Vom 13. bis 15. September veranstalten der Sonderforschungsbereich
418 (SFB) und das Institut für Physik der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg in der Leucorea in der Lutherstadt Wittenberg
einen internationalen Workshop zum Thema "Soft meets
Hard Structure and Properties under Confinement".
1996 wurde der SFB 418 zur Thematik "Struktur und
Dynamik nanoskopischer Inhomogenitäten in kondensierter
Materie" am Institut für Physik eingerichtet.
In diesem Forschungsverbund untersuchen die Forscher der
Universität und des Max-Planck-Instituts eine Vielfalt
von Materialen seien es Festkörper (Kristalle),
Polymere (wie zum Beispiel Kunststoffe, Autoreifen, DNA)
oder auch Gläser. Alle untersuchten Stoffsysteme haben
die Eigenart, komplexe Strukturen auf der Nanoskala auszubilden,
die oft entscheidend für die makroskopischen Eigenschaften
von Materialien sind. Ziel der Projekte ist es, zum grundlegenden
Wissen über derartige Materialien beizutragen.
Bild:
Sexithiophen auf Silber
Organische Moleküle im direkten Kontakt mit Metalloberflächen
ordnen sich, wie hier das Rastertunnelmikroskopie-Bild für
stäbchenförmige Sexithiophenmoleküle (je
2.6 Nanometer lang) auf Silber zeigt, wie die Steine eines
Baukastens zu neuen, hochsymmetrischen Strukturen in zwei
Dimensionen. Dabei spielt die molekulare Selbsterkennung,
das Zusammenfügen der Moleküle wie in einem Puzzlespiel,
eine wesentliche Rolle für die von der Natur realisierten
Strukturen.
Aufgrund der erfolgreichen Arbeit wurde der SFB 418 auf
die maximale Laufzeit von 12 Jahren bis 2008 verlängert.
Bevor die Forschungsergebnisse u. a. im September nächsten
Jahres im Rahmen der Veranstaltung "Highlights der
Physik" vorgestellt werden, deren Ausrichtung gerade
an Halle vergeben wurde, wollen die Wissenschaftler mit
der Konferenz in Wittenberg ihr Sichtfeld auf mögliche
Projekte in der Zukunft vergrößern.
Der interdisziplinäre Workshop, bei dem neben der
Physik auch Chemie und Biologie vertreten sein werden, ist
somit zukunftsweisend für die Forschung am Institut
für Physik. Der Titel der Veranstaltung, "Soft
meets Hard", ist Programm. Die Wissenschaftler streben
in der Zukunft an, gezielt weiche' mit harten'
Stoffen zu kombinieren, um so Materialien mit neuartigen
Eigenschaften zu kreieren (BILD).
Zu der Konferenz werden renommierte Forscher aus Deutschland
sowie aus Frankreich, Russland, Dänemark, Kanada und
Korea erwartet.
(Nadja Sonntag, 5.09.2007)
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Steffen Trimper
E-Mail: steffen.trimper@physik.uni-halle.de