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INTERDISZIPLINÄRE WISSENSCHAFTLICHE ZENTREN
| Dienstsitz: | Moritzburgring 10
06108 Halle (Saale) |
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| Geschäftsführender Direktor: | Prof. Dr. Peter Wycisk | ||
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Tel.:
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(0345) 55-2 17 46 (Sekretariat)
(0345) 55-2 61 34 (Institut) |
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Fax:
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(0345) 55-2 70 98 | ||
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eMail:
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wycisk@geologie.uni-halle.de
direktor@uzu.uni-halle.de meinicke@uzu.uni-halle.de |
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| Internet: | http://www.uzu.uni-halle.de | ||
Das Universitätszentrum für Umweltwissenschaften (UZU) ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung der Martin-Luther-Universität. Nach Satzung hat das Zentrum die Aufgabe, die fachbereichs- und fakultätsübergreifende Koordination umweltrelevanter Lehr- und Forschungsaufgaben zu gewährleisten. Es will in den Bereichen Forschung, Lehre sowie Dokumentation und Kommunikation insbesondere:
Das Zentrum verfügt über keine haushaltfinanzierten Mitarbeiterstellen für Forschungsaufgaben. Der Aufbau von fachbereichs- und fakultätsübergreifenden Forschungskernbereichen zum Themenfeld Umwelt-Technik-Mensch an der Halleschen Universität über das UZU ist somit unmittelbar an die fachliche Ausrichtung und die Aktivitäten der Professuren an den beteiligten Einrichtungen gebunden. Schwerpunkte existieren hier speziell in den Bio-, Geo- und Landwirtschaftswissenschaften sowie in der Medizin.
Die Mitglieder des Zentrums gehören vor allem den Fachbereichen der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen, der Landwirtschaftlichen und der Medizinischen Fakultät an. Zudem sind die Philosophische und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät vertreten, wodurch über das UZU fast das gesamte umweltrelevante Potential der Universität repräsentiert wird.
In der Umweltforschung haben sich an der Halleschen Universität durch die Aktivität der UZU-Mitglieder zunehmend Kernbereiche herausgebildet, die durch das UZU gezielt weiter ausgebaut werden.
Vor diesem Hintergrund hat das UZU unter dem Paradigma der nachhaltigen Entwicklung mittelfristig die folgenden drei Teilschwerpunkte der fakultätsübergreifenden Umweltforschung an der Martin-Luther-Universität abgeleitet:
Von den forschungsorientierten Aktivitäten des Zentrums sind insbesondere die folgenden zwei herauszustellen:
1. Koordination des BMBF-Forschungsverbundes „Integration von Schutz und Nutzung im Biosphärenreservat Mittlere Elbe – Westlicher Teil – durch abgestimmte Entwicklung von Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft“. Das Projekt begann im Juni 2000 und hat bei einer Laufzeit von drei Jahren ein Gesamtfinanzierungsvolumen von 2,16 Mio. DM. Gesamt-Projektleiter ist Prof. Wycisk,
Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen
der Verbindung von Naturschutzansprüchen mit unterschiedlichen Nutzungen.
Ziel ist es, über die Entwicklung eines mit den regionalen Akteuren
abgestimmten Naturschutzszenarios Handlungsstrategien für die wichtigsten
Akteure in der Region zu definieren: Managementstrategien für die
landwirtschaftlichen Betriebe, Vermarktungsstrategien für Landwirtschaft
und Ernährungswirtschaft sowie Strategien für die Entwicklung
eines naturschutzorientierten Tourismus. Dabei gehen auch die Vorgaben
und Ansätze aus der Politik, die den aktuellen agrarpolitischen Entwicklungen
Rechnung tragen, mit ein.
Der westliche Teil des Biosphärenreservates „Mittlere Elbe“ beinhaltet
eine naturnahe Flusslandschaft mit den größten zusammenhängenden
Auwaldkomplexen der gesamten Elbe. Gleichzeitig macht die Landwirtschaft
im Betrachtungsraum traditionell einen wichtigen Anteil der Regionalökonomie
aus; seit der Wende hat die Zahl der in der Landwirtschaft tätigen
Arbeitskräfte allerdings stark abgenommen. Dadurch und durch den Niedergang
der Industrie zählt der Anteil der Arbeitslosen in diesem Raum zu
den höchsten in der gesamten Bundesrepublik. Bisher fehlen praxisorientierte
Konzepte für ein umweltgerechtes Management in diesem Raum, die Perspektiven
auch für eine ökonomische Entwicklung der Region eröffnen.
Basierend auf den Erhebungen des Status quo zur ökologischen Ausstattung
(Boden, Wasser, Arten, Biotope), zum Landschaftsbild, zur touristischen
Infrastruktur sowie zur Situation landwirtschaftlicher Betriebe in der
Region werden verschiedene Naturschutzleitbilder entworfen. Die Unterschiede
liegen im wesentlichen in den Flächenanteilen der Bereiche, die
2. Vorbereitung eines Graduiertenkollegs "Landnutzungswandel – Ökologische und sozioökonomische Konsequenzen und Perspektiven (Modellregion Mansfelder Land)" unter Leitung von Prof. Frühauf. Eine Besonderheit dieses (bei der DFG beantragten) interdisziplinären Graduiertenkollegs besteht darin, dass das UZU selbst aus strukturellen Gründen nicht Antragsteller sein kann, alle vorbereitenden Aktivitäten jedoch aus dem UZU heraus erfolgten.
Das Vorhaben entspricht dem besonderen Anliegen moderner Umweltforschung im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens. Es sollen Projekte eines fakultätsübergreifenden Forschungs- und Ausbildungsverbundes installiert werden, die naturwissenschaftliche Analyse mit soziologischer und ökonomischer Handlungsorientierung verknüpft. Das UZU ist der geeignete Rahmen für anspruchsvolle interdisziplinäre Arbeit. Eine hohe Qualität der Kollegsarbeit wird sich auch durch konsequente Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Adaptive physiologisch-biochemische Reaktionen auf ökologisch relevante Wirkstoffe“ erreichen lassen.
Ausgangspunkt für das Forschungs- und Studienprogramm des Graduiertenkollegs
bildet die Hypothese, dass Veränderungen der Art, Struktur und Intensität
der Landnutzung nicht nur Auswirkungen auf die Sozioökonomie der Region,
sondern auch auf den (kultur-)landschaftlichen Stoffhaushalt und damit
den Belastungszustand der unterschiedlichen Ökosysteme haben. Das
Forschungsziel des Kollegs ist deshalb vorrangig auf die Analyse und Bewertung
der für diese Region charakteristischen nutzungsbedingten Veränderungen
und Belastungen ökosystemarer Prozesse bzw. Strukturen orientiert.
Dabei gilt das besondere Interesse den ökologischen und sozioökonomischen
Erscheinungsformen bzw. Folgen des (nachwendezeitlichen) Landnutzungswandels
und die sich hierbei zeigenden Wechselwirkungen. Dieser Forschungsansatz
entspricht der Forderung, bei der Analyse typischer Muster nichtnachhaltiger
Nutzung der Biosphäre in verstärktem Maße eine Vernetzung
natürlicher und gesellschaftlicher Faktoren zu berücksichtigen.
Hieraus ergibt sich eine Strukturierung des Graduiertenkollegs in die
Leitthemen "Sozioökonomische Steuergrößen und Perspektiven"
und "Ökologische Randbedingungen und Auswirkungen".
Das Forschungs- und Studienprogramm für die am Kolleg beteiligten
natur-, sozial-, ingenieur- und agrarwissenschaftlichen Disziplinen basiert
damit auf einem vernetzten, interdisziplinären Ansatz. Die durch überwiegend
empirische und experimentelle Untersuchungsmethoden dominierten und in
verschiedenen hierarchischen Betrachtungsebenen angesiedelten Projekte
zielen deshalb weniger auf Detailbeschreibungen von Einzelphänomenen
als auf eine modellhafte Darstellung verallgemeinerungsfähiger ökologischer
(ökosystemarer) und sozioökonomischer Zusammenhänge ab.
Weitere Informationen zu Universitätszentrum für Umweltwissenschaften :
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