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Dienstsitz: |
Geusaer Straße |
Tel.: |
(03461) 46-2806 |
Fax.: |
(03461) 46-2838 |
eMail: |
dekanat@iw.uni-halle.de |
Internet: |
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Dekan: |
Prof. Dr.-Ing. habil. Holm Altenbach |
Prodekane: |
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Ulrich |
Prof. Dr.-Ing. Hans Roggendorf |
Seit dem Wintersemester 1998/99 bilden die beiden Fachbereiche Verfahrenstechnik und Werkstoffwissenschaften den Fachbereich Ingenieurwissenschaften. Derzeit besteht der Fachbereich aus den o. g. Instituten. Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften kann auf eine mehr als vierzigjährige Tradition in Lehre und Forschung zurückblicken. Der Fachbereich Verfahrenstechnik an der ehemaligen Technischen Hochschule Merseburg wurde im Jahre 1958 als Fakultät für Verfahrenstechnik und Grundlagenwissenschaften gebildet und war damals eine der ersten Fakultäten für Verfahrenstechnik an Technischen Hochschulen bzw. Universitäten im deutschsprachigen Raum. Der Fachbereich Werkstoffwissenschaften existierte seit 1993. Er ist aus der 1975 gegründeten Sektion Werkstofftechnik, die 1984 in Sektion Werkstoff- und Verarbeitungstechnik umbenannt wurde, hervorgegangen. Seit dem 1. 4. 1993 gehören die Fachbereiche Verfahrenstechnik und Werkstoffwissenschaften entsprechend der Empfehlung des Wissenschaftsrates für den Erhalt der universitären Ausbildung zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit Beginn der verfahrenstechnischen und werkstoffwissenschaftlichen Ausbildung wurden etwa 6000 Diplomingenieure ausgebildet und ca. 650 Promotionen erfolgreich verteidigt. Der Umzug des gesamten Fachbereiches nach Halle wird derzeit vorbereitet. Die folgenden Professuren des Fachbereiches haben bereits ihren Dienstsitz in Halle: Bioverfahrenstechnik, Aufarbeitung biotechnischer Produkte, Heterogene Polymere, Automatisierungstechnik sowie Technik und Umwelterziehung.
Zum Fachbereich Ingenieurwissenschaften gehören derzeit insgesamt 143 Haushaltsstellen
Die materielle Ausstattung des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften:
Ca. 7000 m² Nutzfläche Labors und Praktika und
Ca. 4000 m² Nutzfläche Technika und Werkstätten
Versuchsstände zur Bioverfahrenstechnik, Aufarbeitung biotechnischer Produkte, Stoff- und Wärmeübertragung, Kristallisation, Plasmatechnologie, Strömungsmechanik, Mechanischen Verfahrenstechnik, Stoffdatenermittlung, Granulometrie, Umweltschutztechnik, Elektro- und Kommunikationstechnik, Automatisierungstechnik, Reaktionstechnik,
und
Versuchsstände ausgerichtet auf die Aufgabenkomplexe Struktur-Eigenschafts-Bestimmung, Kennwertermittlung und Technologie der Verarbeitung polymerer Werkstoffe und Verbunde sowie anorganisch-nichtmetallischer Werkstoffe.
Drittmittel (eingeworben):
3,0 Mill. € 2002
2,9 Mill. € 2001
2,7 Mill. € 2000
2,4 Mill. € 1999
Die Ausbildung am Fachbereich Ingenieurwissenschaften erfolgte im Berichtszeitraum in den Studiengängen
darüber hinaus mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im gemeinsamen Studiengang
Die Forschung am Fachbereich ist insgesamt so
ausgerichtet, dass neben den Synergieeffekten durch die Wechselwirkung mit den
verschiedenen relevanten Fachbereichen und Fakultäten der
Martin-Luther-Universität solche Effekte auch mit der im Süden Sachsen-Anhalts
ansässigen chemischen Industrie, wie DOW, BSL, Domo Capro Leuna,
Stickstoffwerke Piesteritz und ELF und den damit verbundenen weiteren
Unternehmen erreicht werden.
Schwerpunkt
Bioengineering
Der
Schwerpunkt Bioengineering fasst die Aktivitäten auf den Gebieten
Bioverfahrenstechnik und biomedizinische Materialien zusammen.
Das
Bioingenieurwesen entwickelt Verfahren für die Überführung grundlegender
biochemischer und biologischer Prozesse in die industrielle Praxis.
Die
Arbeiten zu den biomedizinischen
Materialien gehen von den bestehenden werkstoffwissenschaftlichen Aktivitäten
aus. Für die Kooperation mit der Medizin ergeben sich folgende Ansatzpunkte:
·
Entwicklung
und Charakterisierung von Implantatmaterialien.
·
Biomedical
Engineering, das als neues Fachgebiet unter anderem die Arbeiten zur Herstellung
von Implantaten und künstlichen Organen oder zur Stammzellenkultivierung
konzentriert.
Mit der
Besetzung der neu geschaffenen Professur "Aufarbeitung biotechnischer
Produkte" wurde der Bereich der Produktaufarbeitung bei modernen
Produktionsverfahren für Therapeutika und Diagnostika abgesichert.
Es bestehen insgesamt in diesem Schwerpunkt unmittelbare Berührungspunkte zu anderen Fachbereichen und Fakultäten der Universität, wie Biologie, Biochemie, Pharmazie, Landwirtschaft und Medizin.
Schwerpunkt
Materialwissenschaften / Polymerwerkstoffe
Auf dem Gebiet der Materialwissenschaften kann der Fachbereich auf eine längere Tradition und eine eng verflochtene Zusammenarbeit mit den anderen Fachbereichen und Fakultäten der Universität (Physik, Chemie, Pharmazie, Medizin), dem Institut für Polymerwerkstoffe e. V., außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie der werkstofforientierten Industrie verweisen. Insbesondere die Polymerforschung am Fachbereich umfasst in einer auf universitärer Ebene einzigartigen Breite das gesamte Gebiet von den Grundlagen bis zur Verarbeitung. Insbesondere sind die Themenbereiche
· mikromechanische Modellierung,
· Ermittlung mechanischer Kennwerte,
· Erzeugung neuer Kunststoffe durch reaktive Compoundierung oder gezielte Heterogenisierung sowie
· Kunststoffrecycling
hervorzuheben. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Universität konkretisierte sich bisher im Innovationskolleg “Neue Polymermaterialien”, dem Graduiertenkolleg “Polymerwissenschaften”, dem SFB “Struktur und Dynamik nanoskopischer Inhomogenitäten in kondensierter Materie” sowie in Arbeitsgruppen des Interdisziplinären Zentrums Materialwissenschaften.
Schwerpunkt Umwelttechnik
In
diesem Schwerpunkt werden die Problemkreise
·
Abfallentsorgung,
·
Thermische
und plasmachemische Abfallbehandlung,
·
Abluftreinigung,
·
Abwasserreinigung/Grundwasserschutz,
·
Anlagen-
und Umweltsicherheit, Rationelle Energieanwendung und
·
Ökologische
Bewertung und Bildung
bearbeitet.
Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem Universitätszentrum für Umweltwissenschaften
(UZU), dem Institut für Mikrobiologie, dem Institut für Biotechnologie, dem
Institut für Umwelt- und Entsorgungstechnik e. V. und dem Institut für Analytik
und Umweltchemie. Kooperationen mit der Landwirtschaftlichen Fakultät, dem
Fachbereich Geowissenschaften und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
zeigen die Verflechtungen mit anderen Bereichen der Universität.
Unterstützt
werden diese Schwerpunkte durch die
Aktivitäten zur Forschung zum Chemieingenieurwesen und zu den ingenieurwissenschaftlicher
Grundlagen. Es bestehen dabei unmittelbare Verbindungen zu den Fachbereichen
Mathematik/Informatik, Pharmazie, Chemie und Physik.
Bereits existente länderübergreifende Kontakte zur
Industrie, zu Forschungsinstitutionen und ausländischen Universitäten wurden
weiter ausgebaut und vertieft, um die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen
Standortpotentiale der Universität und damit auch der Region sichtbar zu
machen. Die mit den in der Region ansässigen Forschungsinstituten der
Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, den Instituten der blauen
Liste und dem UFZ Leipzig bestehenden Kooperationsbeziehungen wurden ebenso
fortgeführt und intensiviert.
Gemeinsame laufende Berufungsverfahren mit der
Fraunhofer-Gesellschaft und Mitgliedschaften durch Kooption in den Fachbereich
Ingenieurwissenschaften und von Mitgliedern des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften
in andere Fachbereiche der Universität sind ebenso ein Ausdruck dieser
Kooperation wie die berufene Mitwirkung von Professoren des Fachbereiches im
Fachbeirat des MPI für Mikrostrukturphysik und im Kuratoriums des FhI für
Werkstoffmechanik.
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