| |||||||||
| Projektleiter: | Prof. Dr. Walter Beltz |
| Thema: | Koptische Septuaginta |
| Kurzbeschreibung: | Das in Halle seit 1985 betriebene Projekt dient der Editioneiner sahidischen Übersetzung des Alten Testaments. Es gibt bislangkeine kritische Gesamtedition des koptischen Alten Testaments, die aberist für die koptische Sprachgeschichte von großer Bedeutung Bearbeiter: Prof. Dr. Dr. P. Nagel, Bonn; Dr. Jürgen Horn,Göttingen; Frank Feder, M.A., Berlin |
| Finanzierung: | DFG, von 1994-97 Thyssen Stiftung |
| Laufzeit: | 3 Jahre |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Walter Beltz |
| Thema: | Edition und Übersetzung des armenischen HymnariumsScharaknoc |
| Kurzbeschreibung: | Das wichtigste Dokument altarmenischer Poesie ist bishernur vor mehr als 120 Jahren in Russisch bekannt gemacht. Ziel der Arbeitist die Edition einer zweisprachigen Ausgabe Armenisch-Deutsch. Bearbeiter: Prof. Dr. Hermann Goltz, Halle; Frau Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan,Halle; Dipl. Theol. Manfred Zimmer, Halle |
| Finanzierung: | DFG |
| Laufzeit: | 2 Jahre, bis 01.10.1997 |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Stefan Leder |
| Thema: | Erschließung der Nachlässe August Fischers, JohannW. Fücks und Martin Hartmanns in der Bibliothek der Deutschen MorgenländischenGesellschaft/ Halle. |
| Kurzbeschreibung: | Gegenstand und Ziel des Vorhabens: Die Nachlässe (Aufzeichnungen,Manuskripte, Korrespondenzen) der Orientalisten Martin Hartmann (1851-1918),August Fischer (1865-1949) und Johann Fück (1894-1974), welche fürdie Fachgeschichte der Islamwissenschaft und Arabistik im letzten Vierteldes 19. und ersten Hälfte des 20. Jhs. von exemplarischer Bedeutungsind, wurden archiviert und erschlossen. Die Klärung sachlicher Bezügeund Fragmente wissenschaftlicher Arbeiten erfolgte weitgehend auf der Grundlageder in der Bibliothek der Deutschen Morgenländischen Gesellschaftenthaltenen Gelehrtensammlungen, zur Ermittlung der Personendaten wurdevielfach Nachschlagewerke anderer Bibliotheken und der Katalog der Autographenin der Staatsbibliothek Berlin herangezogen. Das UniversitätsarchivHalle half beim Auffinden der Lebensdaten von Hallenser Kollegen JohannFücks. Dank dem Archiv der Universität Halle und dank auswärtigenArchiven, wie dem Universitätsarchiv Frankfurt und dem Geheimen Staatsarchivin Berlin-Dahlem, konnte vor allem die Lehrtätigkeit der Wissenschaftlernachvollzogen werden und die Datierung des Unterrichtsmaterials erfolgen.Der Katalog der Nachlässe ist gedruckt (254 Seiten) und elektronisch(Mac-Datei) im Institut einzusehen bzw. zu erwerben. Eine Kurzfassung desKatalogs wird in der ZDMG publiziert. Bearbeiterin: Frau Dr. Ludmila Hanisch |
| Finanzierung: | DFG |
| Laufzeit: | 1.3.1996 - 28.2.1998 |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Stefan Leder |
| Thema: | Zur Entstehung, Überlieferung und Bedeutung derSirat Baibars |
| Kurzbeschreibung: | Gegenstand und Ziel der Bearbeitung: Die Sirat Baibarserzählt das Leben des ersten Mamlukensultans Baibars und seinen Kampfgegen innere und äußere Feinde (Kreuzfahrer). Der Text ist einesder prominentesten Beispiele für die volkstümliche arabischeHeldengeschichte und bildet eine zentrale Quelle für die arabischeVolkskultur und Literaturgeschichte. Das Vorhaben leistet das erste Maleine umfassende Aufarbeitung der handschriftlichen Textzeugen und damitdes Erzählgutes und seiner vielen Varianten. Eine exemplarische, vergleichendeUntersuchung der textlichen Erscheinungsformen von mündlichem Erzählvortragund freier redaktioneller Überarbeitung erlaubt, die Produktionund Verbreitung dieser Texte zu verstehen. Auf dieser Grundlage und durchAuswertung der Bezüge zum historischen Geschehen und zur zeitgenössischenGeschichtsschreibung kann die Entstehung des Epos beschrieben werden. DieBedeutung der Fabel (Kampf zwischen Gut und Böse) und ein breitesThemenfeld aus den Einzelepisoden (Magie, Islam und Christentum, Religion,Tapferkeit) werden sichtbar gemacht und vor dem Hintergrund der erkennbarenRezeption interpretiert. Neben einer Monographie entsteht ein umfänglicherMaterialband zu den Textzeugen, der zukünftigen Arbeiten als Ausgangspunktdienen kann. Bearbeiter: Thomas Herzog |
| Finanzierung: | DFG |
| Laufzeit: | 1.3.1997 - 30.6.1999 |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Stefan Leder |
| Thema: | Die Semitistik, Arabistik und Islamwissenschaft im Spiegelder Korrespondenz ihrer Fachvertreter - Wissenschaftskonzepte, Organisationsfragenund Selbstverständnis in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts |
| Kurzbeschreibung: | Gegenstand und Ziel des Vorhabens: Die gegenwärtigin der Regel parataktisch nebeneinander genannten Wissenschaften Semitistik,Arabistik und Islamwissenschaft stehen historisch und systematisch in engerBeziehung zueinander und haben im Verlauf ihrer Entwicklung unterschiedlicheGewichtungen und Ausrichtungen erfahren. Die Entwicklung dieser Disziplinenund die Ausbildung unterschiedlicher Fachorientierungen im Zusammenhangvon Selbstverständnis, Anwendungsfeldern, Materialerschließungund übergreifenden geistesgeschichtlichen Entwicklungen genauer zufassen, stellt das Hauptanliegen des Vorhabens dar. Darstellungen von Konzepten,wissenschaftlichen und institutionellen Planungen sowie Spuren der Selbstreflexionlassen sich dank umfänglicher Gelehrtennachlässe ermitteln. Mitdem Vorhaben soll eine Lücke in der Fachgeschichtsschreibung unterdem Aspekt aufgefüllt werden, wie die Fachvertreter ihre wissenschaftlicheTätigkeit wahrnahmen und wie sie die Veränderungen der Rahmenbedingungenverarbeiteten. Untersucht werden soll, ob und auf welche Weise sich derVerlust der überseeischen Territorien nach dem Ersten Weltkrieg beiVertretern einer Wissenschaft niedergeschlagen hat, die durch theologischeWurzeln, philologische Schwerpunktsetzung und althistorische Fragestellungengeprägt war, deren Förderung jedoch nicht losgelöst vonder Intention, überseeische Kontakte wissenschaftlich zu begleiten,zu sehen ist. Des weiteren gilt die Frage der Wahrnehmung der Veränderungendes hermeneutischen Horizonts in der Semitistik, die noch zur Jahrhundertwendealle vorderasiatischen Sprachen, aber auch die islamische sowie die jüdischeReligion und Geschichte umfaßte. Bearbeiterin: Frau Dr. Ludmila Hanisch |
| Finanzierung: | Fritz Thyssen Stiftung |
| Laufzeit: | ab 1.1.1999 |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Stefan Leder |
| Thema: | Publikation der Faksimile zum Verzeichnis der DamaszenerHörervermerke |
| Kurzbeschreibung: | Gegenstand und Ziel des Vorhabens: Ergebnis eines von derDeutschen Kulturhilfe geförderten Projektes zur Stadt- und Gelehrtengeschichtedes mittelalterlichen Damaskus ist das 1997 erschienene Verzeichnis derDamaszener Hörervermerke, das rund 13.000 Personennennungen und 1.000Ortsangaben erschließt. Diese und weitere Angaben zu Lebensalter,Verwandtschaftsbeziehungen und Topographie, die sich alle auf Damaskusin einem Zeitraum von rund 200 Jahren (1150 - 1350) beziehen, bilden eineneue Quellengattung für die Kulturgeschichte. Um die Gültigkeitdes vorliegenden Verzeichnisses zu belegen, und um den ursprünglichenZusammenhang und die Eigenheiten der Urkunden zu dokumentieren,sollen die rund 600 Originale als Faksimile mit entsprechender Kennzeichnungund Erklärung veröffentlicht werden. Die Photographien der Dokumentewerden elektronisch erfaßt und in einem Tafelband publiziert. Bearbeiter: Stefan Leder, zusammen mit Muhammad Yasin Sawas, Mamunal-Saghurji |
| Finanzierung: | Fritz Thyssen Stiftung, Martin-Luther-Universität,Deutsches Archäologisches Institut Berlin, Institut FrançaisdÉtudes Arabes de Damas |
| Laufzeit: | Juni 1998 - Juni 1999 |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Jürgen Paul |
| Thema: | Unterstützung der Beruni-Bibliothek (Taschkent) beider Fortbildung usbekischer Nachwuchswissenschaftler in Methoden und Fragestellungender Handschriftenkatalogisierung |
| Kurzbeschreibung: | Die Handschriftensammlung des Instituts für Orientalistikder Akademie der Wissenschaften der Republik Usbekistan, die in der Beruni-Bibliothekaufbewahrt wird, ist die mit Abstand größte Sammlung orientalischerHandschriften in Mittelasien und eine der weltweit bedeutendsten. Die Katalogisierung der Bestände ist nach dem Zusammenbruch derUdSSR praktisch zum Erliegen gekommen. Das Projekt verfolgt in dieser Situationzwei Ziele: erstens, jüngere Wissenschaftler in Methoden und Fragestellungender Handschriftenkatalogisierung, wie sie nicht zuletzt in Deutschlandentwickelt worden sind, einzuführen und sie dadurch in die Lage zuversetzen, eigenständig dem Stand der Forschung entsprechend Handschriftenzu katalogisieren; zweitens, mit der Katalogisierung der Taschkenter Beständefortzufahren, und zwar besonders in einem Bereich, der unter der Sowjetmachtvernachlässigt worden war, nämlich religiöse und mystischeLiteratur aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. |
| Partner: | Partner des Projekts ist das Institut für Orientalistikder Akademie der Wissenschaften in Taschkent. Für die Fortbildungvon 6 usbekischen Nachwuchswissenschaftlern in Deutschland, die von Februarbis Juli 99 durchgeführt wird, arbeitet das Projekt mit zwei Partnernin Deutschland zusammen, nämlich der Arbeitsstelle Jena des ProjektsKatalogisierung Orientalischer Handschriften in Deutschland (KOHD) undder Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz in Berlin. In Berlin wirddie usbekische Gruppe die in Jena erworbenen Kenntnisse anwenden, indemsie die dort noch unkatalogisierten Bestände persischer und turki-Handschriftensichtet und so weit als möglich katalogisiert (mehr als 700 Bände). Projektbearbeiterin: Annette Krämer, M.A. |
| Finanzierung: | Die Finanzierung wurde durch die Gesellschaft für TechnischeZusammenarbeit (GTZ), d.h. letztlich durch das Bundesministerium fürWirtschaftliche Zusammenarbeit, übernommen. |
| Laufzeit: | Das Projekt läuft vom 1. April 1998 bis zum 31. März2000. |
| Projektleiter: | Prof. Dr. Jürgen Paul |
| Thema: | Berichte russischer Offiziere aus Mittelasien. Ein Beitragzur Mentalitätsgeschichte des russischen Kolonialismus (Pilotprojekt) |
| Kurzbeschreibung: | Im Rahmen des Pilotprojekts wird für die Jahre 1800-1913der vollständige Bestand einer weit verbreiteten Publikumszeitschrift(Niva) auf Berichte russischer Offiziere aus Mittelasien untersucht,Berichte anderer Autoren werden jedoch gleichfalls berücksichtigt.Die Artikel werden nach einem vorher erstellten Schema elektronisch aufgenommen.Es geht dabei um die Frage, ob die Vorstellungen der russischen Intelligencija(zu der die Offiziere sich rechneten) durch die Begegnung mit der WirklichkeitMittelasiens beeinflußt worden sind. Im Ergebnis soll geprüftwerden, ob die quellenkritischen und sonstigen Probleme bei der Arbeitmit dieser Art Text sich so kontrollieren lassen, daß eine größereStudie dieser Art in Angriff genommen werden kann. Projektbearbeiter: Sergej Matveev MA, St. Petersburg |
| Finanzierung : | Friedrich-Naumann-Stiftung, Büro Moskau |
| Laufzeit : | 10 Monate von Januar bis Oktober 1999 |
Weitere Informationen zu Institut für Orientalistik :
Zurück zu