Basiskurs für Freiwilligenarbeit in der Seelsorge

Hilfestellung in schwierigen Lebenssituationen

Kontakte knüpfen, sie zu vertiefen und zu pflegen, gelingt in der heutigen Zeit immer weniger. In manchen Lebenssituationen ist ein solches Netz aber lebenswichtig. Andererseits sind trotz hoher Alltagsbelastungen eine nicht geringe Anzahl von BürgerInnen bereit, auf ihre Mitmenschen zuzugehen und in schwierigen Lebenssituationen uneigennützig zu helfen.

Vor diesem Hintergrund entstand das Projekt "Basiskurs für Freiwilligenarbeit in der Seelsorge", dessen Initiatoren die Leitung des Uniklinikums Kröllwitz, Pflegedienstdirektorin Ingrid Horn und die Klinikseelsorge sind. Dazu Pfarrerin Christine Keller, Seelsorgeberaterin an der halleschen Uniklinik: "Wir haben in erster Linie an Frauen und Männer mit einer eigenen reichen Lebenserfahrung gedacht, die willens sind, andere Menschen im Krankenhaus, aber auch in Alten- und Pflegeheimen, zu besuchen und zu begleiten".
Den Kurs leiten Pfarrerin Christine Keller und Pfarrerin Mirjam Voß, Klinikseelsorgerin des Carl-von-Basedow-Klinikums Merseburg. Der Lehrgang findet im Seelsorgeseminar der Evangelischen Akademie, Lafontainestraße 17 in Halle statt, ist kostenlos und umfasst 60 Stunden, die sich auf ein halbes Jahr verteilen. An drei Wochenenden und im Rahmen von sechs Arbeitstreffen zu je vier Stunden erhalten die TeilnehmerInnen das nötige Rüstzeug für den Dienst an ihren Mitmenschen.

Zuvor werden am 31. März und am 7. April 2001, von 9:00 Uhr bis 12:30 Uhr, im Seelsorgeseminar Eignungstests mit Einzel- und Gruppengesprächen durchgeführt. Auch aktuelle Themen der Zeit werden dort mit den Bewerbern erörtert "Wir wollen sicher sein", so die Pfarrerin, "dass sich die Anwärter für diesen sozialen Dienst eignen und keine falschen Vorstellungen von den Dingen haben, die auf sie zukommen". Demzufolge wird auf die charakterlichen Eigenschaften und die "eigene Standfestigkeit" besonders geachtet. Seelsorgerin Keller schöpft ihr Wissen aus langjähriger Erfahrung: "Wer selbst mit ungelösten Problemen belastet ist, kann nicht vorurteilsfrei auf seine Mitmenschen zugehen". Ebenso spiele der Zeitfaktor eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wer sich für diesen Lehrgang entschieden und ihn auch erfolgreich beendet habe, sollte in der Lage sein, wöchentlich zwei bis drei Stunden für die seelsorgerische Arbeit aufzubringen.

(Ingrid Godenrath, 7. März 2001)

Ansprechpartner und Anmeldung:
Pfarrerin Christine Keller
Seelsorgeberaterin
Klinikseelsorgerin
Universitätsklinik Halle
Tel.: (0345) 55 725 74

Pfarrerin Mirjam Voß
Klinikseelsorgerin
Carl-von -Basedow-Klinikum Merseburg
Tel.: (03461) 27 13 22


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