Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Forschungsbericht Berichtszeitraum: 01.01.2001 - 31.12.2002

Theologische Fakultät

Dienstsitz:

Franckeplatz 1 / Haus 30
06099 Halle (Saale)

Tel.:

(0345) 5 52 30 01

Fax:

(0345) 5 52 70 89

eMail:

lessander@theologie.uni-halle.de

Internet:

http://anu.theologie.uni-halle.de

 

 

Dekan:

Prof. Dr. Ulrich Barth



Die Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg steht in einer fast 500-jährigen Tradition. Die im Jahre 1502 gegründete Universität Wittenberg wurde - insbesondere durch die Berufung Martin Luthers und Philipp Melanchthons - schon im Reformationszeitalter zu einem Zentrum europäischer Bildung. Diese Blütezeit setzte sich im 17. Jahrhundert fort. Ihre Bedeutung schwächte sich erst ab, indem die 1694 von Christian Thomasius und August Hermann Francke als erklärte Reformbildungsstätte gegründete Universität Halle zunehmend an Dominanz gewann. Dies führte dazu, dass beide Institutionen im Jahre 1817 miteinander vereinigt wurden. Die Hallenser Fakultät war im 18. Jahrhundert eines der großen Zentren von Aufklärung und Pietismus. Zu den großen hallischen Theologen bis ins 20. Jahrhundert gehören Sigmund Jacob Baumgarten, Johann Salomo Semler, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, August Tholuck, Wilhelm Gesenius, Martin Kähler, Hermann Gunkel, Ferdinand Kattenbusch, Friedrich Loofs, Julius Schniewind, Otto Eißfeldt und manch andere mehr.

Die hallische Fakultät gliedert sich heute - dem klassischen Fächerkanon entsprechend - in vier Einzelinstitute: Bibelwissenschaften, Historische Theologie, Systematische Theologie und Praktische Theologie. Das Institut für Bibelwissenschaften umfaßt die Seminare für Altes und Neues Testament (Exegese, Theologie und Religionsgeschichte) sowie die Forschungsabteilung Corpus Hellenisticum. Zum Institut für Historische Theologie gehören das Seminar für Kirchengeschichte (Alte Kirche und Mittelalter, Reformation und Neuzeit), die Abteilung für Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst sowie das Seminar für Konfessionskunde der Orthodoxen Kirchen (einschließlich des Dr. Johannes-Lepsius-Archivs). Das Institut für Systematische Theologie gliedert sich in die Bereiche Dogmatik (einschließlich Religionsphilosophie), Ethik (Prinzipienlehre und angewandte Ethik) und Religionswissenschaft (Konfessionskunde, Ökumenik, Weltreligionen). Das Institut für Praktische Theologie umfaßt die für die Pfarramtspraxis einschlägigen Gebiete (Homiletik, Seelsorge, Poimenik) und die für das Lehramt an den verschiedenen Schulen erforderlichen Fächer (allgemeine Bildungstheorie, Religionspädagogik, Didaktik).


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