15.07.2004
 
Aus dem Akademischen Senat


Der Senat traf sich zu zwei Sitzungen. Zur 16. Sitzung, am 5. Juli 2004, war die Erörterung der Zielvereinbarung vorgesehen. Diese Sitzung wurde jedoch unterbrochen und am 7. Juli fortgesetzt. Hintergrund der Unterbrechung war, dass es keine ausreichende Substanz für die Erörterung der Zielvereinbarung gab. Am 5. Juli lag den Senatoren lediglich ein Entwurf für die Zielvereinbarung seitens der Universität vor, der aber noch nicht mit dem Kultusministerium abgestimmt war.
Am 7. Juli lag eine Fassung des Entwurfs der Ergänzungsvereinbarung zur Zielvereinbarung vor, die den Senatsmitgliedern wegen der erst am Vorabend erfolgten Abstimmung mit dem Kultusministerium kurzfristig zuging. Aus den Reihen der Statusgruppe der Studierenden bzw. der wissenschaftlichen Mitarbeiter wurde der Antrag gestellt, dass der Senat beschließen solle, dem Rektorat zu empfehlen, die vorliegende Ergänzungsvereinbarung zur Zielvereinbarung zwischen dem Kultusministerium und der Martin-Luther-Universität nicht zu unterschreiben.
In namentlicher Abstimmung votierten die Senatoren mit 12 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen und ohne Stimmenthaltung, was bedeutete, dass der Antrag abzulehnen war.
Nach einer gemeinsamen Erklärung der Statusgruppenvertreter der wissenschaftlichen Mitarbeiter, Studierenden und sonstigen Mitarbeiter verließen die Vertreter dieser Gruppen geschlossen die Sitzung.
Auch die Vertreter der Ingenieurwissenschaften im Senat verließen vorzeitig die Sitzung.
Danach erörterte der Senat das vorliegende mit dem Kultusministerium abgestimmte Papier.
Der Rektor beendete die Sitzung mit dem Hinweis, dass es nun Sache des Rektorats sei, wie die Diskussionsergebnisse im Senat in den Verhandlungen mit dem Kultusministerium berücksichtigt werden.

Zur 17. Sitzung traten die Senatoren am 14. Juli 2004 zusammen.
Der Rektor informierte über den Fortgang zur Zielvereinbarung: Das Rektorat entschied am 8. Juli 2004, die Zielvereinbarung in der Fassung zu unterschreiben, wie sie den Senatsmitgliedern als Tischvorlage vorgelegt wurde. Am 9. Juli stellten drei Mitglieder des Senats den Antrag auf eine einstweilige Anordnung, die darauf abzielt, dem Rektor zu untersagen, die Ergänzungsvereinbarung zur Zielvereinbarung zwischen der Martin-Luther-Universität und dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt zu unterzeichnen. Vor dem Hintergrund eines schwebenden Rechtsstreites äußerte sich der Rektor dazu jedoch nicht näher, sondern gab nur den Termin einer voraussichtlichen Entscheidung, Freitag, 16. Juli 2004, bekannt.

Eckwertepapier
Wesentlicher Diskussionsgegenstand der Senatssitzung war das vom Prorektorat für Studium und Lehre eingereichte Eckwertepapier zur Modularisierung und zur gestuften Studienstruktur an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Senatskommission für Studium und Lehre und wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts für Hochschulforschung erarbeitete das vorliegende Papier. Außerdem berücksichtigt es Hinweise aus den Fachbereichen und Fakultäten, die im Diskussionsprozess ergangen sind. Inhalt des Eckwertepapiers sind Rahmenvorgaben, um Kompatibilität und Kombinierbarkeit der Studienfächer im Rahmen der gestuften Studiengänge an der gesamten Universität zu gewährleisten.
Zur Erinnerung: Der Akademische Senat hatte bereits am 17.12.2003 beschlossen, sich am Prozess der Einführung des zweistufigen Studiensystems in allen dafür geeigneten Bereichen zu beteiligen und das Prorektorat beauftragt, verbindliche Rahmenvorgaben für die Einführung gestufter Studiengänge zu erarbeiten.
Mit geringen Modifikationen verabschiedete der Senat das Eckwertepapier.

Ordnungen
Verabschiedet wurden von den Senatoren folgende Ordnungen:
- Studienordnung LA Biologie an Gymnasien und Sekundarschulen,
- Studienordnung LA Physik an Gymnasien und Sekundarschulen,
- Satzungsänderung zur Studien- und Prüfungsordnung Ingenieurwissenschaften - Vertiefung Ingenieurinformatik,
- Studienordnung Ethnologie,
- Satzungsänderung Magisterprüfungsordnung,
- Promotionsordnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät,
- Satzungsänderung der Ethikkommission und
- Ergänzung der Entgeltordnung der ULB.

Berufungen
Außerdem befürworteten die Senatsmitglieder die Berufungslisten für folgende C-Stellen:
C4-Professur "Gynäkologie und Geburtshilfe",
C3-Professur "Geburtshilfe" und
C4-Professur "Hals-Nasen-Ohrenheilkunde".
Anträge zu Apl.- bzw. Honorarprofessuren aus den Bereichen Medizin, Sprach- und Literaturwissenschaften und Landwirtschaft sowie die Liste der Vertretungsprofessuren für das Wintersemester 2004/2005 passierten ebenfalls den Senat.

Kuratorium der Universität
Einen ersten Austausch gab es zur Besetzung des Kuratoriums. Das Rektorat unterbreitete Vorschläge für die Nominierung der Kandidaten, die durch die Universität gestellt werden können.
Das Kuratorium setzt sich auf der Grundlage des neuen Hochschulgesetzes aus fünf Mitgliedern zusammen, wobei vier von der Universität und ein Mitglied vom Kultusministerium nominiert und vom Senat gewählt werden.
Als besonderes Organ der Hochschule berät und unterstützt es die Universität in allen Angelegenheiten und fördert ihre Profilbildung, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
In nichtöffentlicher Sitzung am 21. Juli 2004 wird sich der Senat (wahrscheinlich abschließend) mit den Vorschlägen der Universität zum Kuratorium befassen.

 
Serviceaktion für ausländische Studierende


Besonderes Angebot nicht verpassen!
Ein spezielles Angebot zum Studienbeginn haben Universität und Stadt vereinbart, um ausländischen Studierenden nach ihrer Ankunft in Halle lange Wartezeiten bei der Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung in der Ausländerbehörde zu ersparen. An fünf Terminen im Oktober und November jeweils von 8-15 Uhr wird die Ausländerbehörde ausschließlich die Erstanträge neuer ausländischer Studierender und StudienkollegiatInnen bearbeiten.

 
Radio CORAX sucht Interessenten
Honorarstellen für den Neuaufbau der Kinderredaktion zu vergeben

Für den Neuaufbau der Kinderredaktion GRÜNSCHNABEL sucht Radio CORAX ab 1. August 2004 zwei Koordinatoren / Koordinatorinnen auf Honorarbasis (30 h/mtl., 450 Euro). Projektinhalt ist u. a. die Betreuung und Begleitung der Kinderredaktion und ihres Sendeplatzes, der Aufbau einer zweiten Redaktionsgruppe, das Führen von Kooperationsgesprächen mit Bildungseinrichtungen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Bewerbungen können formlos unter Angabe der persönlichen Motive und vorhandener Vorkenntnisse erfolgen an:
Radio CORAX; Unterberg 11; 06108 Halle oder per E-Mail: info@radiocorax.de.
Ansprechpartner: Geschäftsführer Thomas Kupfer, Tel. (Büro): 0345 4700745

Der nächste Newsletter erscheint im September 2004. Die Newsletter-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern eine erholsame Sommerpause.

 
 

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