15.02.2005
 
Aus dem Akademischen Senat


Der Akademische Senat der Universität trat am 9. Februar zu seiner 22. Sitzung zusammen. Die Beschlüsse und Informationen sind im Folgenden zusammengefasst:

Informationen des Rektorats
Wie bereits im Newsletter 11/04 berichtet, befasste sich der Senat in der Dezember-Sitzung 2004 mit dem "Leitfaden zur Zwischenevaluation von Juniorprofessuren". Nach der Klärung in der Diskussion aufgeworfener Fragen erfolgte die Überarbeitung des Leitfadens. Er kann im Netz unter Beschlüsse des Senats nachgelesen werden - so der Prorektor für Strukturentwicklung und Finanzen.

Der Kanzler informierte den Senat über die Änderung des Verfahrens zur Studienplatzvergabe. Danach ist vorgesehen, dass 20% der Studienplätze nach den Abiturzeugnissen durch die ZVS vergeben werden, 20% nach Wartezeit und 60% direkt von der Hochschule. Die Vergabe dieser 60% erfolgt im Ergebnis eines Auswahlverfahrens. Das bedeutet, dass seitens der Hochschule eine interne Vergabeordnung erarbeitet werden muss, an der gegenwärtig gearbeitet wird. Die Fachbereiche und Fakultäten werden nach Fertigstellung der Vergabeordnung um Stellungnahmen gebeten.

Unter Bezug auf einen im Dezember erschienenen MZ-Artikel zur Aufgabe von Gebäuden in der Innenstadt legte der Kanzler dem Senat nochmals die Verantwortlichkeiten dar.
Mit der Entscheidung zur Gründung des Landesbetriebes für Liegenschafts- und Immobi-lienmanagement Sachsen-Anhalt (LIMSA) werden die nicht mehr von der Universität benötigten Liegenschaften der LIMSA übergeben und durch diese im Auftrag des Landes verwertet. Das bedeutet, dass auch für die Nachnutzung diese Gesellschaft zuständig ist. Bereits im Vorfeld der Abgabe von Gebäuden erfolgt die Verständigung zwischen Stadt, Universität und LIMSA im Rahmen einer Arbeitsgruppe. Die Aufgabe von Gebäuden wird zu einem späteren Zeitpunkt nochmals Thema im Senat sein.

In den Forschungsschwerpunkten Biowissenschaften, Materialwissenschaften, Orientwissen-schaften wurden Exzellenznetzwerke aufgebaut, mit denen sich die Martin-Luther-Universität am Netzwerk für die Spitzenförderung beteiligt. In einer Gesprächsrunde mit dem Kultusministerium wurde deutlich, dass die Landesregierung plant, ein weiteres geisteswissenschaftliches Exzellenznetzwerk zu fördern. In diesem Zusammenhang wurden die bestehenden Forschungsverbunde Aufklärungsforschung, Medienwissenschaften, Transformationsforschung und Archäologie aufgefordert, bei Interesse am Aufbau eines solchen Exzellenz-netzwerkes eine entsprechenden Konzeptionsskizze bei der Forschungskommission vorzulegen - so der Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und internationale Beziehungen.

Konzeption des URZ
Der Leiter des Universitätsrechenzentrums, Dr. Frank Wossal, stellte - wie im Newsletter 10/04 angekündigt - das Konzept zum Universitätsrechenzentrum vor. Er legte den Senatoren die Aufgabenbereiche und die Organisationsstruktur dar. Nach dem Vortrag hatten die Senatsmitglieder die Möglichkeit, Fragen an ihn zu richten.

Internationalisierungsstrategie
Prorektor Prof. Dr. Reinhard Neubert trug die Überlegungen für eine Internationalisierungs-strategie an der Martin-Luther-Universität vor. Der Senat begrüßte die darin enthaltenden Positionen, die insbesondere folgende Ziele verfolgen:
- Erhöhung der Anzahl und Qualifikation der ausländischen Studierenden durch gezielte Werbung und Vorauswahlverfahren,
- Abschluss von Kooperations- und Austauschvereinbarungen mit strategischen Partnern, d. h. mit exzellenten akademischen Einrichtungen und forschenden Firmen,
- Schwerpunktsetzung bei internationalen Forschungskooperationen, z. B. European Networking (Strategische Partnerschaftsabschlüsse auf europäischer Ebene), International Graduate Schools, konsequente Einführung des ECTS,
- Erweiterung internationaler und englischsprachiger Studienangebote und -abschlüsse,
Erweiterung und Verbesserung der Serviceangebote für ausländische Studierende und Wis-senschaftlerInnen,
- Integration von Ausbildungselementen zur Steigerung der interkulturellen Kompetenz im in- und ausländischen Berufsleben,
- Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen für die Realisierung der Internationalisierungs-strategie durch gezielte Einwerbung von Drittmitteln des Landes, des DAAD, der MPG etc., Aufbau der Präsenz der Martin-Luther-Universität in nationalen und EU-Gremien.

Einig waren sich die Senatoren darüber, dass nun weitere Präzisierungen vorzunehmen sind und die Strategie den Handlungsrahmen dafür bildet.
Über das weitere Vorgehen sollte der Senat regelmäßig vom Prorektor für Forschung, wiss. Nachwuchs und internationale Beziehungen informiert werden.

Serviceeinrichtung für ausländische Studierende
Prof. Dr. Jörg Kressler stellte das Betreuungskonzept einer Serviceeinrichtung zur Betreuung ausländischer Studierender vor, das die Befürwortung des Senats fand. Bei der Serviceeinrichtung handelt es sich um das "Center for International Student Management GmbH", dessen Geschäftsführer Professor Kressler ist. Ziel der Serviceeinrichtung ist die Erweiterung und Verbesserung der Serviceangebote für ausländische Studierende und Gäste. Die Aufgaben des Zentrums bestehen darin, den Studierenden für die Gesamtdauer des Aufenthalts an der Universität Halle ein Kernpaket anzubieten, das neben der umfassenden Beratung und Betreuung vor und während des Studienaufenthalts u. a. die Bereitstellung von Informationsmaterialien, die Hilfe bei der Wohnungssuche sowie die Begleitung zu Behörden umfasst. Ein Zusatzangebot bezieht sich auf studienbegleitende Sprachkurse. Für diese Dienstleistungen wird ein Entgelt erhoben.

Studien- und Prüfungsordnungen
Den Beschlussempfehlungen der Senatskommission für Studium und Lehre folgend, befürwortete der Akademische Senat die Änderung folgender Ordnungen:
- Studienordnung für den Studiengang Chemie (B.Sc.)
- Studienordnung für den Studiengang Chemie Diplom
- 5. Ordnung zur Änderung der Magisterprüfungsordnung - Änderung der fachspezifischen Bestimmungen für das Magisternebenfach Wirtschaftsinformatik
- Studienordnung für den Diplomstudiengang Physik
- Studienordnung für den Diplomstudiengang Medizinische Physik
- Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Physik und
- Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Medizinische Physik.

Ordnung - Vergabe von Leistungsbezügen
In 2. Lesung befasste sich der Akademische Senat mit der Ordnung über die Vergabe von "Besonderen Leistungsbezügen", "Funktions-Leistungsbezügen" und "Forschungs- und Lehrzugaben". Die Ordnung, die der Senat zustimmend zur Kenntnis nahm, wird dem Kultusministerium zur Genehmigung vorgelegt und danach im Amtsblatt der Universität veröffentlicht.

Resolution gegen Studiengebühren
Auf Initiative der Studierenden verabschiedete der Akademische Senat eine Resolution gegen die Einführung von Studiengebühren. Der Wortlaut der Resolution wird nach endgültiger redaktioneller Abstimmung unter Beschlüsse des Senats veröffentlicht.

Berufungen
Die Berufungslisten für die W2 "Experimentelle Physik" und die W3 "Polymerisationsre-aktionstechnik" fanden die uneingeschränkte Befürwortung des Senats.
Das Berufungsverfahren für die Professur "Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Handelsrecht" wird nochmals aufgenommen. Dazu wird die von der Fakultät gebildete Beru-fungskommission dem Fakultätsrat und dem Senat erneut einen Berufungsvorschlag vorlegen. In diesem Zusammenhang wurde Prof. Dr. Ernst-Joachim Waschke vom Senat als Senatsbe-richterstatter bestimmt.

Vertretungsprofessuren 2005
Auf der Grundlage des Beschlusses des Rektorats zur Vergabe der Vertretungsprofessuren lag dem Senat eine Liste zu Anträgen für Vertretungsprofessuren vor.
Die dazu geführte Diskussion machte deutlich, dass es nochmals Rücksprachen mit einzelnen Dekanen geben muss.

Ausschreibungen und Berufungskommissionen
Nach den neuen Grundsätzen zur Freigabe von Ausschreibungen nahmen die Senatsmitglieder die Ausschreibungstexte und die Vorschläge für die Berufungskommissionen für folgende Professuren zustimmend zur Kenntnis:
W3 "Zeitgeschichte",
W3 "Allgemeine Soziologie"und
W2 "Neueste Kunstgeschichte und Kunsttheorie"
.
Die endgültige Entscheidung zur Freigabe der Stellen trifft das Rektorat.

Zusammensetzung der Forschungskommission
Darüber hinaus entschied der Akademische Senat über die Nachbesetzung einer vakanten Stelle in der Forschungskommission.

 
Geänderte Form des Pressespiegels

Der aufmerksame Leser des Pressespiegels wird festgestellt haben, dass sich sein Erscheinen seit Januar 2005 geändert hat. Im Zusammenhang mit der Umorganisation von Arbeitsaufgaben in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit fiel die Entscheidung, den Pressespiegel online zu erstellen. Diese neue Form der Auswertung von Printmedien hat zur Folge, dass anstelle von täglich ca. 8 auszuwertenden Zeitungen 500 Quellen/Titel (die Magdeburger Volksstimme gehört zur Zeit leider noch nicht dazu) zur Verfügung stehen. Ab 7:00 Uhr morgens liegen uns die Originaldaten der Printmedienausgaben vor und können nach genau definierten Suchbegriffen recherchiert werden. Diese Suchbegriffe sind im wesentlichen auf die Universität bezogen und umfassen hochschulpolitische und regionale Aspekte nur noch am Rande. Diese Selektion ist mit den anfallenden Kosten zu begründen. Für jeden heruntergeladenen Artikel fällt eine Lizenz an, die für das geschriebene Wort genauso erhoben wird, wie für Musik (GEMA). Mit der Veröffentlichung eines Pressespiegels im Intranet verbinden sich urheberrechtliche Fragen, die mit der nun praktizierten Verfahrensweise auf ein rechtlich sicheres Fundament gestellt werden. Neben der Rechtssicherheit bietet das neue Programm der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit die Möglichkeit, es als Rechercheinstrument für die tägliche Arbeit einzusetzen.
Die neue Form des Pressespiegels ist natürlich auch mit Kompromissen verbunden. Gegen die ohne Zweifel erzielte größere Aktualität, Vollständigkeit und Rechtssicherheit stehen die Tatsachen, dass keine Bilder und im wesentlichen nur Artikel über die Universität veröffentlicht werden.
Zur Zeit befinden wir uns noch in der Phase der Erprobung und sind für jeden Hinweis bzw. jede Anregung dankbar.
Katrin Rehschuh
Anfragen richten Sie bitte an Katrin Rehschuh (Tel. 0345/5521002,
E-Mail: katrin.rehschuh@rektorat.uni-halle.de.)
 
Interessante Vorträge in der Leopoldina

An dieser Stelle möchten wir auf interessante wissenschaftliche Vorträge in der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina aufmerksam machen. Die Veranstaltungen sind öffentlich und interessierte Zuhörer sind herzlich willkommen.
 
Benefizkonzert in der Aula

Spenden für Flutopfer Südostasiens
Das Institut für Musikwissenschaft der Martin-Luther-Universität lädt am 23. Februar um 19.30 Uhr zu einem Benefizkonzert in die Aula ein. Es musizieren das indonesisch-balinesische Gamelan-Ensemble, der Universitätschor, das Akademische Orchester, die Hallenser Madrigalisten sowie das Klezmer-Duo David Drambyan (Armenien) und Susann Stephan (Saxophon - Gitarre) zugunsten der Flutopfer Südostasiens. Die Spenden sollen dabei nicht einer der großen Hilfsorganisationen überwiesen werden, sondern - aufgrund der persönlichen Beziehungen der halleschen Musikethnologie zum südostasiatischen Raum - gezielt für konkrete Projekte zur Verfügung stehen.
 
Tag der Gesundheitsforschung 2005
Motto: "Forschung für gesunde Kinder"
Gesundheitsforschung heißt Heilen durch Verstehen. Am Sonntag, dem 20. Februar 2005, wird erstmals bundesweit ein Tag der Gesundheitsforschung stattfinden. In Halle hat die Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum der Medizinischen Fakultät die Federführung für dieses Projekt übernommen. Zu einem Besuchstag sind ab 11.00 Uhr interessierte HallenserInnen sowie BürgerInnen der Region ins Universitätsklinikum, Ernst-Grube-Straße 40, eingeladen. Den ganzen Sonntag über können sich die Besucher darüber informieren, welche Behandlungsmethoden für Kinder und Jugendliche speziell in Halle (Saale) angeboten werden und an welchen Forschungsprojekten die Wissenschaftler aktuell arbeiten.
 
Seminar zum "Radiomachen"
An alle interessierten Studierenden!
Radio Corax am Unterberg 11 in 06108 Halle bietet wieder ein Seminar zu den Grundlagen des Radiomachens in der Zeit vom 11. bis 13. März 2005 an.
Inhalte: Einführungen und Praxis in den Radiojournalismus, die
Rundfunkpolitik, die Studiotechnik, das Mikrofonsprechen ...
Anmeldungen, Telefon: 0345 4700745
Inhaltliche Fragen, Telefon: 0345 2036841
Ansprechpartner: Thomas Kupfer (Geschäftsführer)
Teilnahmegebühr: 10,00 Euro (mit Teilverpflegung)
Anmeldungen bitte telefonisch unter der oben genannten Rufnummer,
persönlich im Unterberg 11 oder per Mail unter info@radiocorax.de.
Bevorzugt werden TeilnehmerInnen, die gerne ein Praktikum im
Bereich Journalismus und/oder Technik absolvieren möchten!
 
neues theater trifft Universität
Ganz unter uns

Das neue theater halle hält für Universitätsangehörige wieder ein besonderes Angebot bereit. Wer die Komödie von Alan Ayckbourn "Ganz unter uns" am Mittwoch, 16. März, um 20.00 Uhr in der Kommode miterleben möchte, kann seine Karten-Bestellung bis zum 5. März 2005 an der Theaterkasse unter 0345 20 50-2 22 abgeben. Der Kartenpreis / Uni-Kontingent (15 Karten, PG I) beträgt 9,50 Euro (Sie sparen 2 Euro pro Karte!)

Beim Versuch, ihren alten Kleinwagen zu verkaufen, lernen Vera und Dennis (ein sympathisches Paar mittleren Alters mit mittlerem Einkommen, das gemeinsam mit Dennis' Mutter Marjorie in einem Reihenhaus lebt) das potenzielle Käuferpaar Pam und Neil kennen. Eine Freundschaft entsteht, man feiert zusammen die Geburtstage und bemüht sich redlich, liebevoll miteinander umzugehen. Doch hinter der Fassade des Nettseins verbergen sich Unverständnis, Vereinsamung, tatsächliche oder eingebildete Ehe- und Generationsprobleme ...
"Ganz unter uns" ist die wohl schwärzeste Komödie, die der britische Großmeister intelligenter Unterhaltung Ayckbourn bisher für das Theater geschrieben hat.

 
 

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Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
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