16.05.2003
 
Hochschulwahlen 2003
Vorläufige Wahlergebnisse im Internet
Am 14. Mai 2003 fanden an der Martin-Luther-Universität die Wahlen zu den akademischen Gremien der Selbstverwaltung (Senat, Konzil) sowie der Gleichstellungsbeauftragten statt. Die Wahlbeteiligung war im Durchschnitt recht gut. Dabei gab es erhebliche Unterschiede in den einzelnen Gruppen der Universitätsangehörigen. Die größte Wahlbeteiligung erreichten mit über 80 Prozent die Professoren. Die vorläufigen Wahlergebnisse sind im Internet unter http://www.verwaltung.uni-halle.de/wahlen/hochsch/hs03/sen (SENAT) bzw. unter http://www.verwaltung.uni-halle.de/wahlen/hochsch/hs03/kon (KONZIL) abrufbar. Die endgültigen Wahlergbnisse werden am 21. Mai nach der Prüfung durch den Wahlausschuss vorliegen.
 
Aus dem Senat
Erklärung verabschiedet

Der Akademische Senat trat am 14. Mai 2003 zu seiner 33. Sitzung zusammen.
Die Senatsmitglieder verabschiedeten in dieser Sitzung eine Erklärung zum Papier des Kultusministeriums zur "Neuordnung der Hochschullandschaft des Landes Sachsen-Anhalt – Prämissen- und Planungsanstoß".
Sie hat folgenden Wortlaut:
Die Notwendigkeit der Profilierung und Schwerpunktbildung innerhalb der Hochschullandschaft Sachsen-Anhalts auf der Grundlage der Empfehlungen des Wissenschaftsrates von 1992/1996 sowie der Hochschulstrukturkommission, des Hochschulmedizingesetzes und der Vereinbarung der Rektoren der beiden Universitäten mit dem Ministerpräsidenten zur weiteren Entwicklung der Ingenieurwissenschaften in Sachsen-Anhalt vom März 1998 wird grundsätzlich anerkannt.
Sollte es politischer Wille der Landesregierung sein, die Lehrerausbildung in Halle zu konzentrieren, so bietet die Martin-Luther-Universität mit ihren Strukturen gute Voraussetzungen für die Übernahme der Gesamtverantwortung für die Lehrerausbildung in den allgemeinbildenden Fächern und die dazugehörigen fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Anteile. Der Prozess der Übernahme der Lehrerausbildung von Magdeburg nach Halle muss jedoch in einem geordneten Rahmen, in einem angemessenen Zeitraum und auf der Basis einer fächerbezogenen Bedarfsanalyse erfolgen.
Zur Entwicklung der Ingenieurwissenschaften gilt für die Universität und das Land die Vereinbarung des Ministerpräsidenten und der Rektoren der beiden Universitäten aus dem Jahre 1998. Diese Vereinbarung wurde durch das Land nochmals im Rahmen des Kabinettsbeschlusses vom Februar 2000 zur langfristigen Hochschulentwicklung bekräftigt. Eine Konzentration der Ingenieurausbildung auf die Material- und Biowissenschaften erfordert nach wie vor die Notwendigkeit des Abschlusses eines Diplomingenieurs. Die verstärkte Kooperation mit der regionalen Industrie und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen unterstützen diese Notwendigkeit.
Die Gespräche mit der Fachhochschule Anhalt zur Einrichtung eines gemeinsamen Studienganges "Ressourcenmanagement" werden intensiviert. Zu den Studiengängen der Agrarwissenschaften erfolgen bei Bedarf Abstimmungen zu Studienmodulen.
Im Interesse der notwendigen Planungssicherheit bekräftigen die Senatoren ihre Forderung, die sie bereits in der Erklärung des Senates zu den Zielvereinbarungen formulierten, dass Haushaltszusagen für das Folgejahr spätestens im Juni des laufenden Jahres erfolgen müssen.
Um Schaden von der Reputation und der Entwicklung der Universität abzuwenden, fordert der Senat in den Bereichen, die von der Diskussion zur Umstrukturierung nicht betroffen sind oder bei denen bereits ein Einvernehmen erzielt wurde, den Stillstand des Berufungsgeschehens zu beenden und unverzüglich die anstehenden Rufe auszusprechen bzw. die Ernennungen von Honorarprofessoren und Außerplanmäßigen Professoren vorzunehmen.
Ebenfalls wird davon ausgegangen, dass die im 33. Rahmenplan verankerten Bauten die mit HBFG- oder EFRE-Mitteln gefördert werden, weiterhin zügig vorbereitet und durchgeführt werden. Auch kleine Baumaßnahmen dürfen nicht ins Stocken geraten.

Prof. Dr. Wilfried Grecksch
Rektor

Außerdem trafen die Senatsmitglieder in der Mai-Sitzung folgende Entscheidungen:
Sie stimmten der Denominationsänderung der C3-Professur "Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin" in C3 "Geburtshilfe" zu.
Die Senatoren verabschiedeten zwei Ausschreibungstexte, für die C4-Professur "Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde" und die C3-Professur "Geburtshilfe".
Es wurde die Entscheidung getroffen, den Bereich Hauswirtschaft zu schließen.
Nach dem Willen des Senats wird eine Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht am Institut für Wirtschaftsrecht der Juristischen Fakultät eingerichtet.

Darüber hinaus verabschiedeten die Senatoren folgende Ordnungen:
– Prüfungsordnung für den Studiengang Angewandte Geowissenschaften MSc
– Studienordnung für den Studiengang Angewandte Geowissenschaften MSc
– Studienordnung für den Studiengang Angewandte Geowissenschaften BSc
– Studienordnungen Lehramt Russisch an Gymnasien und Sekundarschulen
– Studienordnung für das Fach Evangelische Theologie Hauptfach und Nebenfach im Magisterstudiengang

Bestätigung fand ebenfalls die Verwaltungs- und Benutzungsordnung für das Institut für Ethnologie des Fachbereichs Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften.
Weiterer Verhandlungspunkt war ein erster Bericht zu den An-Instituten. Im Ergebnis der Diskussion wurde festgehalten, dass in den nächsten Jahren eine Evaluierung der An-Institute erfolgt, wobei noch im Jahr 2003 mit der Evaluierung von vier An-Instituten begonnen wird.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beschloss der Akademische Senat eine Liste zur Besetzung der Juniorprofessur "Zelldifferenzierung".
Entscheidungen wurden des weiteren zu drei Außerplanmäßigen Professuren und zwei Ehrenpromotionen getroffen. Die Ehrendoktorwürde erhalten Prof. Dr. Jürgen Baumert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin (Antrag des FB Erziehungswissenschaften) und Herr Terence Best Brentwood, Essex (Antrag des FB Musik-, Sport- und Sprechwissenschaften).

 
Neues aus der Medizin
Erweiterungsbau des Klinikums vor Fertigstellung
Seit Anfang Mai hat der Umzug im Universitätsklinikum Halle begonnen. Nach vier Jahren Bauzeit ist dort ein Erweiterungsbau entstanden, der nach vollständigem Bauende einmal eine Größe von 28 000 Quadratmetern haben wird. Zudem sind bereits etliche Teile des alten Klinikums saniert worden. Ende 2003 werden dann im Universitätsklinikum Halle fast alle medizinischen Fachbereiche an einem Standort vereinigt sein. Am 6. Juni übergibt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Professor Wolfgang Böhmer den Klinikums-Erweiterungsbau feierlich seiner Bestimmung.
Tag der offenen Tür
Um interessierten Bürgern aus Halle und dem Umland das neue Universitätsklinikum vorzustellen, wird es am 7. Juni einen Tag der offenen Tür geben. Es sind Einblicke in den hochmodernen OP-Trakt mit 20 Sälen möglich, die neuen Intensivstationen werden vorgestellt und man kann sich zum Beispiel die Klinik für Augenheilkunde erklären lassen. Den ganzen Tag lang wird es für die Gäste in den Hörsälen im Universitätsklinikum populärwissenschaftliche Vorträge zu aktuell-medizinischen Themen geben.
 
neues theater trifft Universität
Dr. Faustus von Christopher Marlowe
Das neue theater Halle hält zum Ende seiner Spielzeit 2002/2003 für alle Universitätsangehörigen ein besonderes Angebot bereit: Ab jetzt bietet das Theater in jedem Monat für eine nt-Vorstellung ein Kontingent zwischen 20 und 30 Karten zu einem Sonderpreis an, der ca. 2 Euro pro Karte unter dem üblichen Preis liegt. Selbstverständlich gilt dieser Preis auch für die begleitenden Verwandten, Freunde, Ehepartner(in) bzw. Lebensgefährten(in).
Informationen über die entsprechende Vorstellung (Datum, Uhrzeit, Inhalt, Kartenpreis, Bestellungszeitraum) erhalten Interessenten künftig im Newsletter der Universität.
Das erste Angebot sind 20 Karten für "Dr. Faustus" von Christopher Marlowe (Regie: Prof. Manfred Wekwerth). Es handelt sich um die Aufführung am 5. Juli 2003 um 20 Uhr im Dom zu Halle (1. Vorstellung nach der Premiere des Stücks!). Der Kartenpreis beträgt 10 Euro.
Sobald Sie sich entschieden haben, die angebotene Vorstellung zu besuchen, rufen Sie einfach die nt-Theaterkasse unter 0345 20 50 222/223 an und bestellen aus dem Uni-Kontingent die entsprechende Kartenzahl. Die Karten liegen dann am Tag der Vorstellung an der Abendkasse bis eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn (falls nicht anders vereinbart) für Sie bereit.
Bestellungen für dieses Stück sind bis zum 20. Juni 2003 an der nt-Theaterkasse möglich.
 
 

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