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Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik
gewinnt Prof. LORD ROBERT SKIDELSKY
zum 1. Mai 2003 als wissenschaftlichen Abteilungsleiter
  11.05.2003
 
Das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik (WZGE) – An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – konnte Prof. Lord Robert Skidelsky als Leiter der Abteilung "Globalisierung und internationale Organisationen" gewinnen. Im Rahmen der internationalen Tätigkeiten des Zentrums wird sich der renommierte Wissenschaftler, der an Universität Warwick eine Professur ohne Lehrverpflichtung hat und seit 1991 Mitglied des britischen Oberhauses ist, schwerpunktmäßig mit der zukünftigen Rolle der Vereinten Nationen auseinandersetzen und entsprechende Reformkonzepte entwickeln, die von Wittenberg aus in die internationale Diskussion eingebracht werden sollen.

Dazu Prof. Dr. Ingo Pies, Akademischer Direktor des WZG:

"Lord Robert Skidelsky ist Professor für politische Ökonomik an der Universität Warwick sowie Vorsitzender des Center for Global Studies in London. Er hat mit seiner vieldiskutierten und mehrfach preisgekrönten dreibändigen Biographie über John Maynard Keynes weltweit Aufmerksamkeit erregt. Nachdem wir im Forschungsinstitut des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik bereits die anderen vier Abteilungen unseres interdisziplinären Forschungsprogramms "Building Global Cooperation" mit herausragenden Wissenschaftlern aus Deutschland besetzen konnten, schätze ich mich besonders glücklich, dass nun ein Meilenstein für die Internationalisierung unseres Instituts gesetzt ist. Prof. Lord Robert Skidelsky wird
wesentlich dazu beitragen, den innovativen Forschungsansatz des Wittenberg-Zentrums an der Schnittstelle von Ethik und Ökonomik nun beschleunigt auch im anglo-amerikanischen Raum bekannt zu machen. Der inhaltliche Schwerpunkt seiner Arbeit wird darauf liegen, die zukünftige Rolle von Organisationen wie UN, Weltbank und IWF in einer zunehmend globalisierten Weltgesellschaft zu erforschen und mit unserem Team im Wittenberg-Zentrum insbesondere für die Vereinten Nationen dringend benötigte Reformkonzepte zu entwickeln, die wir in die derzeit bereits voll im Gang befindliche Diskussion einspeisen wollen."

Professor Lord Robert Skidelsky, Absolvent der Universität Oxford, war Gastwissenschaftler an zahlreichen renommierten amerikanischen Universitäten und ist seit 1990 Professor für politische Ökonomik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Warwick in Großbritannien, an der er zuvor bereits eine Professur für Internationale Studien inne hatte. Weiterhin ist er Mitglied der "Royal Historical Society", der "British Academy" und der "Royal Society of Literature". Seit 1991 ist er Mitglied des britischen Oberhauses. Sein Interessenschwerpunkt liegt auf internationalen Ordnungsfragen. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen neben der dreibändigen John-Maynard-Keynes-Biographie, für die er unter anderem den Wolfson Preis für Geschichte, den Dulff Cooper Preis und den Lionel Gelber Preis für Internationale Beziehungen erhielt, die Bücher "Beyond the Welfare State", "The World After Communism", "Oswald Mosley" sowie "Politicians and the Slump".

Das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e. V., gegründet von Bundesaußenminister a. D. Hans-Dietrich Genscher und US-Botschafter bei den Vereinten Nationen a. D. Andrew Young, ist dem Ziel verpflichtet, den Aufbau einer neuen, stärker prinzipien-orientierten Weltordnung mitzugestalten, die im globalen Maßstab auf wechselseitige Kooperation ausgerichtet ist: auf Frieden, Demokratie und allgemeinen Wohlstand zur Befriedigung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Bedürfnisse. Es geht darum, tragfähige ethische Prinzipien der sich entwickelnden Weltgesellschaft zu erforschen und durchsetzen zu helfen. Diese Initiative ist bewusst in der Lutherstadt Wittenberg als welthistorischem Ort reformatorischen Denkens angesiedelt worden. Sie wird unterstützt von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, einschließlich der großen Kirchen.

Das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik ist auf drei Feldern aktiv. Es führt moderierte Dialogprozesse durch, mit denen es zum internationalen Konfliktmanagement beiträgt; es bietet Aus- und Weiterbildungsprogramme an für internationale Nachwuchs- und Führungskräfte aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft; und es versteht sich als internationales Kompetenzzentrum für Fragen globaler Ethik.

Zur theoretischen Fundierung dieser Aktivitäten hat das WZGE zum 1. Januar 2003 ein Forschungsinstitut eingerichtet. Es hat den Auftrag, ein international profiliertes Forschungsprogramm „Ethik für die Weltgesellschaft„ zu entwickeln und durchzuführen. Im Forschungsinstitut haben nunmehr fünf Abteilungen ihre Arbeit aufgenommen. Sie werden jeweils von einem Professor geleitet, der einem Team internationaler Stipendiaten vorsteht.

· Prof. Dr. Bernd Hansjürgens ist Inhaber der Professur "Volkswirtschaftslehre, insbesondere Umweltökonomik" an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zusätzlich steht er der Sektion "Ökonomie, Soziologie und Recht" am Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle vor. Er leitet die WZGE-Abteilung "Sustainability and Global Governance", die sich mit Fragen der Nachhaltigkeitsforschung beschäftigt. Ein erster Schwerpunkt dieser Abteilung liegt darin, die internationale Klimapolitik als entwicklungspolitischen Lernprozess zu untersuchen.

· Prof. Dr. Birgitta Wolff ist Inhaberin des Lehrstuhls "Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Management" an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie leitet die WZGE-Abteilung "Corporate Citizenship and New Alliances", die sich mit dem neuen Selbstverständnis von Unternehmen als politischen und moralischen Akteuren beschäftigt sowie mit neuen Formen partnerschaftlicher Koordination zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor. Ein erster Schwerpunkt dieser Abteilung liegt darin, ein Reformkonzept für den "Global Compact" zu entwickeln, die Initiative von UN-Generalsekretär Kofi Annan, in der sich Unternehmen verpflichten, aktiv zur globalen Verwirklichung von Menschenrechten sowie Sozial- und Umweltstandards beizutragen.

· Prof. Dr. Martin Leschke ist Inhaber des Lehrstuhls "Volkswirtschaftslehre V, insbesondere Institutionenökonomik" an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Bayreuth. Er leitet die WZGE-Abteilung "Anti-Corruption and Integrity Management". Zusammen mit der auf diesem Gebiet weltweit führenden Nichtregierungsorganisation "Transparency International" wird derzeit ein Projekt vorbereitet, das zur Korruptionsbekämpfung auf kommunaler Ebene in Deutschland beiträgt.

· Prof. Dr. Dr. Karl Homann ist Inhaber des Lehrstuhls für "Philosophie und Ökonomik" am Philosophie-Department der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er leitet die WZGE-Abteilung "Discourse among Cultures". Sie leistet Beiträge für einen Dialog zwischen den Kulturen, wie er von den Vereinten Nationen angeregt wurde. In theoretischer Hinsicht kommt es darauf an, das Anliegen einer "Ethik für die Weltgesellschaft" voranzubringen. Der theoretische Leitbegriff für das am WZGE verfolgte Forschungsprogramm lautet "Weltgesellschaftsvertrag". In praktischer Hinsicht geht es um moderierte Dialogprozesse, die darauf abzielen, wechselseitige Verständigung auf wechselseitiges Verständnis zu gründen.

· Prof. Lord Robert Skidelsky ist Professor (ohne Lehrverpflichtung) für Politische Ökonomik an der Warwick University. Zugleich leitet er das Center for Global Studies in London. Er gehört dem britischen Oberhaus seit 1991 an. Prof. Skidelsky ist Verfasser einer mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Keynes-Biographie. Sein Spezialgebiet sind internationale Ordnungsfragen. Zum 1. Mai hat er die Leitung der WZGE-Abteilung "Globalization and International Organizations" übernommen. Sie wird sich zunächst schwerpunktmäßig mit der Zukunft der Vereinten Nationen beschäftigen. Ziel ist es, innovative Konzepte zu entwickeln, so dass das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik an der weltweiten Diskussion um die nötigen Weichenstellungen nach dem Ende des Irak-Kriegs mit wegweisenden Reformvorstellungen teilnehmen kann.

Nähere Informationen:
Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e. V.
Akademischer Direktor: Prof. Dr. Ingo Pies
Pressekontakt: Cora Voigt,
Telefon: 03491 466215, Fax: 03491 466258
E-Mail: cora.voigt@wcge.org,
Internet: http://www.wcge.org
 
  11.05.2003, Dr. Margarete Wein
 
     
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