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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | |
Forschungsbericht |
Berichtszeitraum: | 01.01.1995 - 31.12.1996
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Fachbereich Verfahrenstechnik
Geusaer Straße
06217 Merseburg
Der Fachbereich Verfahrenstechnik an der ehemaligen Technischen Hochschule Merseburg
wurde im Jahre 1958 als Fakultät für Verfahrenstechnik und Grundlagenwissenschaften
gebildet und war damals eine der ersten Fakultäten für Verfahrenstechnik an Technischen
Hochschulen bzw. Universitäten im deutschsprachigen Raum.
Seit Beginn der verfahrenstechnischen Ausbildung wurden etwa 4500 Diplomingenieure
ausgebildet und 500 Promotionen erfolgreich verteidigt.
Seit dem 1. 4. 1993 gehört der Fachbereich Verfahrenstechnik entsprechend der Empfehlung
des Wissenschaftsrates für den Erhalt der universitären Ausbildung zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Zum Fachbereich Verfahrenstechnik gehören die folgenden Institute:
mit insgesamt
- 16 Professoren,
- 62 wissenschaftliche Mitarbeiter,
- 60 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter und
- z.Z. ca 30 Drittmittelbeschäftigte und 24 Promotionsstudenten.
Die materielle Ausstattung des Fachbereiches Verfahrenstechnik besteht aus
- Nutzfläche:
- 10 540 m2 insgesamt
- davon
- 3 250 m2 Labors u. Praktika; Lager
- 4 100 m2 Technika u. Werkstatt
Versuchsstände zur Destillation, Extraktion, Absorption/Desorption, Stoff-und Wärmeübertragung, Kondensation, Verdampfung, Trocknung, Plasmatechnologie, Strömungsmechanik,
Filtration, Stoffdatenermittlung, Granulometrie, Zentrifugentechnik, Schüttgutmechanik,
Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Reaktionstechnik, Biotechnologie, Wasseraufbereitung und Apparate- und Anlagentechnik
- Drittmittel:
- 2,9 Mill. DM 1996
- 2,3 Mill. DM 1995
- 2,4 Mill. DM 1994
Die Ausbildung am Fachbereich Verfahrenstechnik erfolgt derzeit in den Studiengängen
Verfahrenstechnik
und
Umwelttechnik,
darüber hinaus gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und dem
Fachbereich Werkstoffwissenschaften im Studiengang
Wirtschaftsingenieurwesen
sowie gemeinsam mit dem Fachbereich Mathematik und Informatik und dem Fachbereich
Werkstoffwissenschaften im Studiengang
Technomathematik.
Forschungsschwerpunkte:
- Ein Komplex ingenieurtechnischer Forschungen am Fachbereich ist der Umwelttechnik
zuzuordnen.
Gearbeitet wird auf folgenden Teilgebieten:
- Abtrennung oder chemische Umwandlung von gasförmigen, flüssigen und festen
Schadstoffen aus Gasen, Flüssigkeiten, Schlämmen und Böden mit Hilfe von Methoden
der mechanischen Verfahrenstechnik, der thermischen Verfahrenstechnik, der chemischen und biologischen Reaktionstechnik, der Bioreaktionstechnik und der
Hochtemperatur- und Hochdrucktechnik.
- Optimale Energienutzung durch Energieverbund als Maßnahme des integrierten
Umweltschutzes.
- Anwendung von Alternativenergien
- Einbeziehung sicherheitstechnischer Fragen in die Forschungen zur Umwelttechnik.
- Thermische und stoffliche Abfallverwertung
- Verarbeitung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe
Dieser Forschungskomplex wird langfristig erhalten bleiben und sich insbesondere auch in
Zusammenarbeit mit den einschlägigen mittelständischen Industrien der Region
weiterentwickeln.
- Einen zweiten Komplex bildet die verfahrenstechnische Forschung zu folgenden
Themenkreisen:
- Aufbau eines modularen Reaktorsystems zur Analyse des Zusammenwirkens der
Strömungsmechanik, des Wärme- und Stoffüberganges und der Reaktionskinetik in
heterogenenReaktoren sowie zur Versuchsplanung.
- Aufbau eines neuen Zweiges bioverfahrenstechnischer Forschung, der insbesondere auf
die Beeinflussung von Produkten mit Hilfe gentechnologischer Methoden abzielt.
Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Biochemie/Biotechnologie
der Universität dringend erforderlich.
- Ausbau der systemverfahrenstechnischen Forschung mit den Themenkomplexen
Fließschemasimulation für Hochdruck-, Abwasser- und
Wasseraufbereitungstechnologien und Entwurf und Optimierung verfahrenstechnischer Systeme.
- Aufbau der sicherheitstechnischen Forschung unter besonderer Beachtung der
Anlagensicherheit und der Analyse von Gefahrstoffwirkungen.
- Aufbau des Forschungsbereiches Informationssysteme für Automatisierungsanlagen.
- Zu einem dritten Komplex lassen sich Themen der verfahrenstechnischen
Grundlagenforschung zusammenfassen:
- Grundlegende Untersuchungen zu Kondensationsvorgängen am horizontalen Rohr
- Mathematische Modellierung und meßtechnische Analyse von Zweiphasenströmungen
- Meßtechnische Erfassung und mathematische Modellierung von turbulenten
Einphasenströmungen
- Untersuchung des Stoffüberganges an fluiden Phasengrenzen mit Hilfe digitaler
Bildverarbeitung
- Erarbeitung eines Expertensystems zur Berechnung von Gleichgewichtsdaten in Systemen
Flüssig-Flüssig und Gas-Flüssig, unter besonderer Berücksichtigung von
Mischungslücken.
- Grundlagenforschung auf dem Gebiet Automatisierungstechnik:
Experimentelle Modellierung und Identifikation
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