Uni-Rechenzentrum feiert 40-jähriges Bestehen

Neues "Superhirn" wird übergeben

Aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens erhält das Universitätsrechenzentrum am
17. Oktober 2001 einen neuen Parallelrechner von SUN Microsystems, ausgestattet mit 32 Prozessoren, 32 GB Hauptspeicher und mit einer Leistung von 50 Gflops.
Dieses Ereignis wird auf dem Campus Weinberg, im kleinen Hörsaal, Kurt-Mothes-Straße 3 (Fachbereich Biochemie/Biotechnologie) ab 14:00 Uhr mit Vorträgen, Besichtigungen und mit einem geselligen Beisammensein festlich begangen.

Rückblick
Am 1. Oktober 1961 wurde das Rechenzentrum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, am Institut für Numerische Mathematik, mit Sitz in der Reichardtstraße, gegründet. Als Leiter der zu diesem Zeitpunkt ersten Einrichtung dieser Art im damaligen Bezirk Halle, zeichnete Prof. Dr. Krötenheerd verantwortlich. Das Rechenzentrum erbrachte mit einem elektronischen programmgesteuerten Ziffernrechenautomaten, dem ZRA1, rechentechnische Leistungen für einen breiten Nutzerkreis des Territoriums. Der ZRA1, ein wassergekühlter Rechner auf Röhrenbasis, ausgerüstet mit einer Leistung von 48 Bit, mit einem Trommelspeicher von 4094 Worten (32.768 Bit) mit Lochkarten und mit einem Streifendrucker (Registrierkasse).
Nach der Fertigstellung des Organisations- und Rechenzentrums (ORZ) im Jahre 1971/72 auf dem Weinberggelände erhielt der Standort Reichardtstraße ein neues Domizil. Gleichzeitg wurde auch eine EDV-Anlage der 2. Rechnergeneration in Betrieb genommen. Die Installation der 3. Generation folgte dann im April 1979. Später kamen noch weitere rechentechnische Anlagen dazu.

Nach dem Ende der DDR und dem Fall der Mauer brach die Zeit der Vertreter von großen Computerfirmen an: unter anderem schenkte der Konzern IBM der Uni im Jahre 1991 eine Zwei-Prozessoranlage 4381, nachdem zuvor eine Datenbankmaschine (IBM 1036) gespendet wurde, die jedoch nur sporadisch in Betrieb war. Vier Pools, einer von IBM, die anderen drei von der VW-Stiftung, ergänzten die Zuwendungen.
1992 erhielt die Einrichtung die Bezeichnung "Universitätsrechenzentrum" (URZ). Die vollständige Univernetzung wurde 1994 auf dem Campus Weinberg in Angriff genommen. In der gegenwärtigen Phase umfasst der Ausbauzustand 40km Glasfaser, 250km Cukabel, 62 Cisco Router, 99 LAN-Schränke in 64 Gebäuden, 273 Subnetze ca. 2700 Computer; das entspricht einer Summe von cirka. 20 Mill. DM. In den nächsten Jahren sind für 5 Mill. DM noch weitere Investitionen geplant.

(Dr. Friedhard Wörfel, Ingrid Godenrath, 12. Oktober 2001)

Ansprechpartner:
Dr. Friedhard Wörfel
Direktor des URZ
Tel.: (0345) 55 218 01
Fax: (0345) 55 270 08
E-Mail:woerfel@urz.uni-halle.de


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