Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.97 - 31.12.98


Fachbereich Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften

Institut für Orientalische Archäologie und Kunst

Projekte


 Projektleiter: Prof.Dr.phil.habil. W.Orthmann
 Thema: Ausgrabungen in Tell Chuera/Arabische Republik Syrien
 Kurzbeschreibung: Der Tell Chuera ist einer der größten antiken Ruinenstätten in Syrien und birgt die Reste einer bedeutenden Stadt des 3.Jt.s. Systematische Grabungen finden hier seit 1958 statt, seit 1982 unter der Leitung von W. Orthmann. In den Jahren 1997 und 1998 fanden jeweils im Sommer und Frühherbst Grabungskampagnen in Tell Chuera statt. Schwerpunkte waren dabei Untersuchungen zur Stadtgründung (ca. 2800 v.Chr.), zur strukturellen Entwicklung eines zentralen Siedlungsviertels sowie die weitere Erforschung eines großen Tempelkomplexes aus der Mitte des 3. Jt.s und eines Palastes aus dem 24. Jh. Durch geomagnetische Prospektion konnten neue Erkenntnisse zur Befestigungsanlage und zur Erschließung der Stadt gewonnen werden. Weiterhin gelang der Nachweis einer Vorgängersiedlung aus dem 4./5.Jt.v.Chr. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Grabungsergebnisse erfolgte in der Zwischenzeit im wesentlichen in Halle.
 Partner: Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/Main (Prof. Dr. J.-W. Meyer), Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Prof. Dr. P. Pfälzner)
 Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Max Freiherr von Oppenheim-Stiftung (Köln). Martin-Luther-Universität stellt Arbeitsräume, Lagerräume und einen Photographen zur Verfügung.
 Laufzeit: DFG-Projektförderung voraussichtlich bis 1999, weitere Förderung ist in Aussicht gestellt.


 Projektleiter: Prof.Dr.phil.habil. W.Orthmann
 Thema: Archäologische Ausgrabungen im Alasani-Tal in Ostgeorgien
 Kurzbeschreibung:

Seit 1991 beteiligen sich deutsche Wissenschaftler unter der Leitung von W. Orthmann an Grabungen der Kachetischen Archäologischen Expedition im Osten Georgiens. Im Berichtszeitraum fand 1997 eine dritte gemeinsame georgisch-deutsche Grabungskampagne statt, die die Untersuchung einer großen Hügelgrabanlage in der Nähe des Dorfes Ananauri im Alasani- Tal zum Ziel hatte. Es konnte festgestellt werden, daß die Anlage aus mindestens drei separaten Bestattungen besteht, die zu einem großen Kurgan zusammengefaßt wurden. Zwei Grabkammern wurden ergraben, das vor allem keramische Inventar spricht für eine Datierung in die ausgehende Kura-Arax-Zeit bzw. den Beginn der nachfolgenden Martqopi- Periode (ca. 2300 v. Chr.).
 Partner: Georgische Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. K. Pizchelauri)
 Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Aus Mitteln der Forschungsförderung des Landes Sachsen-Anhalt wurde ein Laser-Pantograph erworben.
 Laufzeit: Das Projekt wurde 1991 begonnen, die DFG-Projektförderung läuft seit 1996, voraussichtlich bis 1999. Für den Sommer 1999 ist eine Abschlußkampagne vorgesehen.


 Projektleiter: Prof.Dr.phil.habil. W.Orthmann
 Thema: Archäologische Grabungen in Tell Halawa / Arabische Republik Syrien
 Kurzbeschreibung: Nahe der Ortschaft Halawa am Ostufer des Assad-Stausees befinden sich zwei Siedlungshügel aus der Frühen und Mittleren Bronzezeit. Hallawa B ist im frühen 3. Jt. besiedelt, während Halawa A zwischen ca. 2300 und 1750 besiedelt war. An beiden Plätzen fanden zwischen 1977 und 1987 insgesamt 10 Grabungskampagnen von durchschnittlich zweimonatiger Dauer statt, die von W. Orthmann (damals Universität des Saarlandes, Saarbrücken) geleitet wurden. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Grabungsergebnisse dauert noch an. An ihr waren im Berichtszeitraum F. Lüth (Schwerin), R. Hempelmann (Frankfurt) und H. Dohmann-Pfälzner (Tübingen) beteiligt.

Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt/Main (Prof. Dr. J.-W. Meyer)

 Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Martin-Luther-Universität stellt Lagerräume zur Verfügung.
 Laufzeit: DFG-Projektförderung zwischen 1977 bis 1998. Weitere Förderung ist nicht vorgesehen.


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