Leopold-Zunz-Zentrum wird eröffnet

Am Sonntag, dem 28. Juni 1998, um 17.30 Uhr, wird in der Stiftung Leucorea in der Lutherstadt Wittenberg, Collegienstraße 62, ein neues Zentrum eröffnet. Es wird sich vor allem mit der Geschichte, Philosophie und Literatur des europäischen Judentums vom 16. bis zum 19. Jahrhundert beschäftigen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier hält Prof. Dr. Eleazar Gutwirth von der Universität Tel Aviv einen Vortrag zur Literatur der Juden in Spanien.

Unmittelbar nach seiner Eröffnung veranstaltet das Leopold-Zunz-Zentrum seine erste wissenschaftliche Tagung. Am Montag und Dienstag stellen ausgewiesene Wissenschaftler neue Forschungsergebnisse zur Geschichte und Kultur der Juden in der Renaissance vor. Benannt wurde das Zentrum zur Erforschung des europäischen Judentums nach dem hervorragenden jüdischen Gelehrten des 19. Jahrhunderts und „Vater der Wissenschaft des Judentums", Leopold Zunz (1794–1886). Sein Name ist eng verbunden mit der Universität Halle-Wittenberg, die ihm 1821 den Titel eines Doktors der Philosophie verlieh.

Neben der Wittenberger Forschungstätigkeit hat das Zentrum in Halle am Seminar für Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität eine Vortragsreihe ins Leben gerufen. Die beiden Eröffnungsvorträge werden am Freitag, dem 26. Juni, ab 15.30 Uhr gehalten. Zuerst spricht Prof. Dr. Giuseppe Veltri, Direktor des Leopold-Zunz-Zentrums und des Seminars für Jüdische Studien, über die Bedeutung von Leopold Zunz für Halle. Im Rahmen dieser Vortragsreihe werden renommierte in- und ausländische Wissenschaftler nach Halle kommen. Noch vor der Sommerpause stellt am 6. Juli 1998, um 18.00 Uhr Prof. Dr. Markham J. Geller aus London „Jüdische Gelehrsamkeit in der Antike" vor. Alle Vorträge finden im Seminar für Jüdische Studien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt: Reichardtstraße 2, 06114 Halle (Saale).

Nähere Auskünfte über die Leopold-Zunz-Vorträge und über das Zentrum erhalten Sie unter der Telefonnummer 0345-5524064.


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