18.06.2004
 
3. Lange Nacht der Wissenschaften am 2. Juli 2004


Am 2. Juli 2004 locken wieder Universität und andere Forschungseinrichtungen ab 19 Uhr zu einer Abendtour durch die hallesche Wissenschaftslandschaft. Alle Interessierten können sich in den unterschiedlichen Labors, Instituten, Museen, Kliniken und Bibliotheken von 19 bis 1 Uhr nachts umsehen und Wissenschaft vor Ort erleben. Auf dem Programm stehen Vorführungen, Experimente, Vorträge, Diskussionsrunden, Führungen, und Präsentationen. Unterstützt wird die Lange Nacht durch die Stadtwerke Halle GmbH (Hauptsponsor).

 
Aus dem Akademischen Senat


Am 16. Juni trat der Akademische Senat der Martin-Luther-Universität zu seiner 15. Sitzung zusammen. Wesentlicher Verhandlungsgegenstand war die Erörterung des modifizierten Vorschlags des Rektorats zur Umsetzung des Hochschulstrukturplanes des Landes an der Martin-Luther-Universität.
In seinem Eingangsstatement erklärte der Rektor ausdrücklich, dass die Universität alle bestehenden Studiengänge und -fächer zur Einschreibung für das Wintersemester 2004/2005 anbietet. Hintergrund dieser Erklärung war ein Antrag aus dem Kreis der Senatoren, der sich dann als gegenstandslos erwies.
Weitere zu diesem Tagesordnungspunkt gestellte Anträge bezogen sich darauf, den modifizierten Vorschlag des Rektorats abzulehnen und sich gegen jegliche Kürzungen an der Martin-Luther-Universität mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr zu setzen bzw. sich für das Strukturkonzept Martin-Luther-Universität 2012 einzusetzen. Diese Anträge wurden abgelehnt.

Trotz anfänglicher Turbulenzen - eine große Anzahl von Studierenden demonstrierten gegen den Sparkurs - kam es im Verlauf der Sitzung zu einer konstruktiven Diskussion. In dieser wurde deutlich, dass sich Lösungen für die Bereiche Psychologie und Sportwissenschaft abzeichnen. Durch das Umschichten der Ressourcen innerhalb der Philosophischen Fakultät könnten vier notwendig zu finanzierende C-Stellen, die neben den Professuren für pädagogische Psychologie für die Ausbildung von Psychologen erforderlich sind, kompensiert werden. Für die Sportwissenschaft zeichnet sich der Erhalt in neuen Strukturen ab. Der Bereich könnte über die Lehrerausbildung hinaus durch eine enge Verzahnung mit den Ernährungswissenschaften erhalten bleiben.
Offen gestaltete sich die Diskussion noch hinsichtlich der Ingenieurwissenschaften und der Musikausbildung. In diesem Prozess sind die Ergebnisse der Moderationen zu beiden Bereichen, die vom Kultusministerium initiiert wurden, abzuwarten.

Im Zusammenhang mit der Erörterung der Zielvereinbarung kündigte der Rektor die Notwendigkeit einer Sondersitzung an. Er schlug dafür den 5. Juli 2004 (14 Uhr) als möglichen Termin vor.

Sonderforschungsbereiche
Die Senatoren entschieden, den Antrag auf Neueinrichtung eines SFB mit dem Thema "Molekulare Mechanismen der Informationsverarbeitung in Pflanzen" an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) weiterzuleiten. Neben Arbeitsgruppen des Fachbereichs Biologie, der Landwirtschaftlichen Fakultät, des Fachbereichs Pharmazie und des Biozentrums sind an dem Projekt das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie und das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben beteiligt.
Bestätigt wurden - jeweils in der 2. Förderperiode - die Fortsetzungsanträge für den SFB "Proteinzustände mit zellbiologischer und medizinischer Relevanz" (gemeinsamer Antrag der Universitäten Leipzig und Halle) und den SFB "Herzversagen im Alter. Zelluläre Mechanismen und therapeutische Einflussnahme".

Ausschreibungen
Außerdem bestätigten die Senatoren drei Denominationsänderungen an der Medizinischen Fakultät und die Freigabe folgender C-Stellen zur Ausschreibung: C4 "Molekulare Medizin/Pathophysiologie" und C3 "Physiologie".

 
Thalia Theater Halle
Tartuffe von Jean Baptiste Molière

Zur Premiere von Molières "Tartuffe" - Open Air auf dem Universitätsplatz - lädt das Thalia Theater am 25. Juni um 21 Uhr herzlich ein. (Regie: Carlos Manuel/ Bühne: Gernot Schulz/ Kostüme: Vinzenz Gertler/ Termine: 25. bis 30. Juni und 5. bis 11. Juli 2004, immer 21 Uhr)
Die Komödie spielt in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Paris. Es ist ein grotesk-komisches Schauspiel, mit aberwitzigen Szenen und einem derben Humor, das alle Normen und Konventionen aufs Korn nimmt - ein bittersüßer Spaß für Publikum und Spieler.

 
 

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