Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum: 01.01.2001 - 31.12.2002

Medizinische Fakultät

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Dekan:

Prof. Dr. med. Stephan Zierz


Besonderheiten der Medizinischen Forschung

Im Unterschied zu nicht Medizinischen Fakultäten ist die Forschung in den klinischen Fächern der Medizinischen Fakultät durch den untrennbaren Zusammenhang mit der direkten Krankenversorgung gekennzeichnet. Dies bedeutet, dass in den Kliniken nicht nur Forschung und Lehre, sondern auch eine maximale Krankenversorgung stattfinden muss. Die klinische Forschung wiederum lässt sich unterteilen in die Bearbeitung solcher Fragestellungen, die unmittelbar den Patienten mit einbeziehen, und andererseits in eine experimentelle Forschung, die im Labor stattfindet.

Die Medizinische Fakultät hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Nachwuchs und ihre Forschungsvorhaben durch ein integriertes Programm zu fördern, das Elemente der personengebundenen Nachwuchsförderung, der projektorientierten Forschungsförderung und der Fortbildung miteinander vereint. Diese Anstrengung soll dazu beitragen, den alten Stellenwert der Universität in der medizinischen Forschungslandschaft wieder zu erlangen, und helfen, dem wissenschaftlichen Nachwuchs ein attraktives Umfeld für experimentelles Forschen, wissenschaftliche Arbeit und Fortkommen zu schaffen.

 

Forschungsprofil

Besonders hochrangige Forschung findet an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf den Gebieten der Zell- und Gentherapie, Genetik, der Zell- und Entwicklungsbiologie, Immunologie, Onkologie, Gastroenterologie - Hepatologie, der myopathischen und mitochondrialen Erkrankungen sowie der medizinischen Biomaterialien statt. Darüber hinaus haben sich Arbeitsgemeinschaften im Bereich der Epidemiologie und der Versorgungsforschung sowie der Rehabilitationswissenschaft entwickelt.

Das Schwerpunktthema der Fakultät "Genetische und zellbiologische Konzepte zur Erforschung von Krankheitsursachen und zur Entwicklung von Therapiestrategien" dient der strukturellen Weiterentwicklung und der wissenschaftlichen Profilbildung der Fakultät. Es lässt durch die bewusst allgemein gefassten Begriffe "Krankheitsursachen" und "Therapiestrategien" hinreichend Entwicklungsperspektiven für eine sich im Wettbewerb an Originalität und Qualität orientierende Themenfestlegung. Aufbauend auf den an der Fakultät ausgewiesenen wissenschaftlichen und klinischen Kompetenzen werden zumindest mittelfristig Herzkreislauf- und Tumorerkrankungen im Zentrum des Schwerpunktes stehen. So arbeitet seit 2002 erfolgreich der SFB "Herzversagen im Alter - Zelluläre Mechanismen und therapeutische Einflussnahme (SFB 598)". Mit dem "Forschungszentrum Immunologie Magdeburg-Halle" wurde ein zweiter wesentlicher Impuls für zukünftige Forschungsprojekte gesetzt. Nicht zuletzt hat das durch das BMBF bewilligte "Koordinationszentrum Klinische Studien" der Klinischen Forschung an unserer Fakultät neue Perspektiven eröffnet. Weiterhin sind verschiedene Arbeitsgruppen der Fakultät an anderen Forschungsschwerpunkten der Universität beteiligt. Dies schließt insbesondere auch die Beteiligung an Sonderforschungsbereichen der Partneruniversitäten Leipzig und Jena ein.

Die Schwerpunktsetzung an der Fakultät bedeutet keine Einschränkung der Entwicklungsperspektiven für Forschergruppen, die sich nicht unmittelbar mit der Thematik des Schwerpunktes auseinandersetzen. Ihnen kann von Seiten der Fakultät die gleiche Unterstützung zuteil werden, wenn es sich um qualitativ besonders hochwertige oder vielversprechende Forschungsansätze handelt. Die Perspektive für die Weiterentwicklung einer zukünftig kompetitiveren grundlagenorientierten und klinischen Forschung an der Medizinischen Fakultät ist durchaus als positiv zu werten.

 

Restrukturierung der Forschungsorganisation

In den letzten Jahren hat die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhebliche Anstrengungen unternommen ihre Forschungsorganisation zu verbessern und die vorhanden Ressourcen besser auszunutzen. Die Fakultät hat dabei die sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befindenden tradierten Forschungsschwerpunkte aufgegriffen, sie durch inhaltliche Weiterentwicklungen verstärkt und unter einer gemeinsamen Perspektive: "Genetische und zellbiologische Konzepte zur Erforschung von Krankheitsursachen und zur Entwicklung von Therapiestrategien" vereint. Die thematische Fokussierung soll zu einer effizienteren wissenschaftlichen Profilbildung beitragen, durch eine stärkere Betonung der interdisziplinären Kooperation Synergieeffekte erzielen und zumindest mittelfristig zu einer extramuralen Verbundförderung führen. Die Ausrichtung des neuen Schwerpunktthemas berücksichtigt u. a. auch das Forschungsprofil, das sich in den letzten Jahren parallel zu den drei bisherigen Schwerpunktthemen entwickelt hat.

Das Thema des Forschungsschwerpunktes berücksichtigt einerseits die sich national, vor allem aber international rasch vollziehende Entwicklung in Richtung einer molekularen Medizin mit individualisierten Diagnose-, Prognose- und Therapiekonzepten sowie die an der Fakultät vorhandenen Kernkompetenzen in den Grundlagenwissenschaften, in der Zell- und Gentherapie und in der klinischen Forschung auf den Gebieten der Herz-Kreislauf- und der Krebserkrankungen. Das Konzept des neuen Schwerpunktthemas berücksichtigt auch das attraktive Forschungsprofil des wissenschaftlichen Umfeldes (zu nennen sind hier z. B. die Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät, die Max-Planck-Gesellschaft, das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Freiburg / Halle, das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH, das Institut für Pflanzenbiochemie Halle, die IWZ´s Biozentrum und Materialwissenschaft sowie das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben). Das Thema ist durch die Fokussierung auf genetische und zellbiologische Konzepte hinreichend eng definiert. Es wird als integratives Forschungskonzept, zu dem Einrichtungen aus den Grundlagenwissenschaften und der klinischen Forschung beitragen, zweifelsohne zu Synergieeffekten innerhalb der Fakultät und der Universität führen. Dem Standortnachteil der neuen Bundesländer besonders bei der Rekrutierung wissenschaftlichen Nachwuchses soll durch die Umsetzung eines attraktiven Nachwuchsförderprogramms (Wilhelm-Roux-Programm zur Nachwuchs- und Forschungsförderung) begegnet werden, das externe Kompetenz anzieht und die Wissenschaftler vor Ort optimal motiviert. Wesentliche Anteile der beantragten Mittel sollen im Rahmen dieses Programms eingesetzt werden (Nachwuchsgruppen, Rotationsstellen, Stipendien, Anschub- und Ergänzungsanträge). Das Programm wird durch Mittel der Fakultät komplementiert und nach Auslaufen der beantragten BMBF-Förderung vollständig von der Fakultät getragen werden.

Kern des Antrags ist neben der Umsetzung dieses Programms die komplette finanzielle Transparenz des Landeszuschusses für Lehre und Forschung sowie die maximale Mobilisierung bislang gebundener Mittel, insbesondere die Reduzierung des Defizits für die poliklinischen Ambulanzen. Die Fakultät verpflichtet sich im Rahmen der Beteiligung an der BMBF-Ausschreibung, dass bei Antragstellung mehr als 5% des Landeszuschusses für Lehre und Forschung für die flexible Mittelvergabe zur Verfügung stehen, innerhalb von drei Jahren für den gesamten Landeszuschuss eine transparente Zuteilung realisiert wird und mindestens 30% dieser Mittel nach Leistungsgesichtspunkten verteilt werden.

Im Rahmen der Antragstellung hat die Medizinische Fakultät ein Gesamtkonzept zur weiteren Entwicklung ihrer Forschungsaktivitäten erarbeitet, das sowohl für die interne Profilierung von Fakultät und Universität als auch für die öffentlichkeitswirksame Außendarstellung von Bedeutung sein wird.

 

Programm zur Forschungs- und Nachwuchsförderung (Wilhelm-Roux-Programm)

Das Wilhelm-Roux-Programm nutzt drei synergistische Förderinstrumente, die sich gegenseitig stützen und ergänzen:

  1. Dedizierte Nachwuchsförderung durch Einrichtung von Nachwuchsgruppen und Juniorgruppen.

  2. Projektförderung unter ausdrücklichem Einschluss von Personenförderungen in Form von "study nurses", wissenschaftlichen Hilfskräften, Doktoranden, und von projektbezogenen Stipendien für Mediziner und Naturwissenschaftler. Neben einer Ergänzungsausstattung bereits geförderter Projekte ist eine zeitlich begrenzte Anschubfinanzierung vorgesehen, um vielversprechenden neuen Projekten mit Aussicht auf Drittmittelförderung den Beginn zu ermöglichen.

  3. Fortbildung in Form der Einrichtung eines Nachwuchskollegs mit institutionalisierten Veranstaltungs- und Fortbildungsreihen. Vergabe von Reisestipendien für Ausbildungszwecke. Einrichtung von Graduiertenkollegs.

Die Ziele des Wilhelm-Roux-Programms zur Nachwuchs- und Forschungsförderung der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind die Förderung vielversprechender Nachwuchswissenschaftler und einer qualitativ hochwertigen und international kompetitiven medizinischen Forschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dabei soll die Schwerpunktbildung vorangetrieben und gestärkt werden, um den begrenzten Ressourcen der Universität Rechnung zu tragen. Der konstruktive Wettbewerb innerhalb der Fakultät wird gefördert, um zu einem effektiveren Einsatz der Mittel zu kommen und die Qualität der Projekte weiter zu erhöhen. Es sollen vornehmlich die klinisch angewandte, patientennahe Forschung sowie die biomedizinische Grundlagenforschung gefördert werden. Eine Förderung durch das Wilhelm-Roux-Programm soll immer eine anderweitige Förderung vorbereiten oder ergänzen.

Die mit Laufzeitbeginn 2001 zur Verfügung stehende Summe von 1,25% des Landeszuschusses für Forschung und Lehre soll innerhalb von 3 Jahren auf 3,75% steigen und nach 6 Jahren 6,25% des Landeszuschusses erreicht haben.

Im Rahmen des Förderprogramms drei Nachwuchsgruppen besetzt, die inzwischen sehr erfolgreich arbeiten.

 

Forschungsverfügungsflächen

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle verfügt neben den Forschungsflächen, die direkt den Kliniken und Instituten zugeordnet sind, über einen Pool an Forschungsverfügungsflächen, die vorrangig an zwei Standorten zusammengefasst sind. Im Zentrum für Angewandte Medizinische und Humanbiologische Forschung (ZAMED, Eröffnung im Herbst 2000) gehören die meisten Arbeitsgruppen der Medizinischen Fakultät an und im Biozentrum Halle (Eröffnung im Jahr 1998) wird der Großteil der universitär vermieteten Flächen von Arbeitsgruppen des Hochschulbereiches genutzt. Dank der Bereitstellung von Fördermitteln der EU und des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von mehr als 1,5 Mio. DM konnten die Labor- und Spezialräume des Zentrums mit modernsten Geräten für die Bearbeitung biomedizinischer Forschungsprojekte ausgestattet werden. Inzwischen liegt der Auslastungsgrad der Laborflächen bei 100%. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt arbeiten 13 Arbeitsgruppen aus verschiedenen Kliniken und Instituten der Medizinischen Fakultät sowie eine Nachwuchs-Forschergruppe im ZAMED. Das Fördervolumen der im ZAMED bearbeiteten Forschungsprojekte beträgt bisher insgesamt mehr als 3,2 Mio. Euro.

 

Forschungszentrum Immunologie

Das Zentrum Immunologie Magdeburg - Halle (FZI) ist ein durch das BMBF geförderter Zusammenschluss von selbständigen Wissenschaftlern und Forschergruppen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Ziel, die wissenschaftliche Infrastruktur und den wissenschaftlichen Nachwuchs für immunologisch arbeitende Gruppen an beiden Universitäten zu verbessern. Diese Zielstellung wurde 2002 durch die Einrichtung von drei Core Facilities und zwei Nachwuchswissenschaftlergruppen erfolgreich umgesetzt. Durch die Einrichtung der Core Facilities konnten Defizite in der Aufbereitung und Analyse von immunologisch relevanten Zellen (Core Facility Zellulartherapie), im Bereich der Expressionsanalyse von Zellen des Immunsystems (Core Facility Funktionelle Immungenetik) und in der Haltung transgener bzw. immunkompromittierter Tiere (Core Facility Transgene Organismen) reduziert werden.

Durch die Berufung des Leiters der zentralen Service-Einheit konnte ein weiterer Schritt zur Verbesserung der zentralen Nutzung von Resourcen getan werden. Das Zentrum für Medizinische Grundlagenforschung (ZMG) mit dem Großtier-OP, der Zentrale Kleintierhaltung, der wissenschaftliche Werkstatt und biochemischen / zellphysiologischen Laboratorien werden in der Perspektive dieser Service-Einheit zugeordnet. Die Nutzungsmöglichkeit in diesen ZMG-Einrichtungen werden jeweils befristet und projektgebunden vergeben.

Allgemeine Angaben zur Förderung des FZI:

Förderzeitraum: 01.07.2001 - 31.12.2003
Gesamtzuwendungssumme: 14.005.515,00 DM
Davon Universität Halle: 5.199.918,00 DM.

 

Landeszentrum für Zell- und Gentherapie (LZG)

Die Implementierung des Landeszentrums für Zell- und Gentherapie (LZG) mit 30 Transplantationsbetten, finanziert durch die Deutsche Krebshilfe, das Land Sachsen-Anhalt und die Bundesrepublik Deutschland, hat eine Katalysatorfunktion für die Entwicklung der Zell- und Gentherapie in Halle.

Am Klinikum der Martin-Luther-Universität besteht experimentell und klinisch eine besonders ausgewiesene Erfahrung in der Gentherapie zentraler und peripherer neuroektodermaler Tumoren. Die durch gezielte Berufungspolitik initiierten neuen Forschungsaktivitäten weisen auch weitere direkte Bezüge zu Zelltherapie und Stammzelltransplantation auf. In der Profilbildung der Universität im Bereich Zell- und Gentherapie wird die Kompetenz auf dem Gebiet der Behandlung und Erforschung onkologischer Erkrankungen auch auf nicht-onkologische Krankheitsbilder ausgedehnt.

Zur Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunktes Zell- und Gentherapie ist die Akquisition einer kritischen Menge an Kernkompetenz auf den Gebieten der Immunologie, der Identifikation genetisch bedingter Krankheitsmechanismen und der funktionellen Genomik erforderlich.

Das Landeszentrum für Zell- und Gentherapie stellt eine essentielle klinische Komplementärstruktur zu den bestehenden Einrichtungen der Biotechnologie am Standort Halle dar, insbesondere zum Biozentrum und zum ZAMED. Es befördert so die Entwicklung des Biotechnologie-Standortes Halle und die wirtschaftliche Entwicklung der Region "Südliches Sachsen-Anhalt" einschließlich der damit verbundenen Schaffung neuer Arbeitsplätze.

 

Koordinierungszentrum für Klinische Studien Halle (KKS Halle)

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat mit Fakultätsratsbeschluss vom Mai 2001 ein Koordinierungszentrum für Klinische Studien als eine Dienstleistungseinrichtung (Clinical Research Unit) der Fakultät eingerichtet. Nach Antragstellung vom Herbst 2000 wird das Koordinierungszentrum in Halle ab April 2002 sechs Jahre lang über eine Strukturfördermaßnahme des BMBF als eines von 12 Zentren in Deutschland finanziell gefördert. Das Zentrum hat Anfang April seine Räume im Technologie- und Gründerzentrum Halle (TGZ1) nahe dem Neubau des Universitätsklinikums Kröllwitz bezogen und die Arbeit aufgenommen.

Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien Halle (KKSH) legt besonderen Wert darauf, gleichrangig wissenschaftsgetriebene und Studien im Auftrag der Industrie in den Bereichen der Planung, Durchführung und Auswertung zu unterstützen. Das Schwergewicht liegt gemäß der Ausrichtung der Fakultät auf den Gebieten der Onkologie und Herz-Kreislauf-Medizin. Es werden vorrangig Therapiestudien, Studien zur Medizinprodukteprüfung, Screening- und Diagnosestudien, Studien der epidemiologischen Versorgungsforschung (onkologische Versorgung, Reha-Versorgung, Pflegeversorgung) und epidemiologische Risikofaktorstudien durchgeführt. Ein Schwergewicht der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten des KKS Halle wird in Abstimmung mit den benachbarten Koordinierungszentren in der Weiterbildung zum Prüfarzt liegen. Für andere Weiterbildungen stellt das KKS Halle im gegenseitigen Austausch Dozenten bereit.

Gemäß der vom Fakultätsrat beschlossenen Satzung des KKSH wird das Direktorium die durch das Koordinierungszentrum zu betreuenden Studien nach vorgegebenen Qualitätsstandards (insbesondere GCP-Konformität) prüfen.

Das KKS Halle legt besonderen Wert auf die Pflege bestehender und in Planung befindlicher Patienten-, Klinik- und Kompetenznetzwerke auf den Gebieten der gastroenterologischen Tumoren, der chronischen Hepatitis, der Lungenkarzinome, der Herzinsuffizienz, der Intensiv- und Notfallmedizin und der Immun- und Gentherapie. Aufgrund der bereits existierenden Netzwerke und der sieben für die nächsten zwölf Monate geplanten und für das KKS vorgesehenen multizentrischen Studien ist die Arbeitsfähigkeit und Auslastung des Zentrums in den ersten zwei Jahren gegeben.

Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien Halle ist die folgerichtige Ergänzung des von der Fakultät formulierten Forschungsschwerpunktes "Genetische und zellbiologische Konzepte zur Erforschung von Krankheitsursachen und zur Entwicklung von Therapiestrategien" im Hinblick auf die qualitative Verbesserung der Infrastruktur der patientennahen klinischen Forschung.

 

Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften

Für den Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften wurde 2002 der Förderbescheid des BMBF für die 2. Förderphase ausgereicht. In diesem Verbund werden Projekte aus mehreren Kliniken und Instituten der Fakultät mit einem Fördervolumen von ca. 1,46 Mio. € bearbeitet. Ziel des Verbundes ist es, Erkenntnisse über Reha-Systemschnittstellen und Verbesserungsmöglichkeiten in der Pflege zu gewinnen. Die "Verbund-Geschäftsstelle" unterstützt administrativ, organisatorisch und inhaltlich die Integration der Verbundprojekte, die reha-wissenschaftliche Weiterqualifizierung im Verbund sowie die Außendarstellung des Verbundes. Das "Reha-wissenschaftliche Kolleg" umfasst ein Studienkolleg, zwei Promotionsstipendien und ein Stipendien-/Doktoranden-Betreuungsprogramm.


 


Im Bereich Medizin sind die Angaben zu abgeschlossenen Promotionen und Habilitationen nicht in einer extra Datei sondern jeweils in der Datei mit den Veröffentlichungen aufgelistet.


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