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STRUKTURKONZEPT "MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT 2012"
VOM LAND NICHT AKZEPTIERT

Universitätsleitung schlägt Schließungen vor
 
Auf der Grundlage der Hochschulstrukturüberlegungen des Landes verabschiedete die Martin-Luther-Universität ein Strukturkonzept 2012, das davon ausging, trotz der Haushaltssituation des Landes das Profil und die Organisation der Universität selbst zu gestalten und die Volluniversität zu erhalten. Die auf der Grundlage des Konzeptes geführten Verhandlungen waren nicht erfolgreich, da das Kultusministerium auf der Einsparsumme von 14.7 Mio € zum 01.01.06 beharrt. Die von Sparvorgaben bestimmte Hochschulstrukturdebatte zwingt die Universitätsleitung, tiefgreifende Maßnahmen und Schließungen von Bereichen und Studiengängen vorzuschlagen.

Konkret unterbreitete die Universitätsleitung in der Sondersenatssitzung am 25. Mai 2004 folgende Vorschläge, die nun in der Universität diskutiert werden:
  • Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften wird aufgelöst. Es erfolgt die Umsetzung von Professuren in die jetzigen Fachbereiche Physik, Chemie, Mathematik/Informatik und die Verlagerung von Professuren in die künftige Fakultät für Biowissenschaften bzw. Materialwissenschaften. Die verbleibenden Professuren des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften werden sukzessive nach Freiwerden abgebaut. Der Studiengang Chemie- und Umweltingenieurwesen wird zum Wintersemester 04/05 nicht mehr angeboten. Die verbleibenden Diplomstudiengänge Werkstoffwissenschaft und Bioingenieurwesen werden in der bisherigen Form weitergeführt und die Umwandlung in Bachelor- und Masterstrukturen geprüft. Der Studiengang Applied Polymer Science bleibt erhalten.

  • Das Institut für Psychologie wird aufgelöst. Innerhalb der Psychologie werden Ressourcen beibehalten, um den Bereich der für die Universität schwerpunktbildenden Lehrerbildung wesentlich zu unterstützen. Die Immatrikulation in die Diplomstudiengänge Psychologie (Diplom und Magister) erfolgt letztmalig zum Wintersemester 04/05.

  • Die künstlerische Musikausbildung (Studiengänge Musikerziehung/Gesang und Musikerziehung/Klavier) wird eingestellt. Die für die Musiklehrerausbildung (alle Schulstufen) notwendigen Musikanteile bleiben erhalten.
  • Das Institut für Sportwissenschaft wird geschlossen. Es erfolgt die Konzentration allein auf die Lehramtsstudiengänge und die Schließung aller weiteren Studienangebote (Diplom und Magister).

  • Die Informatik wird zur angewandten Informatik profiliert. Mittelfristig wird die Wirtschaftsinformatik in den Bereich Informatik integriert. Die Studienstrukturen bleiben bis auf weiteres erhalten.

  • Der Bereich Fachübersetzen wird an die Fachhochschule Magdeburg-Stendal abgegeben. Die Immatrikulation in die einschlägigen Studiengänge wird eingestellt
Darüber hinaus wird es Maßnahmen geben, die alle Fachbereiche und Fakultäten einbeziehen und die bereits im Dezember beschlossene Fakultätsneuschneidung - Reduzierung der 18 Fakultäten und Fachbereiche auf 9 Fakultäten - bis 2006 umgesetzt. Insgesamt werden 56 Professorenstellen gestrichen.

"Es ist sehr bedauerlich, dass sich die Universität mit ihrem Konzept Martin-Luther-Universität 2012 nicht durchsetzen konnte. Dass allein der Rotstift diktiert, haben Parlament und Regierung zu verantworten. Das Rektorat kann mit seinen Vorschlägen, die die Universität in Teilen grundsätzlich verändern werden, den Schaden für die Universität und die Region nicht abwenden, sondern nur begrenzen. Die Vorschläge sind schmerzlich, aber unter den gegebenen Rahmenbedingungen notwendig. Wir hoffen trotzdem, dass sich Schwerpunkte stärken und weitere Profilierungen vornehmen lassen, damit die Martin-Luther-Universität im Wettbewerb mit anderen Hochschulen bestehen kann" - so der Rektor, Prof. Dr. Grecksch.
 
  Ingrid Godenrath, 26.05.2004
 
     
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