Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.97 - 31.12.98

Fachbereich Physik

Friedemann-Bach-Platz 6
06108 Halle

 
Tel.: (0345) 55-2 55 01
Fax: (0345) 55-2 71 58
eMail: dekan@physik.uni-halle.de
Internet: http://www.physik.uni-halle.de/
Dekan: Prof. Dr. rer. nat. habil. Heinrich Graener



Nach dem weitgehenden Abschluß der Neuformierung der Fachgruppen gruppieren sich die Arbeitsgebiete des Fachbereiches Physik um den Komplex Physik kondensierter Materie. Der methodische Schwerpunkt liegt dabei auf spektroskopischen Verfahren. Die traditionell guten Kooperationsmöglichkeiten mit den Fachbereichen Chemie und Ingenieurwissenschaften der Universität, dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik Halle und der Außenstelle der Fraunhofer Instituts werden intensiv genutzt.

 
Hinsichtlich der benutzten Methoden gibt es folgende Konzentration:
 

- Theoretisch-physikalische Methoden
Quantenfeldtheoretische Methoden (Greensche Funktionen und Renormierungsgruppen), Modellierung festkörperphysikalischer Meßgrößen, Methoden der statistischen Physik
 
- Optische Methoden
Erzeugung ultrakurzer Laserimpulse und deren Anwendung in der nichtlinearen Spektroskopie
 
- NMR
Anwendung und Weiterentwicklung moderner Methoden der NMR-Spektroskopie und -Relaxation im Festkörper
 
- Rastersondenmikroskopie
Entwicklung und Anwendung geeigneter mikroskopischer Rastersondenverfahren zur Untersuchung von Oberflächen im Zusammenhang mit spektroskopischen Methoden
 
- Analytische Elektronenmikroskopie
Anwendung und Kombination von abbildenden und spektroskopischen Methoden zur Elementanalytik bis hin zur atomaren Auflösung
 

Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die Stoffklassen Polymere, Gläser, Keramiken, kristalline Festkörper (insbesondere Metalle, Halbleiter und Oxide).

Zur Zeit sind die meisten Professuren direkt oder in Wahrnehmung besetzt und im wesentlichen mit einer akzeptablen Erstausstattung versehen. Allerdings leiden alle Forschungsgruppen darunter, daß die Haushaltsmittel nicht ausreichen, um die Grundausstattung durch Wartung, Reparaturen und Ersatz auf dem vorhandenen Stand zu halten bzw. durch Ergänzung auf den neuesten Stand zu bringen.

Am Fachbereich sind der Sonderforschungsbereich 418 "Struktur und Dynamik von nanoskopischen Inhomogenitäten in kondensierter Materie" und das Graduiertenkolleg 415 "Defektstrukturbestimmte physikalische Eigenschaften" angesiedelt. Weiterhin sind viele Gruppen am Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum für Materialwissenschaften (dessen Sprecher aus dem FB Physik kommt) beteiligt. Auch der Sprecher des Graduiertenkollegs "Polymerwissenschaften (Heterogene Polymere)" ist Mitglied des FB Physik. Weiterhin sind einige Gruppen am Innovationskolleg "Polymermaterialien" beteiligt. Alle diese Aktivitäten werden im Rahmen des Schwerpunktes "Materialwissenschaften" der Universität gemeinsam mit dem MPI für Mikrostrukturphysik Halle und den Fachbereichen Chemie und Ingenieurwissenschaften bearbeitet.

Neben einer engen Zusammenarbeit der Fachgruppe "Physik-Didaktik" mit dem "Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung" existieren weitere Kooperationen im Rahmen von ca. 40 Projekten der DFG, des BMBF, des Landes Sachsen-Anhalt, der Industrie sowie anderer Stiftungen bzw. Sonderforschungsbereiche mit zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen des In- und Auslandes sowie mit dem Fachbereich Pharmazie und den bereits genannten Bereichen. Schließlich sind die spektakulären Halbleiterzüchtungsexperimente an Bord der Raumstation MIR und deren analytische Auswertung besonders erwähnenswert.

Als besonders wichtige Kooperationspartner außerhalb der Universität, mit denen mehrere Fachgruppen Kontakt haben, sollen genannt werden:

MPI für Polymerforschung Mainz
Forschungszentrum Jülich
Laboratoire de Physique des Materiaux, CNRS, Paris-Meudon (Frankreich)
CRMC2-CNRS, Campus Luminy, Marseille (Frankreich)
Weizmann Institute of Sciences, Rehovot, Israel
Institut Laue Langevin, Grenoble, Frankreich.

Insgesamt betreiben die einzelnen Fachgruppen eine engere wissenschaftliche Zusammenarbeit mit ca. 50 Forschungseinrichtungen, die sich ziemlich gleichmäßig auf Deutschland, das westliche sowie das östliche Ausland verteilen.

Forschungsschwerpunkte:


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