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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | |
Forschungsbericht |
Berichtszeitraum: | 01.01.1995 - 31.12.1996
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Fachbereich Erziehungswissenschaften
Franckeplatz 1, Haus 3
06110 Halle (Saale)
| Tel.: | (0345) 55 23871 |
| Fax: | (0345) 55 27232 |
| e-mail: | dekanat@paedagogik.uni-halle.de
campehl@paedagogik.uni-halle.de |
| Home-Page: |
http://www.uni-halle.de/erzwiss |
| Dekanin: | Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg |
Im Universitätsjahr 1995/96 bestand der Fachbereich Erziehungswissenschaften aus vier
Instituten: dem Institut für Pädagogik, dem Institut für Rehabilitationspädagogik, dem für
Grundschulpädagogik und dem Institut für technische und wirtschaftliche Bildung. Er ist in
dieser Zusammensetzung im Jahre 1992 entstanden. Die meisten der insgesamt 22 Professuren
und alle Positionen für den wissenschaftlichen Nachwuchs sind erst in den letzten 3 Jahren
besetzt worden. Im Berichtszeitraum waren 7 Professuren noch nicht besetzt.
Die meisten der erst kürzlich berufenen Professorinnen und Professoren haben ihre Forschungskooperationen von ihren Herkunftsuniversitäten und aus ihren überregionalen, auch
internationalen Kontaktnetzen mit nach Halle gebracht und hier gepflegt und ausgebaut. Auch
im Fachbereich sind in den Instituten und über die Institute hinaus inzwischen eine Vielzahl
von Kooperationen entstanden. Von der für die nächsten Jahre geplanten räumlichen
Zusammenführung aller Institute des Fachbereichs auf dem Campus der Franckeschen Stiftungen wird
eine weitere positive Entwicklung der bisher noch in den Anfängen stehenden Forschungskooperationen erwartet.
Das Forschungsprofil des Fachbereiches ist im Berichtszeitraum durch eine Vielzahl von
einzelnen Forschungsprojekten bestimmt, die in ihrer Mehrheit als Drittmittelprojekte durch
die DFG, die Hans-Böckler-Stiftung und zuständige Ministerien des Landes gefördert werden.
Es lassen sich drei Schwerpunkte erkennen:
Forschungsschwerpunkte:
- Schulforschung: Ein bedeutender Teil der Forschungsprojekte befaßt sich mit
Bildungs- und Erziehungsprozessen in der Schule und anderen öffentlichen Institutionen (von Kindergarten bis Universität). Hier stehen Fragen der inhaltlich-pädagogischen
Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen, der individuellen und sozialpsychologischen
Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, der organisatorischen und administrativen
Schulentwicklung und der empirischen Erforschung von Schulalltag im Vordergrund.
Hervorzuheben ist, daß es hier einen besonderen Schwerpunkt bei der Erforschung der
besonderen Situation behinderter Kinder gibt.
Dieser Bereich der Forschung wird in enger Kooperation mit dem Zentrum für Schulforschung
betrieben, in dem ein großer Teil der Professorinnen und Professoren Mitglieder sind.
- Empirische Sozial- und Bildungsforschung: Ein vergleichbar großer Bereich der
Forschung bezieht sich auf Fragen der Bildung in weiterem Sinne (Altenbildung,
Erwachsenenbildung, Frauenbildung z.B.), auf die Arbeitsfelder der sozialen Arbeit und
Beratung von Klientengruppen unterschiedlicher Art, auf Entwicklungen der sozialen
und pädagogischen Berufe und Professionen und die Probleme der Organisationen
sozialer Dienstleistungen, auf Kinder- und Jugendforschung und auf Biographie- und
Lebenslaufforschung. Dabei stehen Fragen der Medien, der Geschlechter- und
Generationsverhältnisse oft im Mittelpunkt des Interesses.
Hier werden Kooperationen mit dem Zentrum für Sozialforschung, An-Institut der
Martin-Luther-Universität, aufgebaut. In diesem Bereich ist ein von der Hans-Böckler-Stiftung gefördertes Promotionskolleg in Kooperation mit dem Fachbereich Geschichte,
Philosophie, Sozialwissenschaften und der Humboldt-Universität zu Berlin eingerichtet
worden.
- Historische und wissenschaftstheoretische Untersuchungen bilden einen dritten
Schwerpunkt der Forschungen im Fachbereich. Hierbei geht es zum einen um
historisch-vergleichende Studien zum Bildungswesen, zur Entwicklung des Hochschulwesens, der Lehrerausbildung und der Erziehungswissenschaft als Disziplin. In
einem weiteren Bereich, der eher wissenschaftstheoretisch und bildungsphilosophisch
orientiert ist, werden kulturell vergleichende und theoretische Studien zum Wissen,
insbesondere zum pädagogischen Wissen durchgeführt.
Hier sind vor allem die Franckeschen Stiftungen mit ihren vielfältigen Archiven und das
Zentrum für Aufklärungsforschung wichtige Kooperationspartner.
Die besonderen Bemühungen des Fachbereichs richten sich auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die Forschung. Nicht zuletzt die Teilnahme an internationalen
Programmen wie z.B. "Tempus", "Erasmus" und "Sokrates" sollen den Horizont unserer
Absolventen und Absolventinnen erweitern und internationale Kooperationserfahrungen
ermöglichen.
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