21. Arbeitstagung der Zootierärzte

Erfahrungsaustausch in Halle

Zu ihrer 21. Arbeitstagung im deutschsprachigen Raum treffen sich in der Zeit vom 2. bis 4. November 2001 rund 90 Zootierärzte in Halle an der Saale. Es haben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland sowie deutsche Kollegen, die in den USA und Qatar tätig sind, angemeldet. Außerdem kommen zu diesem wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch auch Tierärzte aus Österreich, der Schweiz, der Niederlande, Slowenien und der Tschechischen Republik.

Erstmals fiel die Wahl auf den Tagungsort Halle. Gleich zwei gute Gründe waren der Anlass, das Treffen in der Saalestadt auszurichten: das 100-jährige Bestehen des Zoologischen Gartens in Halle und das 500-jährige Jubiläum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Veranstaltung wurde als Gemeinschaftstagung des Zoologischen Gartens Halle GmbH und der Universität, Institut für Tierzucht und Tierhaltung mit Tierklinik, organisiert.

Am 2. November ist zum Beginn der Tagung ein Begrüßungsabend im Julius-Kühn-Museum vorgesehen. Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung am Sonnabend, dem 3. November 2001, 9 Uhr im MARITIM-Hotel Halle durch Zoodirektor Andreas Jacob und Prof. Dr. Hartwig Prange.

Während des wissenschaftlichen Austauschs zwischen den Zootierärzten werden Prophylaxe und Therapie bei Erkrankungen von Zoo- und Wildtieren im Mittelpunkt stehen. Dabei beschäftigen sich die Tagungsteilnehmer mit zwei großen Themenschwerpunkten: Bildgebende Diagnostik sowie Labordiagnostische Untersuchungen. Es geht unter anderem um Bildgebende Diagnostik bei Reptilien oder den Einsatz der Sonographie im Zoologischen Garten Halle. Im Rahmen dieses Themas werden Fragen bei der Reproduktionsbiologie – Trächtigkeit (u. a. Mandrills), Zyklusdiagnostik bei juvenilen Elefanten, Erkrankungen des Urogenitaltrakts (z. B. Nierenerkrankungen bei Tigern) erörtert. Die Vorträge zum Themenkomplex „Labordiagnostische Untersuchungen" widmen sich zum Beispiel dem Nachweis von Virus-Antikörpern bei freilebenden Fischottern in der Lausitz oder der Diagnostik innerer Erkrankungen bei Menschenaffen. In den weiteren Vorträgen reicht das Spektrum von Krankheiten bei Koalas, über Lahmheiten bei Nashörnern, Unterkieferfrakturen bei Giraffen bis hin zur Pockenerkrankung bei Elefanten.

Ansprechpartner:
DVM Jens Thielebein,
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Tierzucht und Tierhaltung mit Tierklinik
Telefon: 0345 / 5 52 25 01
E-Mail: thielebein@landw.uni-halle.de

(Ute Olbertz, 29. Oktober 2001)

  Zurück zum Index