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Sonderschau zur Museumsnacht im Institut für Zoologie

TAPETENFLUNDERN, FLÖHE, ZECKEN & CO.
 
Anlässlich der 5. Halleschen Museumsnacht lädt die "Sommerakademie der Zoologischen Sammlungen" des Zoologischen Instituts der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Sonnabend, dem 21. Mai 2005, ab 18.00 Uhr, zu einer Sonderschau über schädliche Insekten, herzlich ein. Für die wissenschaftliche und technische Leitung zeichnen Priv. Dozent Dr. Wolf-Rüdiger Große und Kustodin Dr. Karla Schneider verantwortlich. Für den Besuch der Ausstellung, die sich im Konferenzraum des Instituts für Zoologie, Domplatz 4 (1. Etage) befindet, gilt das Museumsnacht-Ticket.

In der Sonderschau werden Garten- und Feldschädlinge vorgestellt, Gartenfreunde erfahren Wissenswertes über Schadinsekten und können sich vor Ort beraten lassen. Zu sehen sind unter anderem Kartoffelkäfer, Kohlweißlinge, Weidenbohrer sowie zahlreiche gefährliche Vorratsschädlinge wie Schaben, Speckkäfer und Dürrobstmotte. Weiterhin werden Wanderheuschrecken präsentiert und der Frage nachgegangen, ob Heuschreckenschwärme auch Mitteleuropa bedrohen.
Überdies können Gesundheitsschädlinge, in erster Linie die Bettwanzen - im Volksmund als Tapetenflundern bezeichnet - sowie die zu den Spinnentieren gehörenden Flöhe und Zecken in Augenschein genommen werden. Gerade letztere sind durch die Übertragung der Frühsommermeningitis allseits gefürchtet.

Die parasitische und versteckte Lebensweise der Bettwanzen (rechts im Bild: Bettwanze Cimex lectularius) führt dazu, dass die Tiere in Aussehen und Größe kaum bekannt sind. Sie saugen Blut an Vögeln oder Säugetieren. Ein typischer Wanzengeruch verrät ihre Anwesenheit in zumeist wenig gepflegten Wohnungen. Nachts saugen sie Blut aus den nicht bedeckten Körperteilen ihrer Opfer und hinterlassen lange und schmerzhaft juckende Einstichstellen.

Der Kartoffelkäfer ist inzwischen ein weltweit verbreiteter Schädling. Die ursprünglich aus Nordamerika (Colorado) stammende Käferart frisst vorwiegend Nachtschattengewächse und hat mancherorts schon die gesamte Kartoffelernte vernichtet. Die heißhungrigen Larven sitzen am Blattrand und fressen sich kreisförmig in die Blätter. Unter den klimatischen Bedingungen Mitteleuropas wächst vorwiegend nur eine Generation im Jahr heran, dadurch werden dem Schädling noch gewisse Grenzen gesetzt. In wärmeren Regionen entwickeln sich mehrere Generationen. Natürliche Feinde der Kartoffelkäfer sind vor allem Laufkäfer und deren Larven sowie einige Vogelarten.

Vorinformation über weitere Veranstaltungen der Sommerakademie in diesem Jahr
Die beliebte Veranstaltungsreihe "Sommerakademie der Zoologischen Sammlungen" ist eine gelungene Mischung aus Kultur, Bildung und Unterhaltung, die Erwachsene, Jugendliche und Kinder gleichermaßen anspricht.

"Die bunte Welt der Schmetterlinge"
Am 10.7.2005, Ort: Großer Hörsaal des Institutes für Zoologie, Domplatz 4, Einlass 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr, Vortrag 10.00 Uhr, Sammlungspräsentation im Anschluss.

Präsentation der neugestalteten "Heimatkundlichen Sammlungen" des Institutes für Zoologie und eine Einführung zum Thema "Von Mördermuscheln und Salatschnecken“. Es werden zum ersten Mal seltene Exponate der Weichtiersammlung der Zoologischen Sammlungen gezeigt und Interessierte können ihre Fundstücke - Schnecken und Muscheln aus den heimischen Gefilden sowie aus dem Urlaub - mitbringen und bestimmen lassen.

Am "Tag des offenen Denkmals" am 11.09.2005, Ort: Großer Hörsaal des Institutes für Zoologie, Domplatz 4, Einlass 9.30 Uhr, Beginn 10.30 Uhr.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.biologie.uni-halle.de/zool/coll/spez_main.htm

(PD Dr. Dr. Wolf-Rüdiger Große, Ingrid Godenrath, 10. Mai 2005)

Ansprechpartner:
Priv. Dozent Dr. Wolf-Rüdiger Große
Tel.: 0345 55-26438
E-Mail: grosse@zoologie.uni-halle.de

Dr. Karla Schneider
Tel.: 0345 55-26444
E-Mail: schneider@zoologie.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 10.05.2005
 
     
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