. September 2003. An der Landwirtschaftlichen Fakultät wird Prof. Dr.-Ing. Peter Pickel (Direktor des Instituts für Agrartechnik und Landeskultur) das Amt des Dekans übernehmen. Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ist künftig Prof. Dr. rer. pol. Manfred Becker (Institut für Betriebswirtschaftslehre, Organisation und Personalwirtschaft). Am Fachbereich Biologie wurde Prof. Dr. rer. nat. Bernd Klösgen (Institut für Pflanzenphysiologie) zum Dekan gewählt. Das Dekansamt am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften übernimmt Frau Prof. Dr. Edeltraud Werner (Institut für Romanistik) und am Fachbereich Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften wird Prof. Dr. Andreas Ranft (Institut für Geschichte) Dekan. Wiedergewählt als Dekan wurde am Fachbereich Pharmazie Prof. Dr. Andreas Langner (Institut für Pharmazeutische Chemie).
 
neues theater trifft Universität
Der Besuch der alten Dame
Für die kommende Spielzeit des neuen theaters halle gibt es für Universitätsangehörige bereits ein erstes Angebot (siehe Newsletter 1 und 2), auf das wir heute schon hinweisen möchten.
Wer die Aufführung der tragischen Komödie von Friedrich Dürrenmatt "Der Besuch der alten Dame" am Sonnabend, dem 20. September (19.30-22.20 Uhr), miterleben möchte, der kann bis zum 10. September 2003 an der nt-Theaterkasse unter 03 45 20 50-2 22/2 23 seine Karten-Bestellung abgeben. Der Kartenpreis/ Uni-Kontingent (20 Karten) beträgt 8,50 Euro. Die Karten liegen dann an der Abendkasse bis eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (falls nicht anders vereinbart) für Sie bereit.
Güllen ist ein verlorenes, verkommenes Städtchen. Die großen Industriebetriebe hier sind schon seit Jahren bankrott, die Leute leben von Arbeitsamt und Suppenküche, die Stadtkasse ist hoffnungslos überschuldet. Doch plötzlich ist Rettung in Sicht. Die Multimilliardärin Claire Zachanassian, als Kläri Wäscher in Güllen geboren, kündigt ihren Besuch an...

Der nächste Newsletter erscheint im September 2003. Die Newsletter-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern eine erholsame Sommerpause.

 
 

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