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PARALLELE WELTEN?

Internationales Symposium
"Nomaden und Sesshafte in Geschichte und Gegenwart" in Wittenberg
 
In Zeitungen und Reisemagazinen erscheinen Nomaden heute als Relikte einer untergegangenen Welt, ihr Lebensraum, die Wüsten und Steppen, wird für Abenteuerurlaube gepriesen. Das Bild der ungebundenen Nomaden dient als romantischer Kontrast zum sesshaften Leben der Ackerbauern und insbesondere der modernen Städter. In diesem Bild setzt sich ein Motiv fort, das sich über Jahrtausende hinweg immer wieder vor allem in Texten sesshaft-städtisch geprägter Autoren findet, die Nomaden als Gegenbild städtischer Zivilisation beschreiben, ihre Freiheitsliebe und Gastfreundschaft preisen, aber ihre Raubzüge fürchten.
Diese gegensätzliche Wahrnehmung ist ein Teil der mannigfaltigen Formen intensiven Kontaktes und Austausches im Rahmen eines dreitägigen internationalen Symposiums "Nomaden und Sesshafte in Geschichte und Gegenwart", das in der Lutherstadt Wittenberg vom 27.-29. November 2003, in der Stiftung LEUCOREA, Collegienstraße 62, stattfindet.


Das englischsprachige Symposium beginnt am Donnerstag, dem 27. November 2003, 9.30 Uhr. Tagungsende ist am Samstag, dem 29. November, ca. 16.00 Uhr. Interessierte Zuhörer sind herzlich willkommen. Führende Nomadismus-Forscher aus aller Welt werden das Verhältnis und komplexe Zusammenspiel von Nomaden, sesshaften Bauern, Städtern und Staaten in Wirtschaft, Politik, Kultur und Selbstwahrnehmung diskutieren. Im Kern soll dabei erörtert werden, wie die unterschiedliche Raumnutzung und Arbeitsteilung zwischen Sesshaften und Nomaden, die Geschichte der Alten Welt (mit)prägten. Auch wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die funktionale Differenzierung der Lebensformen, etwa mit Blick auf moderne Dienstleistungsnomaden in Teilen Europas oder im Hinblick auf Tierzüchter in ökologisch fragilen Gebieten Afrikas und Asiens, auch heute noch hat.

Am ersten Tag des Symposiums stehen die Übergänge und Zwischenformen von nomadischem und sesshaftem Leben im Zentrum, wobei vor allem moderne Veränderungen nomadischer Lebensverhältnisse vorgestellt werden. Im zweiten Teil geht es um wirtschaftlichen und kulturellen Austausch sowie politisch-militärischen Konflikt zwischen Staaten, Sesshaften und Nomaden. Der abschließende Teil des Symposiums befasst sich mit der Wahrnehmung und Bedeutung von nomadischem bzw. sesshaftem Leben mit den zugehörigen Konzepten der Fremd- und Eigendefinition.

Das Symposium wird von dem Sonderforschungsbereich "Differenz und Integration" der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der Universität Leipzig veranstaltet. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, untersuchen hier Orientalisten, Ethnologen, Archäologen und Geographen die Wechselwirkungen zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt.

Weitere Informationen zu dem Gesamtprogramm des Symposiums und zu dem Sonderforschungsbereich unter
http://www.nomadsed.de

(Dr. Stefan R. Hauser, Ingrid Godenrath, 24. November 2003)

Rückfragen zur Organisation:
Uta Al-Marie
Mühlweg 15
06114 Halle (Saale)
Tel. 0345 55-24084
E-Mail: almarie@orientphil.uni-halle.de

Ansprechpartner Symposium:
Dr. Stefan R. Hauser
0345 55-24031 oder 0421 3479583
E-Mail: hauser@orientarch.uni-halle.de

Dr. Wolfgang Holzwarth
Tel.: 0345 55-24087
E-Mail: holzwarth@orientphil.uni-halle.de
 
  Ingrid Godenrath, 24.11.2003
 
     
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