Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.97 - 31.12.98

Fachbereich Pharmazie

Dienstsitz:

Hoher Weg 8
06120 Halle/Saale

Tel.:

(0345) 55 - 2 57 65

Fax:

(0345) 55 - 2 70 21

eMail:

draeger@pharmazie.uni-halle.de

Internet:

http://www.pharmazie.uni-halle.de/

Dekan:

Prof. Dr. Birgit Dräger



Die pharmazeutische Unterricht und die Ausbildung von Apothekern hat an der hallenser Universität eine lange, bis ins 17. Jahrhundert zurückgehende Tradition (vgl. www.pharmazie.uni-halle.de/30jahre/). Insbesondere durch die enormen Fortschritte der Molekularbiologie, Biochemie und Pathobiochemie sowie Biotechnologie und die erweiterten Möglichkeiten einer Computer-unterstützten Arzneistofforschung hat sich die Pharmazie in den letzten Jahren zu einer angewandten biowissenschaftlichen und ausgesprochen interdisziplinären Fachrichtung entwickelt, die eine Scharnierfunktion zwischen den naturwissenschaftlichen Basiswissenschaften und der Medizin besitzt. Im Rahmen der Reorganisation des Fachbereiches nach der politischen Wende wurde erfolgreich versucht, dieser Entwicklung in der Gestaltung von Lehre und Forschung sowie der Struktur des Fachbereiches Rechnung zu tragen.

Gegenstand der Forschung und Lehre im Fachbereich Pharmazie ist das Arzneimittel in seiner Komplexität von der Synthese bzw. Isolierung des Arzneistoffes aus biologischem Material, dem Computer-unterstützten Drug Design, der analytischen Bearbeitung, einschließlich der Erfassung des Arzneistoffes und seiner Metaboliten in biologischen Materialien, der galenischen Verarbeitung zum applizierbaren Arzneimittel, der Arzneimittelkontrolle, dem biopharmazeutischen Verhalten im menschlichen Organismus bis zu Problemen der Arzneimittelepidemiologie und -ökonomie.

Die Ausbildung wurde an die moderne Entwicklung der internationalen Pharmazie angepaßt, um damit unseren Absolventen möglichst optimale Möglichkeiten bei der Besetzung von Stellen in der gesamten Breite der pharmazeutischen Tätigkeit (öffentliche Apotheke, Krankenhausapotheke, pharmazeutische Industrie, analytische Kontrolleinrichtungen, Verwaltung, Hochschulwesen und Forschungseinrichtungen) zu bieten. Diese Orientierung hat sich bisher auch bestens und nachweisbar bewährt. Gegenwärtig gehört der Fachbereich Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu den wenigen pharmazeutischen Hochschuleinrichtungen Deutschlands, an denen im Rahmen der gültigen Approbationsordnung aufgrund einer Diplomordnung (Ordnung zur Erlangung des akademischen Grades "Diplom-Pharmazeut bzw. Diplom-Pharmazeutin" im Studiengang Pharmazie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Fachbereich Pharmazie vom 13.10.1997) eine Diplomarbeit angefertigt werden kann.

Die Forschung wurde konsequent auf anspruchsvolle (Beurteilung durch Gutachter), interdisziplinäre und möglichst auch überregionale Projekte orientiert, wobei in Fortsetzung bestehender Traditionen auch eine Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie angestrebt wurde. Das manifestiert sich in der maßgeblichen Mitarbeit von Vertretern des Fachbereiches in zwei Sonderforschungsbereichen der DFG, einem Innovationskolleg, einem Graduiertenkolleg und sowie zahlreichen weiteren Drittmittelprojekten, auch mit der pharmazeutischen Industrie.

 

Forschungsschwerpunkte:

Pharmazeutische Chemie

Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie

Pharmazeutische Biologie

Pharmakologie und Toxikologie für Naturwissenschaftler


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