Stiftungsprofessur "Rehabilitationsmedizin"
an der MLU
Ein wichtiger Versorgungsbereich
wird wirksam gestärkt

Am 12. Februar 2001 wird um 10 Uhr in der Hauptverwaltung der Landesversicherungsanstalt Sachsen-Anhalt (LVA; Halle, Paracelsusstraße 21) ein Vertrag zur Errichtung einer rehabilitationswissenschaftlichen Stiftungsprofessur an der Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg abgeschlossen. In Anwesenheit von Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe und Kultusminister Dr. Gerhard Harms werden die Direktorin der LVA Sachsen-Anhalt Dagmar Lewering, Universitätsrektor Prof. Dr. Wilfried Grecksch und der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) Dr. Axel Reimann ihre zukunftsweisenden Unterschriften leisten, die eine zehnjährige Finanzierung des neuen Lehrstuhls durch LVA Sachsen-Anhalt und VDR besiegeln.

Das Fachgebiet Medizinische Rehabilitation ist besonders für chronisch Kranke und Behinderte unverzichtbar dennoch finden wir es bisher an den meisten Medizinischen Fakultäten in Deutschland nicht. So schließt diese hallesche Stiftungsprofessur eine schmerzliche Lücke in Lehre und Forschung auf einem Feld mit schnell wachsendem Bedarf. Sie stellt eine Novität für alle Medizinischen Fakultäten an deutschen Hochschulen und Universitäten dar. Zwar gibt es Institute, An-Institute bzw. Lehrstühle mit derartiger Orientierung schon in Berlin, Freiburg, Ulm, Witten-Herdecke und Würzburg aber Halle wird die erste C4-Professur für Rehabilitationsmedizin haben, die mit Sicherheit dazu beitragen kann, den guten Ruf der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität weiter zu stärken. Damit knüpft Halle an einen erst seit wenigen Jahren erkennbaren Trend aktueller Wissenschaftsentwicklung innerhalb der Medizin an und eröffnet auch dem Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt / Mecklenburg-Vorpommern neue Möglichkeiten. Die Stiftungsprofessur ist ein erster Schritt auf dem Weg zur verstärkten Integration der Rehabilitationsmedizin in die universitäre Forschung und Lehre.

Die Notwendigkeit, Leistungen und Möglichkeiten der Rehabilitationsmedizin in Anspruch nehmen zu müssen, kann jeden und jede jederzeit treffen. Das Interesse der Allgemeinheit ist demzufolge groß. Wer mit physischen oder psychischen Krankheitsfolgen bzw. Behinderungen zu kämpfen hat, weiß, wie wichtig jeder Ansatz zu ihrer Bewältigung oder Besserung des Befindens ist. Deshalb soll das rehabilitationsmedizinische Lehrangebot auch in die Aus- und Weiterbildung von Ärzten und in den Studiengang Gesundheits- und Pflegewissenschaft einbezogen werden, um den Stellenwert der Rehabilitation in der ärztlichen Ausbildung spürbar zu erhöhen und so zu ermöglichen, dass dieses spezielle Wissen den Betroffenen schnell und direkt zugute kommt.

Der künftige Stiftungsprofessor wird also wesentlich zum erwarteten Prosperitäts-Schub für den hiesigen Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften beitragen und eine optimale Kooperation mit allen seinem Lehrstuhl interdisziplinär nahe stehenden Fächern und Kollegen anstreben. Darüber hinaus ist eine effektive Zusammenarbeit mit den Reha-Kliniken im Bundesland Sachsen-Anhalt geplant.

(Dr. Margarete Wein, 9. Februar 2001)

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Wolfgang Slesina, Tel.: 0345 / 557 11 60/68, Fax: 0345 / 557 11 65
E-Mail: wolfgang.slesina@medizin.uni-halle.de


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