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Forschung im Überblick
Forschungsschwerpunkte
Für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gilt auch nach der nahezu
abgeschlossenen Phase der organisatorischen und thematischen Herausbildung des
Forschungsprofils das Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre.
Als Volluniversität verfügt sie mit ihrem breiten Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen
über ein großes Potential für die Forschung auf den unterschiedlichsten Gebieten.
Die vier Basisbereiche für universitäre Lehre und Forschung, bestehend aus der Medizin, den Naturwissenschaften und Agrarwissenschaften, den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Technikwissenschaften, bilden die Grundlage für die Ausprägung der Forschungsschwerpunkte.
Die Forschungsschwerpunkte werden durch eine interdisziplinäre Arbeit charakterisiert. Die inneruniversitäre, interdisziplinäre Zusammenarbeit wird ergänzt durch die Kooperation mit den außeruniversitären wissenschaftlichen Einrichtungen des Umfelds der Martin-Luther-Universität. Dazu gehören:
Die Konzentration der materiellen und personellen Ressourcen, verbunden mit einer umfangreichen Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen schaffen die Voraussetzungen für eine effiziente Forschung, die die Martin-Luther-Universität in die Lage versetzt, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb zu behaupten.
Aus diesem Grunde ist die Entwicklung der Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentren:
von großer Bedeutung bei der Entwicklung des Forschungspotentials der Universität.
Darüber hinaus vollzieht sich die interdisziplinäre Forschung an der Martin-Luther-Universität in den Forschungsverbunden unterschiedlicher Organisationsformen.
| Diese wird in 2 Sonderforschungsbereichen: | |||
| - | SFB 363 | Molekulare Zellbiologie pflanzlicher Systeme | |
| - | SFB 418 | Struktur und Dynamik nanoskopischer Inhomogenitäten in kondensierter Materie | |
| und durch die Mitarbeit an 10 Sonderforschungsbereichen anderer Universitäten: | |||
| - | SFB 60 | Funktion und Organisation in makromolekularen Systemen | |
| - | SFB 185 | Nichtlineare Dynamik | |
| - | SFB 186 | Statuspassagen und Risikoanlagen im Lebensverlauf - Institutionelle Steuerung und individuelle Handlungsstrategien | |
| - | SFB 192 | Optimierung pflanzenbaulicher Produktionssysteme im Hinblick auf Leistung und ökologische Effekte | |
| - | SFB 197 | Lipidorganisation und Lipid-Protein-Wechselwirkungen in Bio- und Modellmembranen | |
| - | SFB 239 | Molekulare und kolloidale Organisation von Oligomeren und Polymeren | |
| - | SFB 335 | Anisotrope Fluide | |
| - | SFB 347 | Selektive Reaktionen metallaktivierter Moleküle | |
| - | SFB 357 | Molekulare Mechanismen unimolekularer Prozesse | |
| - | SFB 387 | Zelluläre Proteasen. Bedeutung für Immunmechanismen und entzündliche Erkrankungen | |
| sowie in 2 Innovationskollegs: | |||
| - | Neue Polymermaterialien durch gezielte Modifizierung der Grenzschichtstrukturen/ Grenzschichteigenschaften in heterogenen Systemen | ||
| - | Zellspezialisierung: Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Signaltransfer, Redoxkontrolle und Streßantwort in Pflanzen, Tier und Mensch | ||
| und schließlich in 7 Graduiertenkollegs: | |||
| - | Umweltanalytik, Schadstoffeliminierung und Wertstoffrecycling | ||
| - | Polymerwissenschaften (Heterogene Polymere) | ||
| - | Synthese und Reaktionsverhalten von Organometallverbindungen und Metallkomplexen | ||
| - | Transport von Wirkstoffen in biologischen Systemen | ||
| - | Identitätsforschung | ||
| - | Adaptive physiologisch-biochemische Reaktionen auf ökologisch relevante Wirkstoffe | ||
| - | Defektstrukturbestimmte physikalische Eigenschaften | ||
| realisiert. | |||
An den Schwerpunktprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft beteiligte sich die Martin-Luther-Universität mit den folgenden Projekten:
1995
1996
Obwohl die universitäre Forschung in erster Linie Grundlagenforschung ist, wird in zunehmenden Maße ein Transfer von Wissen und Ergebnissen in die Praxis angestrebt und wird auch als Aufgabe so verstanden.
Die interdisziplinäre Arbeit zahlreicher An-Institute, Technologiezentren und anderer Einrichtungen an der Peripherie der Universität bietet die Gewähr für eine rasche Verwertung von Ergebnissen mit innovativem Charakter.
Daraus folgt, Invention ist die originäre Aufgabe der Universität. Innovation ist in der Regel durch Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen und vor allem mit Unternehmen der Wirtschaft zu realisieren.
Die personellen und materiellen Bedingungen, die Notwendigkeit zur Konzentration der Ressourcen sowie das wissenschaftliche Umfeld der Universität und nicht zuletzt die Entwicklungen der Chemischen Industrie sowie der mittleren und kleinen Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben die Ausprägung der Forschungsschwerpunkte, die der Arbeit der Fakultäten und Fachbereiche sowie den unterschiedlichen Forschungsverbünden zugrunde liegen, beeinflußt.
Drittmittelbilanz
Als allgemeiner Leistungsparameter für die universitäre Forschung über alle Kategorien hinweg - d.h. über die erkenntnisorientierte und anwendungsorientierte Grundlagenforschung bis zur angewandten produkt- oder verfahrensorientierten Forschung - eignet sich in besonderem Maße das Drittmittelaufkommen.
Diese Feststellung gilt sowohl für die naturwissenschaftlichen bzw. technischen als auch für die nichtexperimentell arbeitenden Fachbereiche!
Ein Vergleich der Drittmitteleinwerbung der Fachbereiche zeigt deutlich, daß erhebliche Unterschiede bei den einzelnen Fachbereichen auftreten. Insgesamt wurden 1996 im Hochschulbereich 31 Mio. DM Drittmittel eingeworben.
Die hohe Zahl der Drittmittelbeschäftigten von etwa 470 Personen weist die Universität als einen bedeutenden Arbeitgeber in der Region aus.
Die Verteilung der Drittmittelgeber zeigt, daß als Positivum der hohe Anteil der von der DFG eingeworbenen Drittmittel als Ergebnis einer strengen Begutachtung auffällt.
Der Zunahme bei der DFG und auch der Industrie eingeworbenen Drittmittel steht leider die drastische Abnahme der Landesförderung gegenüber.
Im Berichtszeitraum zur Verfügung stehende Drittmittel für Forschung [in DM]
| Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) |
1995 | 1996 | ||
| Fakultäten und Fachbereiche: | ||||
| Theologische Fakultät | 78.928 | 103.261 | ||
| Juristische Fakultät | 203.984 | 437.846 | ||
| Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät | 100.000 | 79.782 | ||
| FB Erziehungswissenschaften | 126.139 | 202.179 | ||
| FB Geschichte, Philosophie u. Sozialwissenschaften | 330.295 | 218.695 | ||
| FB Kunst- u. Altertumswissenschaften | 643.168 | 660.680 | ||
| FB Musik-, Sport- u. Sprechwissenschaft | 96.695 | 20.200 | ||
| FB Sprach- u. Literaturwissenschaften | 628.743 | 576.453 | ||
| Interdisziplinäre Wissenschaftliche Zentren: | ||||
| Zentrum für Schulforschung | 75.962 | 232.651 | ||
| IWZ für Europäische Aufklärung | 140.000 | 56.000 | ||
| IWZ für Pietismusforschung | 0 | 75.028 | ||
| SFB-Beteiligungen: | ||||
| SFB 186 Statuspassagen | 238.000 | 216.500 | ||
| Graduiertenkollegs: | ||||
| GK Identitätsforschung | 0 | 77.793 | ||
Zwischensumme GSW: | 2.661.914 | 2.957.068 | ||
| Natur- u. Technikwiss. , Landwirtschaft (NTL) |
1995 | 1996 | ||
| Fakultäten und Fachbereiche: | ||||
| FB Biochemie/Biotechnologie | 1.802.834 | 2.319.692 | ||
| FB Biologie | 2.585.126 | 2.236.964 | ||
| FB Chemie | 4.303.383 | 4.413.226 | ||
| FB Geowissenschaften | 1.125.083 | 1.188.287 | ||
| FB Mathematik u. Informatik | 559.984 | 400.179 | ||
| FB Pharmazie | 386.500 | 162.463 | ||
| FB Physik | 2.076.950 | 1.917.262 | ||
| FB Verfahrenstechnik | 1.212.680 | 2.264.779 | ||
| FB Werkstoffwissenschaften | 864.817 | 1.128.557 | ||
| Landwirtschaftliche Fakultät | 5.673.119 | 5.163.287 | ||
| Interdisziplinäre Wissenschaftliche Zentren: | ||||
| Universitätszentrum für Umweltwissenschaften | 60.000 | 49.000 | ||
| Biozentrum | 2.228.390 | 542.000 | ||
| Zentrum für Materialwissenschaften | 278.612 | 253.500 | ||
| Sonderforschungsbereiche: | ||||
| SFB 363 Zellbiologie | 538.200 | 855.700 | ||
| SFB 418 Nanoskopische Inhomogenitäten | 0 | 468.900 | ||
| SFB-Beteiligungen: | ||||
| SFB 197 Lipidorganisation | 534.700 | 600.500 | ||
| SFB 387 Zelluläre Proteasen | 108.400 | 123.200 | ||
| SFB 192 Pflanzenbauliche Produktionssysteme | 263.100 | 263.600 | ||
| SFB 60 Makromolekulare Systeme | 51.600 | 51.600 | ||
| SFB 239 Oligomere | 41.600 | 41.700 | ||
| SFB 335 Anisotrope Fluide | 264.300 | 81.000 | ||
| SFB 347 Selektive Reaktionen | 94.800 | 100.100 | ||
| SFB 357 Unimolekulare Prozesse | 35.400 | 43.300 | ||
| SFB 185 Nichtlineare Dynamik | 6.600 | 0 | ||
| Innovationskollegs: | ||||
| IK Neue Polymermaterialien | 1.387.380 | 1.068.500 | ||
| IK Zellspezialisierung | 0 | 302.000 | ||
| Graduiertenkollegs: | ||||
| GK Umweltanalytik | 394.750 | 369.450 | ||
| GK Polymerwissenschaften | 369.180 | 320.640 | ||
| GK Organometallverbindungen | 250.000 | 282.219 | ||
| GK Transport von Wirkstoffen | 365.000 | 377.260 | ||
Zwischensumme NTL: | 27.862.488 | 27.388.865 | ||
| Zentrale Einrichtungen (ZE) |
1995 | 1996 | ||
| Universitätsrechenzentrum | 176.500 | 136.500 | ||
| Universitäts- u. Landesbibliothek Sachsen-Anhalt | 50.417 | 62.500 | ||
Zwischensumme ZE: | 226.917 | 199.000 | ||
| Medizinische Wissenschaften (MW) |
1995 | 1996 | ||
| Medizinische Fakultät | 10.469.414 | 11.341.866 | ||
Zwischensumme MW: | 10.469.414 | 11.341.866 | ||
| GESAMTSUMME: | 41.220.733 | 41.886.799 | ||
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