Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum:01.01.1995 - 31.12.1996

Interdisziplinäre Wissenschaftliche Zentren


Interdisziplinäres Zentrum für Angewandte Medizinische Humanbiologische Forschung (ZAMED)

Dienstsitz: Franzosenweg 1a
06112 Halle(Saale)
Geschäftsführende Direktorin: Prof. Dr. Heidi Foth Tel.: (0345) 5 57-16 30
Geschäftsstellenleiter: Dr. Siegfried Bauer Tel.: (0345) 5 57-40 24
Fax: (0345) 5 57-18 71
e-mail: sbauer@.ws1-iut.medizin.uni-halle.de


An der Martin-Luther-Universität wurde 1996 ein Interdisziplinäres Wissenschaftliches Zentrum für Angewandte Medizinische und Humanbiologische Forschung unter Beteiligung der Medizinischen Fakultät, der Fachbereiche Biotechnologie, Biochemie, Biologie und Pharmazie sowie in enger Kooperation mit dem Biozentrum und dem IWZ Materialwissenschaften gegründet. Das Zentrum ist eine fakultätsübergreifende wissenschaftliche Einrichtung, die gezielt die interdisziplinäre Bearbeitung von relevanten Themen fördern soll und allen Fakultäten und Fachbereiche der Universität offen steht.

Die TGZ Halle GmbH wird einen Fördermittelantrag für einen Forschungsverfügungsbau für angewandte medizinische und humanbiologische Forschung im Wissenschafts- und Innovationspark (WIP) Heide-Süd (Halle) als Erweiterungsbau des TGZ stellen, dessen Forschungsflächen durch das Universitätszentrum zu ca. 45 % genutzt werden sollen.

Ziele des Zentrums sind die Erforschung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung von innovativen Produkten, Methoden, Therapieverfahren und Dienstleistungsangeboten auf dem Gebiet der angewandten Medizin und Humanbiologie in einem Forschungsverfügungsbau mit Laborflächen, Technologiebereichen und in tierexperimentellen Räumen durch die enge Verflechtung von universitärer Forschung und industrieller Umsetzung sowie die Ansiedelung innovativer KMU und die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen.

Die Realisierung des Bau-Projektes ist mit Fördermitteln der Europäischen Union und des Landes Sachsen-Anhalt vorgesehen (EFRE/GA-Mittel).

Die wissenschaftliche Leitung erfolgt durch das Direktorium des Zentrums (Leitung: Prof. Dr. Heidi Foth, Institut f. Umwelttoxikologie; Mitglieder: Prof. Dr. Werner Hein, Prof. Dr. Alexander Berghaus, Prof. Dr. Karl-Ernst Dette, Prof. Hans-Reinhard Zerkowski, Prof. Dr. Martin Luckner, Prof. Dr. Hans-Reiner Höche) und die Geschäftsstelle (Leitung: Dr. Siegfried Bauer, Medizinische Fakultät).

 
Forschungsschwerpunkte:

1. Biomaterialien
- Forschung (Medizin, Chemie, Biologie, Werkstoffwissenschaften, Verfahrenstechnik)
- Entwicklung (Polymerwerkstoffe, Keramik, Metalle)
- Anwendung (Ersatzstoffe, lmplantate, Prothesen, Therapiehilfsmittel)
- Produktion (Firmen, Existenzgründer)

Die Stärken des Schwerpunktes werden im Angebot der direkten Zusammenarbeit von Entwicklern, Produzenten und Anwendern der Materialien gesehen. Insbesondere die direkte Kooperation mit den Kliniken soll das Interesse der Firmen für eine Mitarbeit/Ansiedelung im ZAMED wecken.

2. Mensch und Umwelt
- Forschung (Umweltmedizin, Toxikologie, Chemie, Biologie, Ökologie)
- Entwicklung (Methoden, Testverfahren, Softwareentwicklung)
- Anwendung (Umweltmedizinische Beratung, Datenbankrecherchen, Öffentlichkeitsarbeit)
- Vermarktung (Dienstleister, Firmen, Existenzgründer)

In diesem Schwerpunkt sollen Probleme der Umweltmedizin, Toxikologie und Umweltberatung zusammengefaßt werden. Der Schwerpunkt hat neben Entwicklungsaufgaben auch einen Dienstleistungscharakter. Er beinhaltet wissenschaftliche Service-Einrichtungen zur Bereitstellung spezieller Zellinien und -kulturen, Einrichtungen für toxikologische, gentoxikologische und spezielle umwelttoxikologische Testsysteme sowie Methoden zur Biokompatibilitätstestung von Biomaterialien. Es soll u.a. eine umweltmedizinische und umwelttoxikologische Beratungseinrichtung geschaffen werden, die über Online-Dienste verfügt und Anfragen aus dem gesamten mitteldeutschen Raum bearbeitet..

3. Onkologie
- Forschung (Medizin, Umwelttoxikologie, Gentoxikologie, Biologie)
- Entwicklung (Testverfahren, Zellbiologie, Gensonden)
- Anwendung (Diagnostik, Früherkennungsverfahren, klinische Untersuchungen)
- Vermarktung (Dienstleister, Firmen, Existenzgründer)

Der Forschungsschwerpunkt "Onkologie" an der Medizinischen Fakultät bietet gute fachliche Voraussetzungen für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Teststrategien bzw. zur Nutzung in der umweltmedizinischen Beratung.

Weitere Wirkungsfelder
Darüber hinaus soll evaluiert werden, ob weitere Wirkungsfelder auf den Gebieten
- Biomechanik
- Herz-Kreislauf-Forschung
- Organersatz
- Technikfolgeabschätzung
in die o.g. Schwerpunkte integriert werden können.

Anfragen
Anfragen zur Anmietung von Laborflächen oder zur Projektbearbeitung können ab sofort an die Geschäftsstelle des ZAMED
Dr. S. Bauer, Franzosenweg 1a, 06097 Halle, Tel., Fax und E-Mail (siehe oben) gerichtet werden.


Zurück zu