Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.97 - 31.12.98

ZUSAMMENARBEIT MIT AUSSERUNIVERSITÄREN FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN


Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz

 

Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), Halle

Die Zusammenarbeit der Landwirtschaftlichen Fakultät mit den gemeinsam berufenen Professoren des IAMO (Prof. Dr. Monika Hartmann: Agrarmärkte, Agrarvermarktung, Weltagrarhandel, Prof. Dr. Klaus Frohberg: Rahmenbedingungen des Agrarsektors und Politikanalyse, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Tillack: Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum) verläuft kontinuierlich. Neben Forschungsprojekten bestehen regelmäßige Kontakte bei der Betreuung von Diplomarbeiten, in der Lehre im Diplomstudiengang (Studienrichtung "Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus") sowie im Zusatzstudienganges "Standort- und umweitgerechte Landwirtschaft in den Transformationsländern".

Gemeinsame Kolloquien des IAMO und des Institutes für Agrarökonomie und Agrarraumgestaltung sind fest etabliert und finden regelmäßig im 14-tägigen Rhythmus für alle Studierenden und Mitarbeiter der Fakultät statt.

 

Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), Halle

Traditionsgemäß bestehen aufgrund des gemeinsamen Standortes und der gemeinsamen Berufung der C4-Professur für Zellbiochemie (Frau Prof. Dr. Toni M. Kutchan) bzw. der apl. Professur für Herrn Dr. Claus Wasternack enge Beziehungen in Forschung und Lehre zwischen dem IPB und der Martin-Luther-Universität. Dies betrifft am Fachbereich Biochemie/Biotechnologie gemeinsame Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des pflanzlichen Hormonstoffwechsels, der Übernahme zellbiologischer und molekularbiologischer Ausbildungsanteile im Diplomstudiengang Biochemie durch das IPB, gemeinsame Nutzung von Großgeräten und wissenschaftlichen Zeitschriften sowie die Kooperation bei wissenschaftlichen Veranstaltungen.

Zwischen der Abteilung Naturstoffchemie des IPB und dem Fachbereich Chemie der Martin-Luther-Universität besteht seit Gründung des Instituts eine erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit. Die enge kooperative Verflechtung beider Bereiche wird insbesondere deutlich durch:

Zu sehr guten Forschungsergebnissen hat im Berichtszeitraum die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Gruppe von Professor Merzweiler auf dem Gebiet der Strukturaufklärung neuer pflanzlicher Biomoleküle geführt. Mit dem Nachfolger von Herrn Professor Adam sollten auch Möglichkeiten geprüft werden, die beiderseitigen Forschungspotenzen unter Einbeziehung weiterer Gruppen in einem interdisziplinär orientierten Sonderforschungsbereich zu bündeln.

Innerhalb des Sonderforschungsbereiches 363 "Molekulare Zellbiologie pflanzlicher Systeme", insbesondere auf den Gebieten der molekularbiologischen Analyse, der Genetik und Zell- und Pflanzenphysiologie besteht eine enge Kooperation zwischen dem IPB und Einrichtungen der Universität. Darüber hinaus ist das IPB in das Innovationskolleg "Zellspezialisierung: Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Signaltransfer, Redoxkontrolle und Stressantwort in Pflanzen, Tier und Mensch" integriert.

 

Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), Gatersleben

Die Zusammenarbeit des Fachbereichs Biologie mit dem IPK vollzieht sich ohne Probleme und zum beiderseitigen Nutzen. Die gemeinsam berufenen Professoren halten regelmäßig Vorlesungen in Halle ab, die Studenten der Spezialisierungsrichtung Genetik oder Mikrobiologie absolvieren spezielle Praktika oder auch ihr Berufspraktikum in Gatersleben. Ebenso reibungslos laufen die Promotionsverfahren für Doktoranden, die sich im Rahmen von in Gatersleben angesiedelten Drittmittelprojekten qualifizieren, an der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Martin-Luther-Universität.

 

Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Die Zusammenarbeit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle konzentriert sich auf folgende Aktivitäten:

  1. Der Präsident des IWH, Prof. Dr. Rüdiger Pohl, lehrt an der Fakultät zu folgenden Gebieten:
    1. Geldtheorie und Geldpolitik, insbesondere Analyse der Geldpolitik,
    2. Währungstheorie und Währungspolitik, insbesondere Neugestaltung von Währungssystemen,
    3. Inflationstheorie und
    4. Wirtschaftspolitische Analyse, insbesondere Transformationsprozesse in den Reformländern.
  2. IWH-Mitarbeiter sind Lehrbeauftragte an der Martin-Luther-Universität. Sie wirken in Spezialseminaren mit und beteiligen sich an der Ringvorlesung der MLU.
  3. Viele Mitarbeiter des IWH beteiligen sich aktiv am Doktoranden- und Forschungsseminar des Instituts für Volkswirtschaftslehre und Bevölkerungsökonomie.
  4. Zahlreiche Forschungsprojekte zwischen dem IWH und der Fakultät bestehen.
  5. Hochschullehrer der Fakultät betreuen permanent Doktoranden des IWH.
  6. Die enge Verzahnung beider Einrichtungen wird noch dadurch unterstrichen, dass
    1. die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät einen Vertreter in den Vorstandsrat des IWH entsendet (z.Z. Prof. Dr. Gunter Steinmann),
    2. der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates des IWH ein Hochschullehrer der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ist (z.Z. Prof. Dr. Alois Wenig),
    3. der Präsident des IWH Mitglied im Aufsichtsrat des An-Institutes für Unternehmensforschung und Unternehmensführung (ifu) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg e.V. ist.


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