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SAND, LICHT UND GUTE FORSCHERLAUNE IN HALLE
Symposium legt Grundstein für neues Zentrum für Innovationskompetenz
 
Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gaben mit einem internationalen Symposium den Startschuss für die Errichtung eines Innovationszentrums Silizium und Licht: von Makro zu Nano am weinberg campus in Halle. Im Mittelpunkt des Symposiums standen Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs Silizium in Kombination mit Licht. Die anwesenden Wissenschaftler diskutierten anhand der präsentierten Forschungsergebnisse das Konzept für das geplante Innovationszentrum SiLi-nano. Dieses Zentrum wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms "ZIK - Zentren für Innovationskompetenz: Exzellenz schaffen, Talente sichern" zunächst für ein Jahr bei seiner Strategieentwicklung unterstützt. Mit dem Förderprogramm will die Bundesregierung leistungsstarke Forschungszentren in Ostdeutschland etablieren.

Angesichts knapper werdender Energie-Ressourcen kommt dem Werkstoff Silizium eine besondere Bedeutung zu: Er wird aus Sand hergestellt und ist so fast unbegrenzt verfügbar, ist preisgünstig und in Verbindung mit Licht unterschiedlich anwendbar. Unter dem Titel Silizium zu Licht - Licht zu Silizium: Materialien, Charakterisierung, Anwendungen tauschten sich bei dem zweitägigen Workshop internationale Teilnehmer aus Forschung und Industrie über ihren jeweiligen Forschungsstand aus. "Von der Gewinnung der Solarenergie bis zum Einsatz als Computer-Chip - Silizium ist der Werkstoff der Zukunft", erläutert Professor Ralf Wehrspohn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik.

Die Vielseitigkeit des Stoffs erklärt die Themenbreite des Workshops und spiegelt den umfassenden Arbeits- und Forschungsbereich des geplanten Innovationszentrums Silizium und Licht wieder: So sollen Silizium-Laser mit verstärkten Lichtimpulsen entwickelt werden, die so kraftvoll sind, dass sie Materie verdampfen lassen - und damit etwa bei einem medizinischen Eingriff krankhaftes Gewebe entfernen können. Aber auch die Entwicklung von Computer-Chips und der optischen Beschichtung der Photovoltaik-Anlagen für eine bessere Energiegewinnung ist Gegenstand der Arbeit.

"Das Treffen mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungsbereichen gibt uns neue Denkanstöße und wir freuen uns, dass das hallesche Projekt internationale Beachtung findet", so die Tagungs-Bilanz von Professor Ulrich Gösele vom Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik. Auch Professor Heinrich Graener von der Universität Halle-Wittenberg ist sich sicher, dass das Innovationszentrum nicht nur für Wissenschaft und Forschung ein Erfolg wird, sondern auch ein großer Gewinn für die Region ist.

Über SiLi-nano (www.sili-nano.de):
Das hallesche Projekt „SiLi-Nano - Silizium und Licht: von Makro zu Nano", wird im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Programms „Zentren für Innovationskompetenz (ZIK): Exzellenz schaffen - Talente sichern“ mit 250.000 Euro in der einjährigen Antragsphase bis Anfang 2008 in seiner Strategieentwicklung gefördert. SiLi-nano zielt auf die Schnittstelle von Silizium-Photonik und Photovoltaik. Schwerpunkte werden Nanostrukturen zum Lichtmanagement in Silizium und zur Effizienzerhöhung von Solarzellen sein. SiLi-nano besteht aus einem Verbund dreier Institutionen in Halle: der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik sowie dem Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM. Die Verzahnung der beteiligten Partner ermöglicht optimale Synergien aus Grundlagen- und angewandter Forschung sowie Aus- und Weiterbildung, u. a. durch eine geplante Stiftungsprofessur.

(Gemeinsame Pressemitteilung der drei Partnerinstitutionen)

 
  Carsten Heckmann, 05.10.2007
 
     
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