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| Dienstsitz: | Geusaer Straße 06217 Merseburg | |
| Tel.: | (0 34 61) 46-28 68 | |
| Fax: | (0 34 61) 46-28 42 | |
| eMail: | roland.adler@iw.uni-halle.de | |
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| Direktor | Prof. Dr.-Ing. Roland Adler |
Professuren des Institutes
Thermische Verfahrenstechnik
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| Leiter: | Prof. Dr.-Ing. Joachim Ulrich |
Mechanische Verfahrenstechnik
| Tel.: | (0 34 61) 46-28 79 | |
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| Leiter: | Prof. Dr.-Ing. Martin Sommerfeld |
Reaktionstechnik
| Tel.: | (0 34 61) 46-38 68 | |
| Fax: | (0 34 61) 46-28 42 | |
| eMail: | roland.adler@iw.uni-halle.de | |
| Leiter: | Prof. Dr.-Ing. Roland Adler |
Forschungsschwerpunkte
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Industrielle Kristallisation
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Schmelzkristallisation
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Molecular Modelling |
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Adsorption aus der
Flüssigphase |
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Adsorption aus der Gasphase
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| • |
Extraktion flüssig-flüssig
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Absorption organischer
Stoffe |
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Meerwasserentsalzung |
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Emulsionsbildung |
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Kurzwegdestillation
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Die Forschungsarbeiten am Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konzentrieren sich auf die Bereiche Mehrphasenströmungen und Partikeltechnologie. Ausgehend von einer detaillierten Analyse der relevanten Mikroprozesse werden moderne Methoden entwickelt, die es erlauben, Prozesse der mechanischen Verfahrenstechnik auszulegen und zu optimieren. Die numerische Strömungsberechnung für mehrphasige Prozesse bildet dabei einen wichtigen Forschungsschwerpunkt. Derzeit sind drei Arbeitsgruppen am Lehrstuhl etabliert.
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Mehrphasenströmungen, Gas-Feststoff-Systeme |
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Mehrphasenströmungen, Gas-Flüssig-Systeme |
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Schüttgutmechanik |
Mehrphasenströmungen
In diesem Forschungsschwerpunkt
werden Mikroprozesse, welche sich auf der Ebene der Partikel abspielen (wie z.B.
Wechselwirkung der Partikel mit turbulenten Strömungen, Partikelstöße,
Agglomeration, Blasenkoaleszenz und -zerfall sowie Tropfenkollisionen und
-koaleszenz), sowohl mit Hilfe von experimentellen als auch numerischen Methoden
analysiert, um eine entsprechende theoretische Beschreibung und Modellierung zu
ermöglichen. Dabei sind sowohl direkte numerische Simulationen als auch moderne
optische Meßverfahren wichtige Werkzeuge. Die Ergebnisse werden mit Hilfe
entsprechender Modelle in numerische Verfahren der Strömungsberechnung
implementiert. Diese Vorgehensweise soll es ermöglichen, ausgehend von der
Beschreibung der Mikroprozesse, verfahrenstechnische Prozesse im Ganzen zu
berechnen. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt derzeit auf dispersen
Mehrphasenströmungen, wie z.B. Fluid-Feststoff-Strömungen und
Gas-Flüssig-Strömungen.
Fluid-Feststoff-Strömungen, Partikelabscheidung (Prof.
Dr.-Ing. habil. M. Sommerfeld)
In dieser Arbeitsgruppe werden
Gas-Feststoff-Strömungen betrachtet, wie sie zum Beispiel bei der pneumatischen
Förderung oder der Partikelabscheidung vorliegen. So wird derzeit das Verhalten
von nicht-sphärischen Partikeln bei der Bewegung in turbulenten Strömungen, als
auch der Kollision mit festen Wänden experimentell und durch direkte numerische
Simulation untersucht. Weiterhin wird das Bewegungsverhalten und die
Strähnenbildung in Drallströmungen analysiert und modelliert, bzw. numerisch
berechnet.
Die industrielle Gasreinigung und Partikelabscheidung ist
aufgrund der ständigen Verschärfung der gesetzlichen Grenzwerte auch heute noch
von sehr großer Bedeutung. Daher werden sowohl klassische Verfahren der
Staubabscheidung optimiert, als auch neue Verfahren entwickelt. Insbesondere
wird die Agglomeration genutzt, um ein Anwachsen der Partikelgröße zu erzielen
und die Staubabscheidung zum Beispiel in Zyklonen zu verbessern. Weiterhin
werden numerische Methoden hinsichtlich der Modellbildung erweitert, um Prozesse
der Staubabscheidung zuverlässig vorausberechnen zu können. Ebenso werden
derzeit Elektroabscheider und Naßabscheider untersucht, wobei hier die
Wechselwirkung von Tropfen mit feinen Feststoffpartikeln eine große Rolle
spielt.
Gas-Flüssig-Strömungen (Dr.-Ing. F. Schaub)
In diesem Arbeitsbereich werden Blasenströmungen und die Zerstäubung von
Flüssigkeiten, als auch das Verhalten von Sprühnebeln betrachtet. Die Strömungen
in Blasensäulen und Schlaufenreaktoren werden hinsichtlich der blaseninduzierten
Turbulenz als auch der Kollision und Koaleszenz von Blasen untersucht. Dafür
werden bildgebende Messverfahren entwickelt und angewendet. Diese Daten werden
für die Validierung numerischer Berechnungen und der Modelle für
blasen-induzierte Turbulenz und Blasenkoaleszenz genutzt. Weiterhin werden
Modellansätze entwickelt, welche die Wechselwirkung zwischen Blasen und
Partikeln in dreiphasigen Strömungen beschreiben und deren numerische Berechnung
ermöglichen.
Zur universellen Beschreibung der Zerstäubung von Flüssigkeiten
wird derzeit ein Zweifluid-Modell entwickelt, womit die Tropfengrößenverteilung
vorhergesagt werden kann. Dieses Verfahren wird dann mit dem
Euler/Lagrange-Verfahren gekoppelt, um die Ausbreitung des Sprühnebels berechnen
zu können.
Schließlich wird der Lufteintrag beim Aquaplaning experimentell
untersucht, um Modelle für numerische Berechnungen bereitzustellen. Hierfür
wurde ein einzigartiger Rollenversuchstand entwickelt.
Schüttgutmechanik (Dr.-Ing. J. Runge)
Die
Kenntnis der mechanischen Eigenschaften von Schüttgütern ist eine unabdingbare
Voraussetzung für die richtige Auslegung und den sicheren Betrieb von Prozessen
der Schüttguthandhabung. Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe erstreckt sich sowohl
auf die Erforschung von Grundlagen der Schüttgut-mechanik als auch auf die
Charakterisierung von Schüttgütern hinsichtlich ihres Verhaltens im
technologischen Prozess, wie z.B. zur fließgerechten Gestaltung von Silos.
Auf dem Gebiet der Grundlagenforschung wurden und werden folgende Beiträge
erbracht:
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zur Zeitverfestigung von Schüttgütern |
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zur Verdichtung von Schüttgütern unter Einfluß von Schwingungen und Schocks |
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zur Modellierung von Partikelkontakten |
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und zum Fließverhalten von span- und schnitzelförmigen Schüttgütern. |
| • |
Charakterisierung der Fließeigenschaften |
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verfahrenstechnische Siloauslegung mit dem Ziel eines störungsfreien Schüttgutaustrages |
| • |
Begutachtung von Siloprojekten hinsichtlich fließ-gerechter Gestaltung |
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Vorschläge zur Beseitigung von Fließstörungen an bestehenden Anlagen. |
Schüttgutlabor
Die Kernaufgabe des Schüttgutlabors
besteht in der Ermittlung des Fließverhaltens von Schüttgütern. Dies erfordert
besonders geschultes Personal und spezielle Gerätetechnik. Wichtig sind auch
langjährige Erfahrungen in der Schüttgutmeßtechnik sowie bei der technologischen
Umsetzung der Ergebnisse. Dies ist durch ein Know-how gewährleistet, das auf der
umfassenden Charakterisierung von mehr als 500 Schüttgütern basiert.
Das
Schüttgutlabor gliedert sich in folgende Bereiche:
| Probenaufbereitung • Rotationsprobenteiler • Mischer • Feuchtebestimmer • Wirbelbett |
Kraftmeßlabor • Haftkraftmeßgerät • Einaxialtester • Zug- und Druckprüfmaschine |
| Scherlabor • JENIKE -Schergeräte • Zeitverfestigungsbank • Ringscherzellen |
Schwingprüflabor • elektrodynamischer Shaker |
Labor für Partikelmeßtechnik
Von grundlegender
Bedeutung für die Partikel- und Umwelttechnologie ist die Kennzeichnung der
Dispersitätseigenschaften von Partikeln. Deren Größe, Form oder
Bewegungsverhalten spielt im technologischen Prozeß, bei der Qualitätskontrolle
oder der Emissionsüberwachung eine entscheidende Rolle. Die Kenntnis dieser
Eigenschaften ist wichtig für das Verständnis des Verhaltens von
Partikelsystemen im Prozeß sowie deren Gebrauchs- und
Verarbeitungs-eigenschaften oder ihre Wirkung auf Mensch und Umwelt. Im Vorfeld
der Messungen werden der Probenahme und der Probenpräparation besondere
Bedeutung zugemessen. Es existieren umfangreiche Erfahrungen mit Produkten aus
vielen Industriezweigen.
Es steht eine breite Palette von Meßverfahren zur
Verfügung:
| Siebverfahren: Vibrationssiebung Naßsiebung Luftstrahlsiebung Ultraschallsiebung |
optische Verfahren: Laserbeugung Laser-Streulicht Weißlicht-Extinktion Bildauswertung |
| Sedimentationsverfahren: Sedimentationswaage Röntgensedimentometer |
integrale Methoden: BET-Oberfläche Pyknometrie Hg-Porosimetrie |
| Sichtverfahren: Bahco-Sichter Kaskadenimpaktor |
| • | Theoretische und experimentelle Untersuchungen zur Verbesserung der Vorhersagegenauigkeit mathematischer Modelle für heterogen-gaskatalytische Reaktionsabläufe in Industriereaktoren vom Rohrreaktortyp. |
| • | Weiterentwicklung von Baukastensystemen - gradientenfreier und - gradientenbehafteter Versuchsreaktoren zur Messdatengewinnung für die mathematische Modellierung, experimentelle Verfahrensentwicklung und Katalysatortestung. |
| • | Theoretische und experimentelle Untersuchungen zur Parameteridentifikation in Systemen partieller Differentialgleichungen unter Verwendung modularer Versuchsreaktoren. |
| • | Weiterentwicklung von Versuchsplanungsstrategien unter Verwendung modular aufgebauter Versuchsreaktorsysteme. |
Stand theoretischer Arbeiten
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Weiterentwicklung eines Programmsystems zur Parameterschätzung in partiellen Differentialgleichungssystemen mit Berechnung von Konfidenzbereichen. |
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Weiterentwicklung eines Simulationsprogrammes zur
Rohrreaktorberechnung auf Grundlage der quasihomogenen Betrachtungsweise
unter Berücksichtigung wahlweise verschalteter Reaktorsegmente. Erstmalig
können mit diesem Programm simultan |
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Weiterentwicklung eines heterogenen Modells zur Beschreibung des dynamischen Verhaltens von Gas-Feststoffschüttungen in Rohrreaktoren bei unterschiedlicher Aufheizung der Reaktorwand ohne Reaktion. |
Anwendungen
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Modellstudien zum Einfluss konstruktiver Elemente auf das instationäre Verhalten von modularen Versuchsreaktoren (Beispiele o-Xyloloxidation und CO-Oxidation). |
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Günstige Aufheizstrategien zur Anwendung der quasihomogenen Betrachtungsweise bei der Auswertung instationärer Versuche zum Wärmetransport in Kugel- und Hohlzylinderschüttungen. |
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Parameterschätzung in mathematischen Modellen zum radialen Wärmetransport in Festbettrohrreaktoren mit Reaktion. |
Stand der experimentellen Arbeiten
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In den Laborversuchsanlagen wurden die Untersuchungen zur
Charakterisierung der Varianten |
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In einer Laborapparatur wurden Untersuchungen zum Wärmetransport in Schüttschichten für die Rohrdurchmesser 15, 25, 32 und 51 mm bei unterschiedlichen Luftdurchsätzen für zwei Partikelgeometrien abgeschlossen. |
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Im Technikumsmaßstab wurden Versuche in einer neuen Kombinationsreaktoranlage für die o-Xyloloxidation durchgeführt. |
Stand der Versuchsreaktorentwicklungsarbeiten
Die Neuentwicklung eines modularen Differential-Kreislaufreaktors und die Weiterentwicklung modularer Integralreaktoren wurden abgeschlossen. Referenzmuster wurden gefertigt.
Weitere Informationen zu Institut für Verfahrenstechnik :
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