| |||||||||
AN-INSTITUTE
| Collegienstr. 62 | Tel.: | (03491) 46 62 54 | ||
| 06886 Lutherstadt Wittenberg | Fax: | (03491) 46 62 55 | ||
| eMail: | institut@hof.uni-halle.de | |||
| Internet: | http://www.hof.uni-halle.de/ | |||
| Direktor: | ||||
| Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz | Tel.: | (03491) 46 61 46 | ||
| (0345) 55-2 37 87 | ||||
| eMail: | olbertz@paedagogik.uni-halle.de | |||
| Geschäftsführerin: | ||||
| Dr. habil. Irene Lischka | Tel.: | (03491) 46 61 45 | ||
| eMail: | lischka@hof.uni-halle.de | |||
HoF Wittenberg, das Institut für Hochschulforschung Wittenberg, ist ein An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und wird von einem gemeinnützigen Verein getragen.
HoF Wittenberg untersucht unter dem Klammerthema "Hochschule im gesellschaftlichen Wandel", unter welchen inneren und äußeren Voraussetzungen die Universitäten und Fachhochschulen Reform- und Innovationsprozesse auslösen und stimulieren können. Anliegen des Instituts ist es, dabei vor allem die (Aus-)Bildungsfunktion der Hochschulen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen, also die Qualität der Lehre und Qualifikationsanforderungen des Studiums zu untersuchen.
Aufgaben
In enger Verbindung damit entwickelt das Institut zugleich auch Serviceangebote für andere Forschungseinrichtungen bzw. -vorhaben und widmet sich dem Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Hochschulpraxis.
Zur Verwirklichung der Rahmenzielsetzung verfolgte das Institut bislang folgende Forschungsschwerpunkte:
In der aktuellen und künftigen Arbeit des Instituts werden als Fortführung und Modifizierung der bisherigen Arbeiten zwei korrespondierende Untersuchungslinien bzw. Aufgabenfelder verfolgt, die in den einzelnen Projekte in differenziertem Bezug aufgegriffen werden:
In der Untersuchungslinie a) Hochschulreformen unter dem Aspekt der Qualitätsentwicklung von Lehre und Studium wird davon ausgegangen, dass Reformen im Hinblick auf die Bildungsfunktion der Hochschulen auf der Qualitätsebene abbildbar sind, und zwar durch Veränderungen in den Bildungsleistungen (Ziel-/Ergebniskategorie) und/oder durch Veränderungen der Leistungserbringung (Prozesskategorie).
Die Untersuchungslinie erfährt eine vorläufige Eingrenzung, indem Qualität als Güte von hochschulischen Prozess- und/oder Zielleistungen im Bildungsbereich verstanden wird, und zwar im Hinblick auf deren Eignung für ihre Verwender. Das heißt, es werden vorrangig Reformprozesse untersucht, deren Qualitätsansprüche signalisieren, dass die Erbringer ebenso wie die Abnehmer einer Bildungsleistung diese (durch die Reform) besonders gut nutzen/verwerten können. Als Zielqualitäten in diesem Sinne lassen sich u.a. Qualifikationsaspekte im Bildungsangebot, die Adressatenorientierung des Angebots, die Studierbarkeit unter sinnvollen zeitlichen Vorgaben und/oder die Verwertbarkeit der Abschlüsse im Anschluss an das Studium anführen. Unter Prozessqualitäten fallen u.a. die Art und Weise der Vermittlung und Aneignung der Bildungsinhalte, die Rückkopplung über den Erfolg von Aneignungsprozessen, die Steuerungsqualität (s.u.), der Organisationsgrad oder die Selbstbestimmung des Studienweges und damit auch des Umgangs mit studentischer Lebenszeit. Hier eingeschlossen ist auch die Verlaufsqualität von Reformprozessen (z.B. Beteiligung, Selbst- und Mitbestimmung, Verantwortlichkeit, Kommunikation, Diskursivität der Vorhaben etc.).
In der Untersuchungslinie b) Hochschulreformen unter dem Aspekt von Steuerungs- bzw. Selbststeuerungsprozessen aus der Akteursperspektive wird davon ausgegangen, dass in der Art und Weise der Steuerung des Reformgeschehens ein wesentlicher Schlüssel für das Verstehen seiner identitäts- (institutionelle Ebene) und identifikationsbildenden (Akteursebene) Bedeutung liegt. Der praktische Ausgangspunkt der Untersuchungslinie besteht darin, dass Reformen unter den Beteiligten einschließlich der Abnehmer nicht nur koordiniert, sondern vor allem erst einmal im Hinblick auf ihre Ziele (Zielvereinbarungen), wechselseitigen Erwartungen und die dafür beschreitbaren Wege (Handlungsstrategien) verabredet werden müssen.
Vor diesem Hintergrund sollen interne und externe Steuerungsprozesse an den Hochschulen vor allem unter dem Gesichtspunkt ihres Beitrages zur Qualitätsentwicklung untersucht werden. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach der institutionellen Identität der einzelnen Hochschule ("Profilbildung"), der Identifikation der Akteure mit ihrer Einrichtung und deren Zielen ("Leitbildentwicklung"), die Konsequenzen zunehmenden Handlungsdrucks durch Mittelverknappung (neue Verteilungsmodi, Wettbewerb, alternative Finanzierungsformen), reformfördernde und reformverhindernde innere bzw. äußere Faktoren sowie Fragen der Effizienz und der Legitimität von hochschulischen Entscheidungsprozessen (interne und externe Steuerung, Mitbestimmung, Anreize, Kommunikation).
Während die Untersuchungslinie "Qualitätsentwicklung von Lehre und Studium" vornehmlich an bildungstheoretische, soziologische und hochschuldidaktische Diskussionen anknüpft, nimmt die Linie "Steuerungs- bzw. Selbststeuerungsprozessen aus der Akteursperspektive" auf organisationstheoretische Konzepte Bezug und schließt auch wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven ein.
In ihrem beschriebenen inneren Zusammenhang werden 1999 folgende Projekte bearbeitet:
Bibliothek und Dokumentation
Das Institut betreibt eine wissenschaftliche Bibliothek mit ca. 60.000 Bänden und verfügt über eine Datenbank zur Hochschulentwicklung, die als spezifische Sammlung von Quellen über die Hochschulforschung und -entwicklung ständig aktualisiert wird. In Verbindung mit den vorgenannten Forschungsvorhaben verfolgt das Institut mehrere kontinuierliche Aufgaben, die als Service- und Transferfunktionen in seiner Infrastruktur verankert sind; die sich in folgende zwei Projekte einordnen:
Die wesentlichsten Ergebnisse der Arbeit von HoF Wittenberg zeigen sich in den vom Institut inhaltlich geführten und organisierten Veranstaltungen und den Veröffentlichungen.
HoF Wittenberg veranstaltete folgende Tagungen bzw. war an ihnen führend beteiligt:
Folgende Veröffentlichungen der Arbeit von HoF Wittenberg sind erschienen:
Zweimal im Jahr erscheinen die HoF-Berichte, eine Zeitschrift mit aktuellen Meldungen aus dem Institut.
Darüber hinaus traten die insgesamt 8, zeitweise 10 wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen von HoF Wittenberg im Jahr 1998 auf insgesamt 35 wissenschaftlichen Veranstaltungen als Referenten auf. 6 Sammelbände/Monographien wurden von Mitarbeitern/-innen heraus- bzw. mitherausgegeben. 32 Aufsätze erschienen in Fachzeitschriften. In 18 Gremien sind HoF-Mitarbeiter/-innen tätig.
Zurück zu