10.03.2005
 
Aus dem Akademischen Senat


Der Akademische Senat der Universität trat am 9. März zu seiner 23. Sitzung zusammen. Die Beschlüsse und Informationen sind im Folgenden zusammengefasst:

Informationen des Rektorats
Kuratorium: Am 2. Juni 2005 wird die konstituierende Sitzung des Kuratoriums der Martin-Luther-Universität stattfinden. Mitglieder des Kuratoriums sind:
Prof. Dr. Rita Süssmuth (ehem. Präsidentin des Deutschen Bundestages), Prof. Dr. Volker ter Meulen (Präsident der Leopoldina), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer (ehem. Minister für Wissenschaft und Kunst des Landes Sachsen), Gerd Köhler (GEW Vorstandsbereich Hochschule und Forschung Frankfurt a. M.), Manfred Aumann (Geschäftsführer DOW Olefinverbund Schkopau). Der Senat wählte die Mitglieder im Juli bzw. November 2004.

Forschungsranking
Prorektor Prof. Dr. Reinhard Neubert führte zum jüngst veröffentlichten Forschungsranking vom CHE aus, dass dies nicht auf neuen Daten beruhe. Indikatoren waren Drittmittelaufkommen, Publikationen und Promotionen auf der Grundlage der zwischen 1999 und 2001 ermittelten Daten. Diese Tatsache erklärt das Abschneiden der halleschen Universität beim Forschungsranking. Wesentliche Verbesserungen werden sich ergeben, wenn sich die Daten auf das derzeitige Drittmittelaufkommen beziehen, das deutlich gestiegen ist.

Besetzung der Koordinierungsstelle Bachelor und Master
Zum 1. April 2005 wird die Koordinierungsstelle wieder besetzt. Damit steht den Fachbereichen und Fakultäten ein spezieller Ansprechpartner für die Einführung der gestuften Studiengänge zur Verfügung.
Eine allgemeine Studien- und Prüfungsordnung zur neuen Studienstruktur wird gegenwärtig erarbeitet und dem Senat demnächst zur Diskussion vorgelegt.

Gemeinsame Ergänzungsvereinbarung über die Musikausbildung
Der Rektor der halleschen Universität, der Rektor der Universität Magdeburg und der Kultusminister unterzeichneten am 17.02.2005 die Ergänzungsvereinbarung über die Musikausbildung.
Der Senat erörterte diese bereits in seiner November-Sitzung und gab die grundsätzliche Zustimmung zur Unterschrift. Kernpunkte der Vereinbarung sind insbesondere, dass:
- an der Martin-Luther-Universität durch Vereinigung des Instituts für Musikwissenschaft und des Instituts für Musikpädagogik ein Institut für Musik gebildet wird;
- zum Sommersemester 2007 die Ausbildung in den Studiengängen (LA im Fach Musik, Musikwissenschaft, Instrumental- und Gesangspädagogik und künstlerischer Aufbaustudiengang) von der Universität Magdeburg an die Universität Halle verlagert werden;
- den Studierenden der Universität Magdeburg zugesichert wird, das Studium unter vollständiger Anerkennung der bisher erbrachten und nachgewiesenen Studienleistungen an der Universität Halle fortsetzen zu können.
In der Folge gilt es nun, diese Zielvereinbarung an der Universität umzusetzen.

Aufteilung der Finanzen
In der Dezember-Senatssitzung erörterte der Akademische Senat die Grundsätze der Aufteilung der finanziellen Mittel für das Jahr 2005. Im Nachgang zu dieser Senatssitzung beschloss das Rektorat unter Einbeziehung der aufgeworfenen Aspekte verbindlich zu den Grundsätzen.
Auf dieser Grundlage wurde nach Berechnung des Prorektorats für Strukturentwicklung und Finanzen nun die genaue Finanzaufteilung für die Fachbereiche und Fakultäten und die Einrichtungen der Universität ermittelt und dem Senat erneut vorgelegt.
Das Rektorat wird sich nach dieser Erörterung nochmals mit der Aufteilung befassen und den Senat über verbindliche Entscheidungen informieren.

Rahmenordnung zur Regelung des Vergabeverfahrens
in zulassungsbeschränkten Studiengängen

Das Rektorat hatte den Senat bereits in der vorhergehenden Sitzung über geänderte Verfahren bei der Vergabe von Studienplätzen informiert (Hintergrund: Änderung der bundes- als auch landesgesetzlichen Regelungen).
Den Hochschulen wird nun die Möglichkeit gegeben, das Verfahren sowohl hinsichtlich der Aspekte einzelner Studiengänge als auch im Hinblick auf organisatorische und finanzielle Gegebenheiten zu steuern. Die Universität ist in diesem Zusammenhang verpflichtet, der ZVS bis zum 15.03.05 das Vergabeverfahren für das Wintersemester 2005/2006 mitzuteilen. Außerdem muss das Bewerbungsverfahren für das WS 05/06 - ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Anwendung des neuen Vergabeverfahrens erstmalig - bis zum 31.05. abgeschlossen sein. Nach Abstimmung mit den einzelnen Fächern, deren Studienplatzvergabe bisher durch die ZVS erfolgte, soll die Auswahlentscheidung für das WS 05/06 noch einmal ausschließlich nach dem durch die Hochschulzulassungsberechtigung nachgewiesenen Grad der Qualifikation festgelegt werden.
Mit der Verabschiedung der Rahmenordnung in der Senatssitzung am 9. März 2005 wird ab dem SoSe 2006 für zulassungsbeschränkte Studiengänge die Möglichkeit eröffnet, ihre Entscheidung auch nach Auswahlkriterien zu treffen, die in der Rahmenordnung im § 1 Abs. 3 definiert sind. Das Auswahlverfahren ist dann von den jeweiligen Bereichen in der vorgegebenen Frist durchzuführen. Die ZUV wird die Erstellung der Ranglisten vornehmen und die Bescheide verschicken.

Ordnungen
Die Ordnung zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Evangelische Theologie und die Vierte Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät fanden Zustimmung im Senat.

Graduiertenkolleg
Mit der Bestätigung des Antrags auf Einrichtung und Förderung eines DFG-Graduiertenkollegs "Kolloidale Arzneiträgersysteme zur Verbesserung der peroralen Bioverfügbarkeit" an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg könnte bei Befürwortung durch die DFG ein viertes Graduiertenkolleg entstehen. Sprecher dieses Kollegs soll Prof. Dr. Karsten Mäder (FB Pharmazie) sein.

Berufungen/Berufungskommission
Der Akademische Senat verabschiedete folgende Berufungslisten der Medizinischen Fakultät:
W2 "Physiologische Chemie"
W2 "Physiologie"
W2 "Experimentelle und molekulare Pathologie"

und eine Vertretungsprofessur, die sich ebenfalls auf den Bereich der Medizin bezieht.
Befürwortet wurde außerdem der Antrag auf Änderung der Zusammensetzung der Berufungskommission für die W3 "Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Handelsrecht".

 
Benefizkonzert - ein voller Erfolg
Gamelan & Friends

Zu dem Benefizkonzert "Gamelan & Friends" zu Gunsten der Flutopfer in Indonesien hatte das Institut für Musikwissenschaft der Martin-Luther-Universität am 23. Februar 2005 eingeladen. Der Titel war Programm: Die spannende Mischung aus modernem jiddischem Klezmer, Werken für Kammerorchester von Händel, Chorliteratur aus verschiedenen europäischen Ländern und Zeiten und balinesischer Gamelan-Musik sorgte für einen bunten Stilmix, der einen kleinen Einblick in die Szene hallescher Musikschaffender gab. Rund 200 Besucher füllten die Aula des Löwengebäudes und zeigten mit lang anhaltendem Applaus ihre Begeisterung für das Dargebotene. Spenden wurden zu Gunsten zweier Projekte von Nicht-Regierungs-Organisationen vor Ort gesammelt, von denen sich eines um die Soforthilfe und eines für den langfristigen Wiederaufbau des Bildungssystems in Aceh einsetzt. Für die Soforthilfe von IDEP wurden 500 Euro gespendet, für Avicenna e. V., die mit dem Goethe-Institut in Jakarta zusammen arbeiten werden, kamen sogar 610 Euro zusammen. Die Organisatoren sind mit dem Ergebnis und der Resonanz sehr zufrieden und danken allen Mitwirkenden und Helfern, die dazu beitrugen, dass der Abend ein voller Erfolg wurde. (Kendra Stepputat, Gilbert Stöck)

 
Stellenausschreibung - Radio CORAX
GeschäftsführerIn "Radio CORAX 95,9" gesucht (ab 1. Juli 2005)
Radio Corax (Freies Radio, 200 Sendende, selbstverwalteter Trägerverein, 170 Mitglieder) sucht eine neue Geschäftsführerin bzw. einen neuen Geschäftsführer. Die Stelle beinhaltet die Betriebsorganisation, allgemeine Verwaltung, Personalkoordination, das Vereins- und Finanzmanagement sowie die Außenvertretung des Radios. Die Geschäftsführerin bzw. der Geschäftsführer arbeitet 24 Stunden wöchentlich und wird entlohnt in Anlehnung an den Tarif BAT III (BAT Bund/Länder). Von Bewerberinnen und Bewerbern werden - umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse in den Bereichen Projekt- und Finanzmanagement, - umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse in der soziokulturellen Projektarbeit, im Vereinsmanagement und in der Betriebsorganisation, - hohes Engagement für die Ziele Freier Radios sowie politische und kommunikative Kompetenz erwartet. Schriftliche Bewerbungen sind bis spätestens 01.05.2005 zu richten an: Radio CORAX, Vorstand, Unterberg 11, 06108 Halle.
(E-Mail: info@radiocorax.de)
 
 

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