Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.1995 - 31.12.1996

Fachbereich Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften

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06108 Halle

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e-mail:barth@geschichte.uni-halle.de
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Dekan:Prof. Dr. Hermann-Josef Rupieper (bis 31.8.1996);
Prof. Dr. Heinz Sahner (ab 1.9.96)



Der Aufbau des Fachbereiches Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften ist mit der Errichtung des Institutes für Psychologie (einschließlich aller vorgesehenen Berufungen) und mit der Einrichtung eines Hauptfachstudienganges für Japanologie, der in Kooperation mit der Universität Leipzig betrieben wird, abgeschlossen.

Für die Fächer Japanologie, Politikwissenschaft und Psychologie mit ihren Hauptfachstudiengängen gab es vor der Wende keine Äquivalente. Die Soziologie war lediglich mit einer Professur vertreten. Aber nicht nur für diese Fächer, auch für die Geschichte und die Philosophie (wenn nicht für diese sogar stärker) waren die frühen Jahre durch intensive Aufbauarbeit gekennzeichnet, die das Zeitbudget sehr strapazierten.

Nun kehrt Normalität ein. Das zeigt sich auch in der Forschung, wenn auch die neu geschaffenen institutionellen Voraussetzungen ihre Fruchtbarkeit erst noch voll entfalten werden. Ich denke dabei nicht nur an die Forschung in den fünf Instituten des Fachbereiches und an das Seminar für Japanologie, sondern auch an die übrigen mittlerweile etablierten Institutionen, wie an das Graduiertenkolleg "Identitätsforschung", die Graduiertenkollegs der Hans-Böckler-Stiftung, das "Zentrum für Sozialforschung Halle e.V." (ZSH), als auch an die fachbereichsübergreifenden interdisziplinären Zentren, wie das "Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung", das "Zentrum für Europäische Studien" (ZEUS) und das "Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung", an denen zahlreiche Mitglieder des Fachbereiches mitwirken.

Schwerpunkte der Forschung bilden sich erst langsam heraus. Das ist nicht verwunderlich und hat institutionelle und historische Gründe. Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei (GG Art. 5, Abs. 3). Und, was will man von einem Fachbereich, dessen Gründungsdatum gerade fünf Jahre her ist, anderes erwarten als Vielfalt? Wissenschaftler, und vor allen Dingen Geistes- und Sozialwissenschaftler, sind Individualisten. Dieses Ergebnis zeitigt die Sozialisation an unseren Universitäten. Die Belohnungssysteme sind nun mal so. Man bewährt sich in Einsamkeit und Freiheit. Dennoch, der Forschungsbericht ist kein Dokument von Weltfremdheit. Ein vielfältiger Bezug zu den Problemen der Gesellschaft hier und heute ist unverkennbar.

Schwerpunkte in der Vielfalt; Forschung, deren Träger sich ihrer sozialen Verantwortung bewußt sind, was will man mehr?

Forschungsschwerpunkte:


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