Internationale Sommerschule am Fachbereich Ingenieurwissenschaften

Wie entstehen die Blasen im Sektglas?

Das Institut für Verfahrenstechnik am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Martin-Luther-Uni-versität Halle-Wittenberg veranstaltet vom 16. Juli bis 19. Juli 2001 seine diesjährige internationale Sommerschule auf dem Unicampus in Merseburg, Geusaer Straße. Für die wissenschaftliche Leitung zeichnet Prof. Dr. Martin Sommerfeld verantwortlich.

Versierte Fachleute bieten den jungen Nachwuchswissenschaftlern ein breit gefächertes Vorlesungsprogramm an, das extra für diese Fortbildung konzipiert wurde. Dabei nimmt die Grundlagenvermittlung für die numerische Berechnung von Mehrphasen-Prozessen in der Verfahrenstechnik einen breiten Raum ein. Im Vordergrund stehen verfahrenstechnische Abläufe, insbesondere Mikroprozesse, wie zum Beispiel die Partikelagglomeration (Zusammenballung kleiner Teilchen). Anschauliche Beispiele aus dem täglichen Leben, die auf diesem Prozess basieren, sind die Blasenbewegung im Sektglas, die Herstellung von Kaffeepulver und Waschmitteln sowie der Sprühnebel, der beim Lackieren von Möbeln eine Rolle spielt.

Auch für die praktische Arbeit finden die Teilnehmer ausgezeichnete Bedingungen vor. An modernen Versuchsständen in den optimal ausgerüsteten Laboren des Fachbereichs wird hier anhand von speziellen Experimenten geprüft, ob die Berechnungen, die für das Funktionieren der verschiedenen Prozessabläufe nötig sind, auch stimmen.
Der letzte "Schultag" ist vorrangig kommerziellen Berechnungsprogrammen, den "computational fluid dynamics" (CFD) vorbehalten, wobei selbstverständlich auch die eigenen Programme zum Einsatz gelangen. Das Gelernte können die KursteilnehmerInnen gleich am Rechner praktizieren.

Angemeldet haben sich 50 TeilnehmerInnen, DoktorandInnen im Alter von 27 bis 33 Jahren und 10 Mitarbeiter aus der Industrie, die alle aus dem gesamtem Bundesgebiet und aus dem europäischen Raum anreisen. Darunter sind Angehörige von dänischen, schwedischen und niederländischen Firmen und von bekannten einheimischen Unternehmen wie BSL/DOW und die am Bodensee ansässigen Dornier-Flugzeugwerke. Mit DoktorandInnen zahlenmäßig am stärksten vertreten ist der europäische Norden: Finnland (1), Norwegen (1), Schweden (12), Dänemark (7) und aus den Niederlanden (6). Aus Frankreich und Italien kommen je drei InteressentInnen, aus Prag, der Hauptstadt Tschechiens, haben sich zwei angemeldet, aus der Ukraine ist ein Teilnehmer dabei und fünf KursantInnen aus Deutschland vervollständigen die Runde. Während der Fortbildung wird englisch gesprochen; die beste Gelegenheit, die Sprachkenntnisse zu testen und zu vervollkommnen.
Bevor jedoch der Ernst der Wissenschaft für Lehrende und Lernende richtig beginnt, gibt es zur Einstimmung am Abend des 16. Juli 2001 (18:30 Uhr) ein zünftiges Rittermahl auf der Burg Querfurt.

(Prof. Dr. Martin Sommerfeld, Ingrid Godenrath, 9. Juli 2001)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Martin Sommerfeld
Tel.: (03461) 46 38 79
Fax: (03461) 46 28 42
E-Mail: martin.sommerfeld@iw.uni-halle.de


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