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Internationaler Workshop in Wittenberg
ARMENISCHE UND DEUTSCHE DICHTKUNST DES MITTELALTERS WIRD BELEUCHTET
 
Die mittelalterliche Literatur in Deutschland und Armenien ist Thema eines internationalen Expertenworkshops zu „Mittelalterliche Dichtung in Deutschland und Armenien: Eine Annäherung“ vom 12. bis 14. November 2004 in der Stiftung LEUCOREA, Collegienstraße 62, Lutherstadt Wittenberg. Ausrichter sind die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Nationale Akademie der Wissenschaften der Republik Armenien und das MESROP Zentrum für Armenische Studien an der Stiftung LEUCOREA. Für die wissenschaftliche Leitung zeichnen Prof. Dr. Hans-Joachim Solms, Prof. Dr. Hermann Goltz und Dr. Armenuhi Drost Abgarjan (alle Martin-Luther-Universität) verantwortlich. Die Veranstaltung beginnt am 12. November 2004, 16.00 Uhr.

Die deutsch-armenischen Beziehungen erfahren wohl auf keinem Gebiet besonders große öffentliche Aufmerksamkeit, weder auf gesellschaftspolitischer noch auf wissenschaftlich-kultureller Ebene. Auf Grund des scheinbar unterschiedlichen historischen und kulturgeschichtlichen Umfelds gilt dies auch für die Betrachtung der Literaturen beider Völker.
Hinsichtlich der Literatur des Mittelalters ergibt sich jedoch bereits auf den ersten Blick eine verbindende Klammer von christlicher Prägung im Spannungsfeld der sich ausbreitenden Säkularisierung. Der bisher noch völlig unterbliebene Versuch, sich den Literaturen vergleichend zu nähern, eröffnet die Möglichkeit, Universalien zu entdecken und damit Schnittstellen für einen gemeinsamen wissenschaftlichen Fortschritt freizulegen. Gleichzeitig wird damit an bereits bestehende Forschungstraditionen zwischen deutschen und armenischen Wissenschaftlern in den unterschiedlichsten Bereichen angeknüpft.
Aus diesem Grund sind über 40 namhafte Forscher aus Armenien, den USA und Europa der Workshop-Einladung gefolgt, um herauszu finden, ob sich innerhalb der deutschen und armenischen Literatur der scheinbar doch räumlich und kulturell so weit voneinander entfernten Länder, Anknüpfungspunkte für gemeinsame Forschungsvorhaben ergeben. Obwohl dieser Sektor bis dato noch als unerforscht galt, brachten schon erste Studien innerhalb der Liebeslyrik interessante Gemeinsamkeiten an den Tag.Als weitere Forschungsschwerpunkte stehen unter anderem die Untersuchung von Fabeln, Heldenepen, Geschlechterbeziehungen (gender-studies) und das Bild des Fremden auf dem Programm.

Der kulturelle Höhepunkt der Veranstaltung ist ein Konzertabend am Freitag, dem 12. November 2004, 20.00 Uhr, im Refektorium des Wittenberger Lutherhauses. Im ersten Konzertteil bringt Anahit Abgarjan aus Jerewan/Tutzing Lieder aus Armenien - unter anderem ein armenisches Heideröslein - zu Gehör. Den zweiten Teil gestaltet Dr. Eberhard Kummer aus Wien mit mittelalterlichen Falkenliedern (zum Beispiel das berühmte Falkenlied des Kürenbergers) sowie Auszügen aus dem Nibelungenlied, begleitet von zeitgenössischen Instrumenten.

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu diesem Konzert sowie zu allen Workshopbeiträgen herzlich eingeladen. Der Besuch ist kostenlos.

Das ausführliche Programm

(Dr. Armenuhi Drost Abgarjan, Ingrid Godenrath, 10. November 2004)

Ansprechpartnerin:
Dr. Armenuhi Drost Abgarjan
Tel.: 0345 55-24083
Fax: 0345 55-27123
E-Mail: drost@orientphil.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 10.11.2004
 
     
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