9.12.2004
 
Dank des Rektors

Liebe Studierenden, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein ereignisreiches und nicht immer leichtes Jahr 2004 geht zu Ende. An dieser Stelle möchte ich allen Mitgliedern der Universität für die geleistete Arbeit danken. Diesen Dank verbinde ich mit guten Wünschen für eine besinnliche Weihnachtszeit sowie ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2005.
Ihr
Prof. Dr. Wilfried Grecksch
Rektor
 
Neujahrskonzert

Am 14. Januar 2005, 19.00 Uhr lädt der Rektor alle Interessenten herzlich zum traditionellen Neujahrskonzert der Martin-Luther-Universität ein. Es findet in der historischen Aula im Löwengebäude auf dem Universitätsplatz statt. Das diesjährige Neujahrskonzert steht im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Kant-Gesellschaft, die von Hans Vaihinger in Halle gegründet wurde. Eine kurze Einführung zur Verbindung von Jubiläum und Musikauswahl gibt Prof. Dr. Jürgen Stolzenberg (Institut für Philosophie der Martin-Luther-Universität). Es musizieren Alexander Hülshoff, Violoncello, und Stefan Palm, Klavier. Zur Aufführung gelangen Werke von Paul Natorp (1854-1914) und Johannes Brahms (1833-1897).
 
Aus dem Akademischen Senat

Der Akademische Senat der Universität trat am 8. Dezember zu seiner 20. Sitzung zusammen. Die Beschlüsse und Informationen sind im Folgenden zusammengefasst. Im Zusammenhang mit der Frage zur Mitgliedschaft eines Vertreters oder einer Vertreterin des Studierendenrates im Senat beantragte der Studierendenrat eine Überprüfung der Rechtslage durch das Verwaltungsgericht (über das Thema der Zusammensetzung des Senats wurde in Newsletter 10 berichtet). Das Verwaltungsgericht entschied, dass der Vertreter des StuRa bis zum Ende der Legislaturperiode Mitglied im Senat bleibt.
Vor diesem Hintergrund begrüßte der Rektor den Vertreter des StuRa als stimmberechtigtes Mitglied.

Rektoratsbericht 2003/2004
Gemäß § 69 Abs. 4 HSG-LSA legte das Rektorat den Bericht zur Entwicklung der Hochschule für das Jahr 2003/2004 vor. Die Debatte zum Bericht soll im Januar geführt werden. Damit wird jedem Senatsmitglied die Gelegenheit gegeben, sich ausführlich mit dem Material zu befassen.
[Anmerkung: Der Bericht ist im Gremiensekretariat erhältlich.]

Informationen des Rektorats
Die Informationen der Rektoratsmitglieder bezogen sich auf die:
- erfolgreiche Begutachtung der SFB 610 "Protein-Zustände mit zellbiologischer und medizinischer Relevanz" und 648 "Molekulare Mechanismen der Informationsverarbeitung in Pflanzen". Für beide SFB wurde eine Weiterförderung durch die DFG bestätigt.
- Einrichtung einer International Max Planck Research School (IMPRS) for Science and Technology of Nanostructures:
Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Ausbildungsprogramm, das aus einer Zusammenarbeit zwischen der Universität, dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik und dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle resultiert. Es bietet ausländischen sowie deutschen Studierenden eine umfangreiche Ausbildung auf den Gebieten Nanowissenschaften und Nanotechnologie mit dem Ziel der Promotion. Die Eröffnung der IMPRS erfolgt im April 2005.
- W-Besoldung:
Nach den Vorstellungen des Landes sollen aus Mitteln der Exzellenzoffensive 1,2 Mio. Euro zur Einführung der leistungsbezogenen W-Besoldung eingesetzt werden. Diese sollen zuerst in den leistungsstarken Schwerpunktbereichen wirksam werden. Für die Universität bedeutet das insbesondere eine Förderung für die Jahre 2005/2006 in den Bereichen Bio-, Material- und Orientwissenschaften.
- Haushaltssituation:
Kanzler und Prorektor für Strukturentwicklung und Finanzen legten dar, wie die geforderten Einsparungen erbracht werden sollen. Die Einsparsumme von 4,8 Mio. Euro wird insbesondere durch die Umsetzung der beschlossenen Strukturmaßnahmen unter Berücksichtigung der budgetären Kompensation und restriktiven Stellenbewirtschaftung in den Jahren 2005 und 2006 (etwa 50 Stellen können für die Fachbereiche und Fakultäten freigegeben werden) realisiert. Die vom Rektorat gegebene Prognose beruht auf den gegenwärtigen Rahmenbedingungen.

Professorenliste W-Stellen/C-Stellen
In erster Lesung befasste sich der Senat mit einer Liste zur künftigen Professorenstruktur an der Universität. Aufgrund der Einführung des neuen Besoldungsrechts war in der Vorlage des Rektorats die Überführung der C-Besoldung in die W-Besoldung zu berücksichtigen.
Der Vorschlag widerspiegelt das gesetzlich vorgegebene Verhältnis von 60 : 40 bei W3 : W2. Eine endgültige Erklärung des Senats konnte zu dieser Thematik noch nicht erfolgen, da die gesetzliche Voraussetzung (Rechtsverordnung des Kultusministeriums) noch fehlt.

Leitfaden für die Zwischenevaluation von Juniorprofessuren
Die Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren werden nach § 41 HSG-LSA für die Zeit von 3 Jahren befristet ernannt. Das Gesetz macht die Verlängerung des Beamtenverhältnisses um weitere 3 Jahre von der Bewährung der Juniorprofessoren im Amt abhängig. Über die Bewährung muss der Senat auf Vorschlag des Fachbereichs unter Berücksichtigung einer Evaluation entscheiden. In einem Leitfaden wird der Rahmen beschrieben, wie die Evaluation ablaufen soll. Über diesen Leitfaden, der in der Struktur- und Finanzkommission erarbeitet wurde und an dessen Erarbeitung auch Juniorprofessoren beteiligt waren, diskutierten die Senatsmitglieder und legten fest, den in dem Leitfaden angegebenen Zeitrahmen als maximalen anzusehen und unbedingt eine Verkürzung der zeitlichen Vorgaben zu realisieren. In diesem Sinne erging der Auftrag, eine Überarbeitung vorzunehmen, wobei eine grundsätzliche Zustimmung erfolgte. Nach Überarbeitung des Leitfadens ist dieser unter der Internetadresse: http://www.verwaltung.uni-halle.de/SENAT/senat/beschlue3.htm nachzulesen.

Grundsätze der Aufteilung der Finanzmittel
Das Rektorat legte dazu eine Vorlage zur Erörterung vor, die nach intensiver Diskussion ein mehrheitliches Votum des Senats fand. Auf der Grundlage der verabschiedeten Grundsätze, die im wesentlichen denen des vergangenen Jahres entsprechen, wird die Aufteilung der Finanzmittel für 2005 erfolgen.

Vorlesungszeiten 2005/2006 und 2007
Der Senat entschied über den Studienjahresablauf. Danach definieren sich Beginn und Ende der Vorlesungszeiten für o. g. Studienjahre wie folgt:
Wintersemester 05/06
Beginn: 10.10.2005, Ende: 03.02.2006
Sommersemester 06
Beginn: 03.04.2006, Ende: 14.07.2006
Wintersemester 06/07
Beginn: 09.10.2006, Ende: 02.02.2007
Sommersemester 07
Beginn: 02.04.2007, Ende: 13.07.2007
Für beide Studienjahre sind sowohl für das Wintersemester als auch für das Sommersemester 15 Wochen festgesetzt. Unterbrechungen ergeben sich wie folgt zum Jahreswechsel: 24.12.2005-07.01.2006 bzw. 23.12.2006-05.01.2007 und darüber hinaus zu allen gesetzlichen Feiertagen.

An-Institute - Berichte
Vom Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und internationale Beziehungen wurden Berichte zu den An-Instituten vorgelegt. Der Senat hat bis zur Januar-Sitzung die Möglichkeit, sich mit diesem ausführlichen Material intensiv zu befassen. Für die Januar-Sitzung ist die Diskussion vorgesehen.

Hochschulpartnerschaften mit der Beijing University of Chemical Technology China und der Baschkirischen Staatlichen Universität Ufa
Die Senatoren bestätigten die Empfehlung der Forschungskommission, mit beiden o. g. Hochschuleinrichtungen Universitätsverträge abzuschließen. Die Fachbereiche Biochemie/Biotechnologie, Chemie, Ingenieurwissenschaften und Mathematik/Informatik bekundeten ihr Interesse an einer intensiven Zusammenarbeit mit der Beijing-Universität.
An der Partnerschaft mit der Universität Ufa werden sich insbesondere die Fachbereiche Geowissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Physik beteiligen.

Berufungen
Die Berufungslisten für die C3-Professur "Nuklearmedizin", C4-Professur "Pädiatrie" und die C4-Professur "Neurochirurgie" fanden die uneingeschränkte Befürwortung des Senats.
Die Liste für die C4-Professur "Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Handelsrecht" erreichte nicht die erforderliche Mehrheit im Senat.

In der Folge wurden weitere Beschlüsse getroffen. Sie bezogen sich auf:
- die Einrichtung eines Aufbaustudiengangs Multimedia & Autorschaft (Master of Art - MA),
- die Zweite Ordnung zur Änderung der Diplomprüfungsordnung und Studienordnung für den Studiengang Psychologie,
- die Zusammensetzung von Berufungskommissionen,
- Gastprofessoren 2005 und
- die Zusammensetzung von Senatskommissionen und der Ständigen Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens.

Kuratorium der Universität
Der Senat komplettierte das Kuratorium der Universität. Gemäß § 74 HSG-LSA besteht dieses besondere Organ der Hochschule aus fünf stimmberechtigten Mitgliedern, die nicht Mitglieder der Hochschule sein dürfen.
Auf Vorschlag des KM wurde Prof. Dr. Hans Joachim Meyer für dieses Gremium gewählt. Bereits in vorangegangenen Sitzungen erfolgte die Wahl der vier anderen Mitglieder. Nach dem Willen des Senats wird sich das Kuratorium wie folgt zusammensetzen:
Prof. Dr. Rita Süssmuth
Manfred Aumann
Prof. Dr. Volker ter Meulen
Gerd Köhler
Prof. Dr. Hans Joachim Meyer

Die Konstituierung wird 2005 erfolgen.

Stellvertretender Ombudsmann
Eine weitere Personalentscheidung stand abschließend auf der Tagesordnung. Prof. Dr. Klaus Humbeck (FB Biologie) wurde zum stellvertretenden Ombudsmann ernannt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Elmar Wahle an.

 
Handreichung zur Gestaltung gestufter Studiengänge

Ab sofort ist eine "Handreichung zur Gestaltung gestufter Studiengänge (Bachelor & Master) an der Universität Halle-Wittenberg" auf den Internetseiten "Bachelor und Master" des Prorektorats für Studium und Lehre abrufbar. Die Handreichung wendet sich an Lehrende, die mit der Konzeption und Gestaltung gestufter Studiengänge auf der Grundlage der "Eckwerte zur Modularisierung und zur gestuften Studienstruktur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" befasst sind.
 
Tag der Gesundheitsforschung 2005
Motto: "Forschung für gesunde Kinder"
Am Sonntag, dem 20. Februar 2005, wird erstmals bundesweit ein Tag der Gesundheitsforschung stattfinden. Die Initiative dazu ging von Vertretern der Wissenschaft (Wissenschaftsrat, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Interdisziplinäre Zentren für Klinische Forschung, Kompetenznetze in der Medizin) aus. Bundesweit werden sich fast alle Universitätskliniken an dieser Aktion beteiligen.
In Halle hat die Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum der Medizinischen Fakultät die Federführung für dieses Projekt übernommen. Vorbereitet wird ein Besuchstag im Universitätsklinikum, Ernst-Grube-Straße 40, zu dem interessierte HallenserInnen sowie BürgerInnen der Region eingeladen sind. Wissenschaftlich orientierte Vorträge, Ausstellungen und Erläuterungen zu modernen Behandlungen sollen zeigen, wie sich die Kinder- und Jugendmedizin entwickelt hat und auf welchen Gebieten aktuell geforscht wird.
 
neues theater trifft Universität
Oberst Schädel Hirn Dings - Theaterbesuch zu Weihnachten

Das neue theater halle hält zu Weihnachten für Universitätsangehörige ein besonderes Angebot bereit. Wer das bulgarische Gegenwartsstück von Hristo Boytchev "Oberst Schädel Hirn Dings" am Sonnabend, 25. Dezember, um 19.30 Uhr, im Großen Saal miterleben möchte, kann seine Karten-Bestellung bis zum 20. Dezember 2004 an der Theaterkasse unter 0345 20 50-2 22 abgeben. Der Kartenpreis / Uni-Kontingent (20 Karten) beträgt 7,50 Euro (Sie sparen 4 Euro pro Karte!)

Irgendwo in Bulgarien in einem ländlichen Kreiskrankenhaus: In einer der Krankenhausabteilungen liegen jene "besonderen Fälle", die nicht mehr wissen, wer oder was, geschweige denn, wo sie sind. Einige von ihnen haben ein zu ausgeprägtes, andere kein Gedächtnis. So wie der so genannte Kotusow, von dem es heißt, er sei mit einem Flugzeug abgestürzt. Zumindest fand man ihn bewusstlos auf einem Kartoffelacker neben einem ausgebrannten Wrack. Die ärztliche Diagnose lautet "Contusio Cerebris", Schädel-Hirn-Trauma. Doch was wäre, wenn es sich bei diesem Kotusow in Wirklichkeit um einen Flieger handelt? Seine Mitpatienten gehen der Sache auf den Grund. Denn wer weder Gedächtnis noch Biographie besitzt, muss beides bekommen. Und so entsteht eine verlockende neue Identität für Kotusow: Er wird über Nacht zum Oberst Contusio Cerebris mit einer Villa, stattlicher Pension und einer bezaubernden Frau ...

 
 

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