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AKTUELLE HANDELSBEZIEHUNGEN EU - USA WERDEN BELEUCHTET

Juristische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg richtet hochrangiges internationales Symposium aus
 
Vom 14. bis 18. Juli 2004 veranstaltet die Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein hochrangiges internationales Symposium. Der Titel lautet "The Legal and Political Structure of Foreign Trade Relations of the United States and the European Union – Constitutionalization of the International Economic System versus Politicization of Domestic Trade Policy". Das Symposium findet im historischen Sessionssaal des Löwengebäudes, auf dem Universitätsplatz statt, für die wissenschaftliche Leitung zeichnet Prof. Dr. Christian Tietje verantwortlich.
Die aktuellen Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA bestimmen im Wesentlichen den Inhalt des Symposiums. An der Veranstaltung nehmen zirka 30 namhafte Wissenschaftler aus Europa und den USA sowie Vertreter der EU-Kommission und der US-Regierung teil.


Die internationalen Handelsbeziehungen haben spätestens mit Gründung der Welthandels-organisation (WTO) im Jahr 1995 eine unübersehbare Verrechtlichung erfahren. Heute sind nahezu alle Sachbereiche des internationalen Handels (Warenhandel, Dienstleistungsverkehr, Schutz der Rechte des geistigen Eigentums) von weitreichenden und umfassenden interna-tionalen Rechtsregeln bestimmt. Diese rechtliche Disziplinierung des internationalen Handels hat zu deutlichen wirtschaftlichen Gewinnen der Staaten in den letzten Jahren geführt. Zugleich wird in letzter Zeit allerdings auch sichtbar, dass unter anderm die EU und die USA verstärkt versuchen, ihre eigenen Interessen ohne Rücksicht auf die internationalen Handelsregeln durchzusetzen. In der EU betrifft das zum Beispiel den Schutz der europäischen Filmindustrie vor "Hollywood Produkten" und Einfuhrbeschränkungen für hormonbehandeltes Fleisch.
Am Beispiel der USA wurde versucht, die heimische Stahlindustrie durch Einfuhrbeschränkungen zu schützen. Diese Verfolgung von Individualinteressen steht immer mehr im Widerspruch zur Verrechtlichung der internationalen Handelsbeziehungen und belastet das transatlantische Verhältnis ebenso wie die laufenden Verhandlungen der so genannten "Doha-Runde" der WTO.

Auf dem Symposium in Halle wollen weltweit führende Experten der internationalen Handelsbeziehungen darüber diskutieren, wie das beschriebene Spannungsverhältnis zu erklären und möglicherweise zu lösen ist. Aus der Wissenschaft kommen Professoren von den Universitäten aus Yale, Michigan und Washington zu Wort und neben Anwälten und den Abgesandten bedeutender US-amerikanischer "think tanks" sowie der internationalen Presse vertreten hohe Beamte die US-Regierung und die EU-Kommission.

Empfang durch die Oberbürgermeisterin der Saalestadt
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Halle, Ingrid Häußler, empfängt am 15. Juli 2004 die SymposiumsteilnehmerInnen und unterstreicht mit dieser Geste die internationale Bedeutung dieser Tagung. "Die Anwesenheit und die aktive Mitarbeit ausgewiesener Persönlichkeiten", so Prof. Dr. Christian Tietje, "bestätigt einmal mehr den hervorragenden Ruf, den die Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht und der Juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität weltweit genießt."

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der German Marshall Fund of the United States (GMF) leisten finanzielle Unterstützung.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Interessierte MedienvertreterInnen, die daran teilnehmen möchten, wenden sich bitte an

Prof. Dr. Christian Tietje
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Internationales Wirtschaftsrecht
Forschungsstelle für Transnationales Wirtschaftsrecht (TELC)
Juristische Fakultät
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345-5523180
Fax: 0345-5527201
E-Mail: tietje@jura.uni-halle.de
Im Internet: http://www.telc.uni-halle.de

(Prof. Dr. Christian Tietje, Ingrid Godenrath, 6. Juli 2004)
 
  Ingrid Godenrath, 06.07.2004
 
     
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