9.06.2005
 
4. Lange Nacht der Wissenschaften
Programm mit Highlights
Am 1. Juli 2005 öffnen sich von 19 bis 1.30 Uhr die Türen von Laboren, Instituten, Museen, Kliniken und Bibliotheken. Die Universität und andere Forschungseinrichtungen locken wieder zu einer kostenlosen Abendtour durch die hallesche Wissenschaftslandschaft. Das abwechslungsreiche Programm wird sicher nicht nur "nachtaktive" Interessenten ansprechen. Es gibt Vorführungen, Experimente, Vorträge, Diskussionsrunden, Führungen, Präsentationen und vieles mehr ...
 
Universitätssportfest
Fitness und sportlicher Wettkampf
Am 14. Juni 2005 hält das Universitätssportfest ab 14 Uhr auf dem Sportplatz "Ziegelwiese" viele attraktive Angebote zur sportlichen Betätigung oder auch zum Zuschauen bereit. Am Nachmittag ist aus diesem Anlass Dies academicus angesagt. Eröffnung, Unterhaltung und Begleitung übernimmt traditionell die UNI-BIGBAND. Es gibt unter anderem Turniere im Basket-, Fuß-, Hand- oder Volleyball, Wettkämpfe und sportliche Wettbewerbe im Tennis, Fechten, Kraft-Dreikampf, Bogenschießen sowie an der Kletterwand.
 
Kuratorium konstituierte sich

Das Hochschulgesetz sieht gemäß § 74 als ein besonderes Organ der Hochschule das Kuratorium vor. Seine Aufgabe besteht darin, die Hochschulleitung zu beraten und zu unterstützen. Das Kuratorium hat insbesondere Stellungnahmen zum Haushaltsplanentwurf, zu den Struktur- und Entwicklungsplänen, zur Änderung der Grundordnung, zum Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis abzugeben und den Jahresbericht des Rektorats entgegenzunehmen. Der Senat wählte 2004 die Mitglieder des Kuratoriums. Dem Kuratorium der Martin-Luther-Universität gehören Prof. Dr. Rita Süssmuth, Prof. Dr. Volker ter Meulen, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Gerd Köhler und Manfred Aumann an (siehe Newsletter 11/04).
In der konstituierenden Sitzung am 2. Juni 2005 wurde Professor Meyer zum Vorsitzenden ernannt. Das Rektorat nahm an der Sitzung beratend teil und nutzte das erste Zusammentreffen zur Vorstellung der Universität. Es wurde vereinbart, sich zweimal jährlich zusammenzufinden.
 
Aus dem Akademischen Senat


Der Akademische Senat der Universität trat am 8. Juni zu seiner 26. Sitzung zusammen. Die Beschlüsse und Informationen sind im Folgenden zusammengefasst:

Wesentlicher Punkt der Beratungen im Akademischen Senat war die 2. Lesung der Allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für Bachelor und Master. Auftragsgemäß hatte sich die Senatskommission für Studium und Lehre mit den Hinweisen befasst, die bis zum 20. Mai 2005 an das Prorektorat für Studium und Lehre zu senden waren.
Nach ausführlicher Diskussion der einzelnen Anmerkungen legte die Kommission für Studium und Lehre eine überarbeitete Fassung vor. Diese wurde erneut intensiv im Senat diskutiert und mit einer Änderung im § 22 Abs. 6 verabschiedet. In einem Jahr soll der Umgang mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg evaluiert werden und Thema der Beratungen im Senat sein. Die Regelung wird im Amtsblatt der Universität veröffentlicht.

DFG-Forschungszentrum
Der Senat behandelte die Beschlussvorlage der Forschungskommission, die sich auf die Einrichtung und Förderung eines DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien "Moleküle und Zellen zur Regenerierung von Gewebe - vom Konzept zur klinischen Anwendung in Forschung und Bildung" bezog.
Das Thema "Regenerative Therapien" markiert in der Medizin einen Paradigmenwechsel von der bisherigen Fokussierung auf den Ersatz krankhaften Gewebes und den Einsatz unveränderlicher Implantate hin zur Förderung von Selbstheilungsmechanismen im Körper. Dazu ist eine interdisziplinäre Herangehensweise von mehreren Fächern aus den Bereichen der Ingenieur- und Werkstoffwissenschaften und der Lebenswissenschaften notwendig.
Die Universität Leipzig stellte einen entsprechenden Antrag bei der DFG; an der Konzipierung des Leipziger Antrags waren maßgeblich auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität beteiligt.
Die Senatoren sprachen sich dafür aus, den Antrag zu unterstützen.

Hochschulpartnerschaft
Die King Saud University in Riyadh (Saudi Arabien) beabsichtigt, mit der Universität Halle eine Hochschulpartnerschaft abzuschließen. Seitens der Martin-Luther-Universität werden der FB Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften, der FB Geowissenschaften sowie das Orientwissenschaftliche Zentrum und der SFB "Differenz und Integration. Wechselwirkungen zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt" an der Kooperation beteiligt sein. Angestrebt wird die Einbeziehung weiterer Fachbereiche.
Die Senatoren sprachen sich grundsätzlich für eine Kooperation mit der Universität in Saudi Arabien aus, formulierten jedoch einen Vorbehalt, der sich auf den konkreten Vertrag bezog. Dieser ist den Senatsmitgliedern noch zur Kenntnis zu geben. Sollte der Vertrag ohne Widerspruch akzeptiert werden können, steht einer Vertragsunterzeichnung nichts im Wege.

Ordnung für die Vergabe von Leistungsbezügen
Der Senat musste sich erneut mit der Ordnung für die Vergabe von Leistungsbezügen befassen (siehe auch Newsletter 02/05). Grund für die nochmalige Behandlung waren Änderungsvorschläge des Kultusministeriums und die spezifischen Bedingungen für die Medizinische Fakultät.
Die Neufassung der Ordnung wurde im Senat bestätigt. Nach Genehmigung durch das Kultusministerium wird die Ordnung im Amtsblatt der Universität veröffentlicht.

Weitere Entscheidungen des Senats bezogen sich auf:
- die Beendigung von Berufungsverfahren für die C3/W2-Prof. "Taxonomie pflanzlicher Ressourcen" und die C4/W3-Prof. "Pharmazeutische Chemie",
- die Verabschiedung der Berufungslisten zur W3-Prof. "Molekulare Medizin/Pathophysiologie" und zur W3-Prof. "Betriebswirtschaftlehre, insbesondere Finanzierung und Banken",
- Vertretungsprofessuren für das WS 05/06,
- die Zusammensetzung von Berufungskommissionen und
- die Verleihung einer Apl.-Professur auf Antrag der Medizinischen Fakultät.

Informationen des Rektorats
Obligatorisch gab das Rektorat Informationen zu folgenden Themenbereichen:
Wissenschaftszentrum Wittenberg: Dazu merkte der Rektor an, dass es keine Problemklärung hinsichtlich der vorgelegten Satzung gibt und sich die Landesrektorenkonferenz damit nochmals am 10. Juni 2005 befassen wird.
Ergänzungsvereinbarung zur Lehrerbildung: Die Vereinbarung wurde am 1. Juni 2005 von den Rektoren und dem Kultusminister unterzeichnet.
Zweiter Geisteswissenschaftlicher Exzellenzschwerpunkt: Prof. Dr. Reinhard Neubert berichtete über den Stand der Einrichtung eines entsprechenden Schwerpunktes. Insgesamt sind vier Anträge aus der Universität zu diesem Komplex eingegangen. Im Rahmen eines Kolloquiums (für Anfang Juli geplant) soll die Vorstellung der vier Netzwerke erfolgen. Eine Begutachtung der eingereichten Anträge erfolgt unter Hinzuziehung auswärtiger Kompetenz. Wissenschaftler von der HU Berlin und der Universität Leipzig werden beteiligt.
Zwölf Empfehlungen für ein zukünftiges Wissenschaftssystem: Der Rektor berichtete über ein Eckpunktepapier, das von einer neunköpfigen Kommission ausgewiesener Persönlichkeiten des deutschen Hochschulwesens erarbeitet wurde. Inhalt des Papiers sind Grundüberlegungen zur Neugestaltung des Hochschulwesens in Deutschland. Nachzulesen ist das Eckpunktepapier unter folgender Adresse.
Aufgrund der Brisanz des Materials folgten die Senatoren dem Vorschlag des Rektors, dass sich der Senat im Oktober auf der Grundlage einer Empfehlung der Struktur- und Finanzkommission eine fundierte Meinung bilden sollte.

 
Symposium zur Materialforschung

Das 10. Symposium "Elektronenmikroskopie in der Materialforschung" widmete sich am 19. und 20. Mai 2005 dem Schwerpunkt "Deformationsmechanismen in mikro- und nanostrukturierten Polymeren".
 
Interessante Vorträge in der Leopoldina

An dieser Stelle möchten wir auf interessante wissenschaftliche Vorträge in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina aufmerksam machen. Die Veranstaltungen sind öffentlich und interessierte Zuhörer sind herzlich willkommen.
 
ZAMED Summer School 2005

Vom 27. Juni bis zum 8. Juli 2005 haben 19 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11 bis 13 aus sechs halleschen und drei Gymnasien außerhalb Halles die Gelegenheit, einen Einblick in die medizinische und biotechnologische Forschung zu bekommen und so vielleicht eine Entscheidung für das spätere Studium zu treffen. Betreut werden sie von Forschern der Medizinischen Fakultät, darunter aus dem Zentrum für Angewandte Medizinische und Humanbiologische Forschung (ZAMED) sowie aus dem Institut für Biotechnologie.
 
Preisfrage: WAS WIRD AUS DEM 21. JAHRHUNDERT?
1. Essay-Wettbewerb von "Cicero - Magazin für politische Kultur"
Vielleicht kommt der Cicero-Preis ja nach Halle? Die literarische Ausschreibung unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Medien und Kultur, Dr. Christina Weiss, wendet sich an
(deutsche oder ausländische) Studierende aller deutschen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen und läuft bis zum 15. Juli 2005.
 
CYRANO DE BERGERAC
Sommertheater auf dem Universitätsplatz
Zum Abschluss der Spielzeit 2004/05 lädt das Thalia Theater wieder zum Sommertheater auf den Universitätsplatz ein. Vom 24. Juni bis 16. Juli wird Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand (Deutsch von Frank Günther) gespielt. Die Premiere der Tragikomödie in fünf Akten ist am Freitag, 24. Juni 2005, ab 21 Uhr zu erleben. Damit wird die erfolgreiche Serie von Open-Air Veranstaltungen auf dem Universitätsplatz, die bereits vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde, fortgesetzt. Die Einstudierung des Mantel- und Degenstücks erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Uni-Sportzentrum: Roland Opitz gab den Schauspielern Fechtunterricht.
Regie: Dorothea Schroeder, Ausstattung: Christian Beck,
Einstudierung der Fechtszenen: Roland Opitz (Uni-Sportzentrum).
 
neues theater trifft Universität
"Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal

Das neue theater lädt Universitätsangehörige am Donnerstag, 23. Juni, um 20 Uhr in den Dom zu Halle zu einem Besuch des Stückes "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal ein. Der ermäßigte Kartenpreis / Uni-Kontingent (10 Karten, Gruppenpreis, PG I) beträgt 10,00 Euro. Karten-Bestellungen sind bis zum 17. Juni an der Theaterkasse unter 0345 2050-222 möglich.

"Jedermann" ist die Geschichte vom Leben und Sterben eines reichen Mannes (Hilmar Eichhorn in einer seiner Glanzrollen). Als ihm der Tod erscheint, fällt seine Lebensbilanz nicht sonderlich günstig aus, denn sein Interesse galt allein der Vermehrung seines Geldes und damit seiner Macht. Doch der Betrüger ist am Ende der Betrogene: Jedermann muss erkennen, dass nicht er das Geld beherrschte, sondern das Geld ihn, und er sich in der "tragischen Situation eines Menschen befindet, der sich mit erfundenen Freunden umgeben hat, um sich beneiden zu lassen, und nun allein gelassen wird."

 
 

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