Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.1995 - 31.12.1996

Interdisziplinäre Forschungsprojekte - Graduiertenkollegs


Polymerwissenschaften

Dienstsitz:
Selkestr. 9
06122 Halle (Saale)

Sprecher:Prof. Dr. Ekkehard Straube Tel.:(0345) 55-2 54 40
(FB Physik) Fax:(0345) 55-2 54 46
e-mail:straube@dec3600.physik.uni-halle.de
 
Beteiligte:FB Physik, FB Chemie, FB Werkstoffwissenschaften
Laufzeit:01.10.1992 - 30.09.1995 (1. Förderperiode)
01.10.1995 - 30.09.1998 (2. Förderperiode)

Das Graduiertenkolleg Polymerwissenschaften "Heterogene Polymere" soll aufbauend auf der im ersten Antragszeitraum des Graduiertenkollegs ausgebauten Zusammenarbeit zwischen natur- und technikwissenschaftlichen Fachbereichen der Universität die interdisziplinäre Arbeit weiter vertiefen und die beteiligten Kollegiaten zu dieser besonders befähigen. Die Kollegiaten erhalten neben einer Vertiefung ihrer disziplinären Qualifikation eine wichtige Aspekte der anderen beteiligten Disziplinen umfassende Ausbildung auf dem Gebiet der Polymerwissenschaften, um die besonderen Anforderungen auf diesem wissenschaftlichen und industriellen Wachstumsgebiet erfüllen zu können.

Im Studienprogramm werden dazu über die gesamte Laufzeit des Kollegs interdisziplinär orientierte Vorlesungen für alle Kollegiaten durch die das Graduiertenkolleg tragenden Hochschullehrer und Gäste angeboten. Zur disziplinären Vertiefung bestehen ausreichende Angebote der beteiligten Fachbereiche.

Das Forschungsprogramm orientiert auf Grundlagenprobleme der Werkstoffentwicklung, die wegen der dazu notwendigen vielfältigen Spezialkenntnisse und -techniken nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit realisierbar sind.
Die Zielstellungen des Erstantrags werden prinzipiell weiter verfolgt. Veränderungen ergaben sich in folgender Hinsicht:

Die Sicherung effektiver Zusammenarbeit bei disziplinärer Breite ist wie bei dem Erstantrag Ziel der Arbeit des Kollegs. Sie soll durch die Formulierung von Schwerpunkten erreicht werden, wobei jeder Schwerpunkt mindestens Themen aus 2 verschiedenen Fachbereichen enthalten wird.

Folgende Schwerpunkte sind vorgesehen:

Struktur und Eigenschaften von polymeren Netzwerken. Speziell vernetzende Copolymerisation, Einbeziehung von Polykondensationspräpolymeren in die Vernetzung mit Epoxidharzen, dynamische Vulkanisation, theoretische Aspekte der Netzwerkbildung und Charakterisierung von Netzwerken

Synthese, Charakterisierung und Strukturbildung von speziellen Blockcopolymer-Systemen

Strukturbildung, Struktur, Bewegungsmechanismen und (ultimate) Eigenschaften von polymeren Gläsern und partiell kristallinen Polymeren. Insbesondere Zusammenführung von Arbeiten zur Physik des Glasübergangs mit Untersuchungen molekularer Deformations- und Schädigungsmechanismen und ihrer bruchmechanischen Bewertung

Thermodynamik und Rheologie von Polymersystemen, speziell Mikrophasenseparation und ihre Beeinflussung

Polymere an Grenzflächen und Oberflächen

Alle Schwerpunkte betreffen wie im Erstantrag heterogene Polymersysteme. Ihre Wahl erfolgt aus der Erwartung, daß die Forderungen nach Steifigkeit, Zähigkeit, Temperaturbeständigkeit und Funktion von Polymerwerkstoffen nur durch solche Systeme erfüllt werden können und die vorhandenen Möglichkeiten zu ihrer gezielten Erzeugung, quantitativen Charakterisierung und technischen Bewertung sowie zur technologischen Umsetzung gute Erfolgsaussichten bieten. Stoffliche Ausgangspunkte der Arbeiten werden die Entwicklung neuer Prinzipien für die Synthese von sequentiellen Linear- und Kammpolymeren mit polar-unpolaren, kristallin-amorphen, hydrophil-hydrophoben sowie flexibel-rigiden Segmenten, das Auffinden neuer Synthesebedingungen für den Einbau und die "in-situ"-Strukturierung von Heterogenitäten in Netzwerk- und Verbundstrukturen und Methoden der reaktiven Verarbeitung liefern

 
Forschungsschwerpunkte:


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