Das vereinte Europa spricht (auch) Deutsch

Kolloquium am Institut für deutsche Sprache und Kultur

Sprache trennt und verbindet zugleich. Das war schon immer so und wird so bleiben. Doch wovon hängt es ab, welcher Aspekt überwiegt? Was können Wissenschaftler und Sprachlehrer tun, um der deutschen Sprache im vereinten Europa die ihr angemessene Bedeutung und Beachtung zu sichern?

Das Linguistenkolloquium am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beginnt im Wintersemester 1998/99 mit einer zweitägigen Veranstaltung am Wittenberger Institut für deutsche Sprache und Kultur e. V., in deren Mittelpunkt „Die deutsche Sprache im vereinten Europa" steht.

Dreißig bis vierzig WissenschaftlerInnen der Universitäten Bamberg, Halle und Hannover werden dieses Thema am 30. und 31. Oktober 1998 von verschiedenen Seiten beleuchten, um aus ihrer jeweiligen fachspezifischen Sicht Antworten zu geben auf die Frage nach der Position des Deutschen innerhalb der Vielfalt europäischer Sprachen. Daß sie es an einem so traditionsreichen Ort wie der Lutherstadt Wittenberg und am Reformationstag tun, gibt dem ganzen ein besonderes Flair.

Zentrales Thema ist die deutsche Gegenwartssprache. Es wird nach Eigenheiten, Modeerscheinungen und Tendenzen gefragt, die Charakteristika der universitären Vermittlung des Faches Deutsch als Fremdsprache und der einzelnen Fachsprachen werden analysiert, der aktuelle Wandel des Sprachgebrauchs in den neuen Bundesländern wird unter die Lupe genommen. Die Profile der verschiedenen Kurse, die das Institut für deutsche Sprache und Kultur ausländischen Studierenden zu bieten hat, werden vorgestellt, ebenso der Zusatzstudiengang Deutsch als Fremdsprache und dieMöglichkeiten des germanistischen Teilstudiums für ausländische Studierende an der Martin-Luther-Universität. Schließlich gehören„Medienkommunikation und Inszenierungsgesellschaft"sowie Aufbau und Stand der Sprachberatung in den neuen Bundesländern, speziell in Halle, zum Programm.
(Dr. Margarete Wein, 26. Oktober 1998)

Ansprechpartnerin:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften
Germanistisches Institut
Frau Prof. Dr. Ingrid Kühn
06099 Halle (Saale)
Tel.: (03 45) 55 2 36 12
Fax: (03 45) 55 2 70 67
e-mail: Prof. Dr. Ingrid Kühn


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