Vom Nutzen der Chemikalien-Börse

Die Abteilung Umweltschutz des Stabes „Umwelt- und Arbeitsschutz" betreibt - neben der Vorbereitung von Laborchemikalien- und Lösemittelresten zur Entsorgung - im „Zentralen Gefahrstoff-Zwischenlager" am Weinberg seit 1993 eine Chemikalientauschbörse. Alle Bereiche der Universität können hier ihre Überbestände an noch nutzbaren Chemikalien einbringen. Die Mitarbeiter des Zwischenlagers erstellen eine Angebotsliste und aktualisieren diese monatlich. Sie kann im Internet unter der Adresse
http://zuv1.verwaltung.uni-halle.de/umwarb/umwangeb.htm
von potentiellen Nutzern eingesehen werden. Zur Zeit umfasst die Börse etwa 260 Einträge von festen Laborchemikalien (ca. 183 kg), flüssigen Chemikalien und Lösemitteln (ca. 180 Liter) sowie 108 Ampullen zur Herstellung von Maßlösungen.

Die Chemikalienbörse stellt einen Beitrag zur Umsetzung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes an unserer Universität dar, da die Chemikalien durch Weiterverwendung im Stoffkreislauf verbleiben. Durch diese Nachnutzung werden einerseits Mittel für den Neueinkauf gespart und damit auch natürliche Ressourcen geschont, andererseits entfallen die Entsorgungskosten für die betreffenden Stoffe.


Chemikalientausch-Börse: originalverpackte Labor-Chemikalien im Angebot

Hier einige Zahlen aus der Bilanz 1999. Es wurden etwa 200 Posten verschiedener Chemikalien und Lösemittel an 27 verschiedene Laborbereiche vermittelt, so beispielsweise Kleinstposten wie 10 g Ammoniumperoxodisulfat (Katalogpreis 1,46 DM), 20 g Furandicarbonsäure (5,30 DM), 250 g wasserfreies Eisen-III-chlorid (9,95 DM) oder 1 g Osmiumtetroxid (208,00 DM). Aber auch große Mengen wie 87 Ampullen N/10 Salzsäure (1357,20 DM), 34 kg Kaliumhydroxid-Plätzchen (2490,50 DM) und 20 Liter Glycerin z.A. (1675,00 DM) oder teure Substanzen wie 1kg Silberiodid (1950,00 DM) und 155 g Platinchlorwaserstoffsäure (10 060,00 DM) wurden im Rahmen der Chemikalienbörse einer Weiternutzung zugeführt.

Der Gesamtumsatz für 1999 erreichte mit 130 kg festen Laborchemikalien, 406 Litern flüssigen Laborchemikalien und Lösemitteln sowie 153 Ampullen zu einem Katalogwert von rund 53 000,00 DM eine beachtenswerte Größenordnung. Rechnet man noch die Verpackungs- und Entsorgungskosten für diese Chemikalienmenge hinzu, ergibt sich allein für das Jahr 1999 durch die Börse eine Mitteleinsparung von rund 65 000,00 DM. Ein Blick in die Angebotsliste lohnt sich also vor jeder Neubestellung von Chemikalien.

Die Regularien für den Abruf von Angeboten aus der Börse sind ebenfalls im Internet unter
http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/UMWARB/umwb.htm
einzusehen oder per Telefon
(5521347/48 - Stab Umweltschutz oder 5525748 – Zwischenlager Weinberg)
für alle Universitätsangehörigen zu erfragen.

Dr. Monika Lindner / Dr. Burkhard Rensch, 14.02.2000


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