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Emil-Abderhalden-Straße 9
06108 Halle (Saale)
| Tel.: | (0345)55-2 40 01 |
| Fax: | (0345)55-2 71 22 |
| eMail: | dekan@kunstalt.uni-halle.de |
| Dekan: | Prof. Dr. Wolfgang Schenkluhn |
Die sechs Institute des Fachbereiches vereinen eine Reihe verschiedener Fächer archäologischen, philologischen und kunsthistorischen Zuschnitts, die in vielfacher Weise vernetzt sind und dabei ein ganzes Spektrum forschungsrelevanter Fragestellungen im breiten Feld der Kulturwissenschaften abdecken. Was auf den ersten Blick hetorogen erscheinen mag, bildet bei näherem Hinsehen eine sinnvolle Vereinigung von Forschungspotentialen, die sich in den letzten Jahren enger zusammengeschlossen haben und noch erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten in sich bergen.
Einen Sprung nach vorn haben dabei die orientwissenschaftlichen Fächer gemacht, die die in Deutschland einzigartige Möglichkeit bieten, sich an einem Institut mit der Geschichte, Kunst und Kultur dreier lebender Weltreligionen (Islam, Christentum und Judentum) forschend zu beschäftigen, was durch das Angebot des Institutes für Indologie im Hinblick auf Buddhismus und Hinduismus ideal ergänzt wird. Eine breite Basis für die Forschung bietet in Zukunft die Einrichtung eines "Orientwissenschaftlichen Zentrums" im Mühlweg 15, wo die Bibliothek der Deutschen-Morgenländischen Gesellschaft und die Bücher des ULB-Sondersammelgebiets "Vorderer Orient und Nordafrika" ihre Aufstellung finden werden. Ein im Aufbau befindlicher, über die orientalischen Disziplinen hinausreichender Sonderforschungsbereich zum Thema "Stadt, Land, Steppe" wird das Zentrum und den Fachbereich ebenso beleben wie ein zum Thema "Kultur und Religion" geplantes Graduiertenkolleg, das u.a. auch die Fächer der Indologie und Kunstgeschichte in den Dialog der Orientwissenschaft miteinbeziehen wird. In diesem Zusammenhang ist die Gründung des Leopold-Kunz-Zentrum zur Erforschung des Europäischen Judentums (Leucorea) und eine enge Zusammenarbeit mit dem Seminar für Jüdische Studien/Judaistik zu erwähnen.
Ein bereits etabliertes Modell bietet das Institut für Altertumswissenschaften, in dem, analog zur Orientwissenschaft, die Geschichte, Kunst und Kultur der Alten Welt in Lehre und Forschung vertreten wird. Durch die künftige Besetzung einer Professur für Mittel- und Neulateinische Philologie wird das Spektrum klassisch philologischer Forschungen noch erweitert werden, was auch für andere Fächer unserer Universität von vitalem Interesse ist (u.a. Geschichte, Theologie, Jurisprudenz). Die Klassische Philologie ist angebunden in ein Graduiertenkolleg der Ruhruniversität Bochum, zur Kunstgeschichte bestehen über EDV-Projekte, eine enge Kooperation zwischen Klassischer und Orientalischer Archäologie existiert durch ein gemeinsames Ausgrabungsprojekt in Georgien.
Die Archäologien betreiben mit hohen Drittmittelanteilen auch Ausgrabungsprojekte in Syrien, Bulgarien und der Türkei (Ponthus). Was die Orientalische Archäologie und Kunst sowie die Prähistorische Archäologie (Vor- und Frühgeschichte) angeht wird für die Zukunft eine Standortnähe zur Kunstgeschichte/Geschichte angestrebt, um eine weitergehende Verzahnung der Fächer des Fachbereiches zu erreichen. Unter Federführung der Kunstgeschichte wird auch ein Aufbaustudiengang "Denkmalpflege" betrieben, der in Kooperation mit der Fachhochschule Anhalt (Standort Dessau), Lehrstuhl für Denkmalpflege, entstehen soll.
Auf die zahlreichen, meist DFG-geförderten Projekte einzelner Wissenschaftler des Fachbereiches näher einzugehen, ist hier nicht der Platz. Sie spiegeln sich auch in den unten stehenden Forschungsschwerpunkten wider. Wichtiger scheint es auf einige wissenschaftliche Veranstaltungen im Berichtszeitraum hinzuweisen, die für die Forschungstätigkeit von Bedeutung sind.
1997
1998
Forschungsschwerpunkte:
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