Die Zukunft der Lehrerbildung

Öffentliche Diskussionsveranstaltung

„Die Konturen einer zukünftigen Lehrerbildung in Deutschland" – unter dieser Überschrift lädt das Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung der Martin-Luther-Universität am Montag, dem 24. September 2001, 12.30–18.30 Uhr zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung ein. Sie findet in den Franckeschen Stiftungen zu Halle (Deutscher Saal) statt.

Zur Zeit wird über die Lehrerbildung der Zukunft entschieden. Dies bedeutet gleichzeitig eine Entscheidung darüber, welche Lehrerinnen und Lehrer die Kinder und Jugendlichen der kommenden Jahrzehnte unterrichten und bilden. Dabei drängen sich organisatorische Überlegungen in den Vordergrund: die Länge der Studienzeiten, die vielseitige Verwendbarkeit von Lehrmodulen, die Flexibilität des Wechsels und das lange Offenhalten von Abschlussoptionen, grundständige oder konsekutive Lösungen eng verbunden mit der Umstellung der Abschlüsse auf Bachelor und Master etc.
In den Hintergrund scheinen die inhaltlichen Fragen zu rücken: Welches Wissen brauchen Lehrer für ihr Können und was müssen Lehrer über ihr Können wissen? Wie verschieben sich die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung verschiedener Wissensformen und was heißt das für die Bildung der Lehrer und ihr Wissen? Angesichts immer komplexer und anspruchsvoller werdender sozialer Erwartungen an das, was schulische Bildungsprozesse alles leisten sollen, stellt sich die Frage: Benötigen Lehrer möglicherweise ganz neue Wissensformen, um die Herausforderungen der Gestaltung von Schule und Bildungsprozessen zukünftig bewältigen zu können?
Erst von der Beantwortung dieser Fragen oder zumindest von ihrer Diskussion aus kann die angemessene Organisationsform für die Lehrerbildung der Zukunft entworfen werden. Diesen Weg versucht das Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung (ZSL) mit der öffentlichen Diskussionsveranstaltung zu gehen: In einem ersten Teil werden in Form eines „Hearings" namhafte Experten zum Wissen und Können zukünftiger Lehrer gefragt. In einem zweiten Teil geht es in einer Podiumsrunde um Fragen der angemessenen Organisationsform für die zukünftige Lehrerbildung.

Geplanter Ablauf und ReferentInnen:
12.30 Uhr: Eröffnung

Prof. Dr. Werner Helsper (Geschäftsführender Direktor des ZSL)
13.00 Uhr: Hearing „Welches Wissen brauchen Lehrer?"

Prof. Dr. Ewald Terhart (Universität Bochum)
Prof. Dr. Hanna Kiper (Universität Oldenburg)
Prof. Dr. Sibylle Reinhardt (ZSL)
Prof. Dr. Jürgen Baumert (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin)
Prof. Dr. Peter Vogel (Universität Dortmund)
Prof. Dr. Dirk Rustemeyer (Universität Witten/Herdecke)
16.45 Uhr: Podiumsdiskussion „Wie soll die Lehrerbildung der Zukunft organisiert werden?"
Dr. Bodo Richter (Kultusministerium Sachsen-Anhalt)
Kultusministerium Nordrhein-Westfalen (angefragt)
Prof. Dr. Hans Merkens (Vorstand der DGfE)
Dr. Susanne Lin-Klitzing (Philologenverband)
Gerd Köhler (Bundesvorstand der GEW)
Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger (ZSL)
Prof. Dr. Renate Girmes (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)
Moderation: Prof. Dr. Dr. Hans-Uwe Otto (Universität Bielefeld)

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stehen die Organisatoren und die Referentinnen und Referenten des Hearings bei Bedarf noch für ein Pressegespräch zur Verfügung.

Ansprechpartner:
Dr. Georg Breidenstein
Zentrum für Schulforschung und Fragen der Lehrerbildung
Tel.: (0345) 55 21700, E-Mail: breidenstein@zsl.uni-halle.de

(14. September 2001)


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