14.04.2005
 
Kriegskinder - Halle und der 2. Weltkrieg
Ausstellung vom 4. Mai bis 12. Juni 2005
Unter dem Titel KRIEGSKINDER öffnet am 4. Mai um 14 Uhr im Löwengebäude (in den Räumen der Zentralen Kustodie) eine Sonderausstellung ihre Pforten. Rektor Prof. Dr. Wilfried Grecksch wird die gemeinsam von Universität und Stadt ausgerichtete Exposition eröffnen, es folgt ein Grußwort der Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler. Die Einführung in die Ausstellung geben die Kuratoren Prof. Dr. Hans-Jürgen Pandel, Institut für Geschichte, und Stadtarchivar Ralf Jacob M. A. Gezeigt werden beeindruckende Bilder und Gegenstände, an denen die Erinnerungen vieler Hallenser und Hallenserinnen haften, die ihre Kindheit und Jugend während der Krieges verbrachten. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen.
 
Aus dem Akademischen Senat


Der Akademische Senat der Universität trat am 13. April zu seiner 24. Sitzung zusammen. Die Beschlüsse und Informationen sind im Folgenden zusammengefasst:

Informationen aus dem Rektorat
Der Rektor teilte aus der Ministerdienstberatung mit, dass die Verhandlungen zur neuen Zielvereinbarung ab Juni beginnen. Im November ist die Behandlung in den Gremien vorzusehen.
Hinsichtlich der Exzellenzförderung habe Minister Olbertz informiert, dass diese für fünf Jahre gesichert ist.
Zum 1. Juli wird das Wissenschaftszentrum in Wittenberg gegründet. Dazu gibt es eine ausführliche Information in der Mai- oder Juni-Senatssitzung.

Außerdem teilte der Kanzler mit, dass es eine Änderung im Einschreibverfahren der Studierenden zum WS 05/06 geben wird. Die Möglichkeit der persönlichen Einschreibung wird wieder angeboten.

Vorstellung der Exzellenz-Schwerpunkte
Im Rahmen der Exzellenz-Offensive, die durch das Land gefördert wird, ist die Martin-Luther-Universität in drei Bereichen berücksichtigt worden:
Biowissenschaften,
Materialwissenschaften und
Asien- und Afrikawissenschaften.

Sie sind damit Spiegelbild der Schwerpunktsetzung im Forschungsbereich der Universität.
Die drei Sprecher der Exzellenz-Netzwerke präsentierten vor dem Senat die Inhalte der Projekte und ihre Vernetzung. So informierte Prof. Dr. Ingrid Mertig (FB Physik) zum Exzellenz-Netzwerk Materialwissenschaften "Nanostrukturierte Materialien", Prof. Dr. Rainer Rudolph (FB Biochemie/Biotechnologie) zum Exzellenz-Netzwerk Biowissenschaften "Strukturen und Mechanismen der biologischen Informationsverarbeitung" und Prof. Dr. Stefan Leder (FB Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften) zum Exzellenz-Netzwerk Orientwissenschaften "Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen".

W3/W2-Stellenstruktur der Medizinischen Fakultät
Bereits in der Januar-Sitzung verabschiedete der Akademische Senat die Liste zur Überführung der C4/C3-Stellen in die W3/W2-Stellenstruktur für den Hochschulbereich. Für die Medizinische Fakultät stand diese Entscheidung noch aus. Auf der Grundlage einer entsprechenden Liste der Medizinischen Fakultät stimmten die Senatsmitglieder mehrheitlich der Überführung der C-Stellenstruktur in die W-Stellenstruktur zu.

Lehrerzielvereinbarung
Auf der Grundlage der Zielvereinbarung von 2003 erarbeitete eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Staatssekretär Winfried Willems - in der jeweils drei Vertreter der Universität Halle und der Universität Magdeburg mitwirkten - eine Ergänzungsvereinbarung über die Lehrerbildung, die zugleich die Ergänzungsvereinbarungen von 2004 präzisiert. Aufgabe des Senats bestand darin, die Vereinbarung zu erörtern.
Nach intensiver Diskussion gaben die Senatsmitglieder dem Rektor die Empfehlung, die Zielvereinbarung zu unterschreiben, zuvor aber mit dem Kultusministerium nochmals über die kurzfristig geforderte Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen in den Lehramtsstudiengängen zu verhandeln.
In der diskutierten Fassung erschienen den Senatoren die Forderungen in diesem Zusammenhang widersprüchlich formuliert, konzeptionell unklar und nicht umsetzbar. Ohne eine Klärung dieses Kernpunktes künftiger Lehrerausbildung ist die Zielvereinbarung nicht unterschriftsfähig.
Gegen diese Entscheidung des Senats kündigte ein Vertreter der Statusgruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und ein Vertreter der Statusgruppe der Studierenden je ein Sondervotum an.

NC 2005/2006
Der Senat beriet die Festsetzung der Zulassungszahlen. Diese werden auf der Grundlage eines Erlasses und der Kapazitätsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt berechnet.
Nach Abstimmung mit den Fachbereichen und Fakultäten wurde dafür plädiert, die Zahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge und -fächer von insgesamt 72 im WS 04/05 auf 113 für das WS 05/06 zu erhöhen. Neben den bereits seit dem vergangenen Jahr existierenden NC beziehen sich die neuen Zulassungsbeschränkungen insbesondere auf Studiengänge und -fächer, die in den Fachbereichen Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften bzw. der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt sind.

Gebührenordnung für Langzeitstudierende
Das Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt verpflichtet die Hochschulen des Landes, Gebühren in Höhe von 500 Euro bei Überschreitung der Regelstudienzeit mit Beginn des WS 05/06 zu erheben. Auf dieser Grundlage wurde von der Abteilung 1 der Zentralen Universitätsverwaltung ein Entwurf für eine Gebührenordnung in den Senat eingebracht.
Nach Diskussion beschloss der Senat die o. g. Ordnung, die demnächst im Amtsblatt der Universität erscheinen wird.

Vertrag mit der Fraunhofer-Gesellschaft
Zustimmung fand der vorgelegte Kooperationsvertrag mit der Fraunhofer-Gesellschaft, der u. a. die fachliche Zusammenarbeit, die personelle Verknüpfung und die gegenseitige Nutzung von Ressourcen regelt. Wesentlicher Bestandteil des Vertrags sind die Festlegungen zu gemeinsamen Berufungen. Mit der Entscheidung des Senats kann der Rektor den Vertrag unterzeichnen.

Ausschreibungen
Die Senatsmitglieder nahmen die Ausschreibungstexte und die Zusammensetzung der Berufungskommissionen für folgende Professuren zur Kenntnis:
W3 "Nanostrukturierte Materialien" (gemeinsame Berufung mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik),
W3 "Experimentelle Physik (Nanostrukturierte Materialien"),
W3 "Makromolekulare Chemie" und
W3 "Physiologie".

Weitere Entscheidungen des Akademischen Senats bezogen sich auf die Verleihung der Mitgliedschaft der Universität an eine Heisenberg-Stipendiatin und die Vergabe einer Vertretungsprofessur an der Theologischen Fakultät.

 
Einsteinjahr 2005
Fachbereich Physik mit vielfältigem Veranstaltungsangebot
Anlässlich des Einsteinjahres 2005 lädt der Fachbereich Physik die interessierte Öffentlichkeit zu spannenden und interessanten Veranstaltungen ein, dazu gehört die öffentliche Vorlesungsreihe "Einstein und das Weltbild der Physik".
In der Woche vom 27. Juni bis 1. Juli 2005 gibt es ein reizvolles Programm unter dem Motto "Einstein: Physik und Musik, Experiment und Verantwortung". Geboten wird unter anderem eine Experimentalvorlesung "Physik und Musik", die den Besucherinnen und Besuchern zeigt, was Musik mit Physik zu tun hat sowie eine szenische Lesung "Physik und Verantwortung" in Zusammenarbeit mit dem neuen theater (nt) unter der Leitung von Peter Sodann. In dieser Lesung wird das Zusammentreffen der Physiker Werner Heisenberg und Niels Bohr nachempfunden und Fragen nach den Grenzen der Geschichtsschreibung gestellt.
Hinzu kommen noch Veranstaltungen am Fachbereich, welche die "Faszination Physik" auch an die Jüngeren weitergeben möchten: "Hands-on-Physics: Schülerinnen und Schüler experimentieren mit Einstein" sowie das Projekt "Mit Einstein gegen Denkgewohnheiten". (Deutschlandweites Programm zum Einsteinjahr)
 
XXI. Bilaterales Symposium Poznan-Halle
Zusammenarbeit zwischen polnischen und halleschen Medizinern
Vom 20. bis 22. Mai 2005 treffen sich Ärzte und Wissenschaftler aus Deutschland und Polen zum Thema "COR ET VASA" (Herz und Kreislauf) in Poznan. Bereits 1975 initiierten der mittlerweile verstorbene Professor Dr. Dr. h. c. Hasik aus Poznan und Professor Dr. Dr. h. c. Konrad Seige aus Halle die Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität "Karol Marcinkowski", Poznan (Polen) und der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ziel dieser Kooperation war die Bündelung der wissenschaftlichen Ressourcen beider Einrichtungen. Für die Mediziner in Poznan und Halle ist es ein besonders glücklicher Umstand, dass das 30-jährige Jubiläum des ersten Vertragsabschlusses in den offiziellen Zeitraum des "Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006" fällt. (Poznan University of Medical Sciences Poland)
 
Auf der Suche nach dem "Altersgen"
Ringvorlesung über die humane Altersgesellschaft

Sieben Mal werden in diesem Semester Spezialisten verschiedener Fakultäten der Universität medizinische und soziale Aspekte der Altersgesellschaft diskutieren. Jeden zweiten Donnerstag (18.30 Uhr) sind alle Interessenten herzlich in den Hörsaal 14 a/b, Löwengebäude (Universitätsplatz) zu dieser spannenden Vorlesungsreihe eingeladen.
Hier gelangen Sie zum kompletten Programm.

 
neues theater trifft Universität
Haben

Das neue theater halle hält für Universitätsangehörige ein attraktives Angebot für einen Theaterbesuch zu Pfingsten bereit. Wer das Theaterstück "Haben" von Julius Hay am Sonnabend, 14. Mai, um 19.30 Uhr im Großen Saal miterleben möchte, kann seine Karten-Bestellung bis zum 6. Mai 2005 an der Theaterkasse unter 0345 20 50-2 22 abgeben. Der Kartenpreis / Uni-Kontingent (10 Karten) beträgt 9,50 Euro (Sie sparen 2 Euro pro Karte!)

Ungarn um 1930, in einem kleinen Dorf in der Puszta. Der Dorfpfarrer und der Feldwebel philosophieren über Gott und die Welt, das Dorf und seine Bewohner. Dabei fällt ihnen auf, dass in letzter Zeit besonders viele Leute starben, meist Männer und meist die reicheren. Aber warum sollte man weiter darüber nachdenken? Nur der Gendarmerie-Korporal Dani beginnt, eigene Ermittlungen anzustellen. Er will befördert werden, um für seine schwangere Freundin Mari sorgen zu können. Mari aber kann nicht warten, heiratet den reichsten Bauern des Dorfes und ist schon am Morgen nach der Hochzeit Witwe ...
Eine poetische Liebesgeschichte, ein Krimi, ein philosophisches und politisches Stück - all das ist "Haben", das erfolgreichste Theaterstück des ungarisch-deutschen Autors Julius Hay (1900-1975).

 
 

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