14.09.2005
 
Aus dem Akademischen Senat


Der Akademische Senat der Universität trat am 14. September 2005 zu einer Sondersitzung zusammen.

Exzellenzförderung
Die Senatssitzung war im Wesentlichen dem Thema "Exzellenzförderung" gewidmet. Im Sinne des Auftrags des Hochschulgesetzes muss der Senat in Forschungsangelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung insbesondere über die Festlegung von Prioritäten und die Bildung von Forschungsschwerpunkten entscheiden.
Im Rahmen der Exzellenzinitiative des Landes Sachsen-Anhalt ist beabsichtigt, ein weiteres Exzellenznetzwerk im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften zu fördern. Dazu lagen dem Rektorat vier Konzeptskizzen vor, zu denen am 18. Juli 2005 vor Vertretern des Rektorats und des Kultusministeriums eine Präsentation erfolgte. Zur Bewertung der Konzepte wurde auswärtige Kompetenz hinzugezogen und im Ergebnis des Antragskolloquiums das Vorhaben von Prof. Dr. Rainer Enskat "Aufklärung und Religion. Transformationen des Rationalen und des Religiösen im 18. Jahrhundert" und das Vorhaben von Prof. Dr. Everhard Holtmann "Netzwerk Sozialwissenschaften, Steuerbarkeit von Innovation" als förderwürdig angesehen.
Der Empfehlung des Rektorats folgend entschied der Senat nach Präsentation durch Vertreter der entsprechenden Bereiche und anschließender Diskussion, das Projekt "Aufklärung, Religion, Wissen. Schwerpunkt: Transformationen des Religiösen und des Rationalen in der Moderne" als zweiten geisteswissenschaftlichen Exzellenzschwerpunkt an der Universität zu etablieren und dem Kultusministerium zur Förderung vorzuschlagen.
Das Vorhaben "Netzwerk Sozialwissenschaften, Steuerbarkeit von Innovation" sollte im Sinne einer Anschubfinanzierung ebenfalls aus Mitteln der Exzellenzförderung unterstützt werden, um es als einen weiteren Exzellenzschwerpunkt auszubauen.

Darüber hinaus bewilligte der Senat eine Anschubfinanzierung für die Medizinische Fakultät zum Thema "Biologie der Alterung: Bedeutung für Prävention und Therapie von Tumor- und Herzkreislauferkrankungen".

Exzellenzförderung - Bundesinitiative
Außerdem befasste sich der Senat mit den Antragsskizzen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder an die DFG weitergereicht werden sollen.
Bund und Länder haben am 23. Juni 2005 die Bund-Länder-Kommissionsvereinbarung zur Exzellenzinitiative geschlossen. In diesem Zusammenhang sind die Hochschulen aufgefordert, bis zum 30. September 2005 Antragsskizzen bei der Geschäftsstelle der DFG einzureichen.
Zustimmung gaben die Senatoren zu den folgenden Projekten, zu denen die jeweiligen Vertreter vortrugen:

Förderlinie 1
Gemeinsam mit der Universität Leipzig und in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung Halle und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie Leipzig wird die Antragstellung auf Förderung einer Graduiertenschule "Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen" angestrebt.
Die Graduiertenschule, bei der die Martin-Luther-Universität die Sprecherfunktion ausübt, verfolgt das Ziel, Regionalwissen für das Verständnis vernetzter Welten verfügbar zu machen, wobei Asien und Afrika im Fokus stehen.
Die Graduiertenschule ist interdisziplinär und vereint Sprach- und Literaturwissenschaften, Geschichte, Politik- und Sozialwissenschaften/Ethnologie, Religionswissenschaften und Philosophie.

Förderlinie 2
Mit dem Thema "Proteine in pathophysiologischen Prozessen bei Pflanzen und Tieren: Gemeinsamkeiten und spezifische Interventionen" beteiligt sich die Universität gemeinsam mit den Universitäten Leipzig und Jena und in Kooperation mit der Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung Halle, dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie Halle, dem IPK Gatersleben und dem Leibniz-Institut für Altersforschung - Fritz-Lipmann-Institut - Jena am Wettbewerb.
Halle wird im mitteldeutschen Exzellenzcluster als Sprecherhochschule auftreten. Ziel ist es, auf der Plattform des bereits bestehenden SFB-Verbundes die Rolle von Proteinen in pathophysiologischen Prozessen zu erforschen.

Ein weiteres Exzellenzcluster soll auf dem Gebiet "Nanostrukturierte Materialien" beantragt werden. Zu diesem Thema wird mit dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik kooperiert. Es sollen grundlagen- wie auch anwendungsrelevate Fragestellungen bearbeitet werden; dabei konzentrieren sich die wissenschaftlichen Fragestellung auf drei Teilgebiete, für die in Halle wichtiges Know-How vorhanden ist: Nanofabrikation, Nanocharakterisierung und Physik und Chemie nanostrukturierter Materialien.

 
NEUER STANDORT
Umzug des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Martin-Luther-Universität ist in das neue Gebäude der Mitteldeutschen Multimediazentrum Halle GmbH (MMZ) umgezogen. Die neue Besucher-Anschrift lautet:
MMZ Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Mansfelder Straße 56
06108 Halle (Saale)

Telefon- und Fax-Nummern ändern sich nicht.
 
49 BILDNISSE, EIN BUCH
Bilder von Thomas Gatzemeier und Texte von Christian Soboth
Unter dem Titel "49 Bildnisse, ein Buch" öffnet am Dienstag, 20. September 2005, 17.00 Uhr in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle (August-Bebel-Straße 13) eine sehenswerte Ausstellung ihre Pforten.
 
 

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