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SACHSENSPIEGEL-AUSSTELLUNG IN BRÜSSEL
Martin-Luther-Universität erneut mit Schau in Landesvertretung bei der EU präsent
 
Am 10. Mai wird in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU in Brüssel die Ausstellung „Sachsenspiegel und Magdeburger Recht - Grundlagen für Europa“ eröffnet. Die Schau wurde konzipiert vom halleschen Jura-Professor Heiner Lück und ist binnen kurzer Zeit die zweite Ausstellung, mit der die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Brüssel Präsenz zeigt.

„Das Land Sachsen-Anhalt dokumentiert mit der Ausstellung in Brüssel, dass ihm gerade dieses Forschungsthema repräsentativ erscheint und wichtig ist“, sagt der Rechtshistoriker Lück von der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der MLU. „Die Ausstellung macht die europäische Relevanz des Themas sowie die international akzeptierte Forschungsleistung deutlich. Sie ist ein hervorragendes Forum, um für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu werben.“

Hintergrund der Ausstellung ist Lücks Langzeitforschungsprojekt „Das sächsisch-magdeburgische Recht als kulturelles Bindeglied zwischen den Rechtsordnungen Ost- und Mitteleuropas“, das bis 2019 laufen soll. Der Sachsenspiegel und das Magdeburger Stadtrecht sind zwei Rechtsquellen, die während des 13. Jahrhunderts auf dem Territorium des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt entstanden sind. Bis zum 19. Jahrhundert waren sie teilweise noch geltendes Recht. Der Sachsenspiegel, zwischen 1220 und 1235 durch Eike von Repgow niedergeschrieben, ist das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters. Das berühmte Stadtrecht von Magdeburg bildete sich seit dem 12. Jahrhundert in der Handelsmetropole an der mittleren Elbe heraus. Seine Regelungen zum Verhältnis der fürstlichen und städtischen Gewalten wirkten vorbildhaft und begünstigend für die Entfaltung von Handel und Wandel in den Tochterstädten Magdeburgs.

Recht verbindet. Über den Sachsenspiegel und das Magdeburger Stadtrecht waren unsere europäischen Nachbarn für Jahrhunderte mit der Kulturlandschaft des heutigen Sachsen-Anhalt verklammert. Heute besteht eine Nähe der Rechtskulturen in der Europäischen Union. Ihre Fundamente reichen weit in die Geschichte zurück. Dieser einzigartige Zusammenhang ist Gegenstand der Ausstellung, die in Brüssel vom 14. Mai bis zum 17. Juni gezeigt wird. Zuvor war die Schau bereits in Magdeburg und Halle sowie in Polen und Estland zu sehen. Nach der Ausstellung über Dorothea Christiana Erxleben (März/April) ist sie die zweite Schau, mit der die MLU binnen kurzer Zeit in Brüssel vertreten ist.

Im Rahmen der Ausstellung hat Prof. Dr. Heiner Lück gemeinsam mit belgischen Kollegen von der Königlich-Belgischen Akademie der Wissenschaften eine wissenschaftliche Konferenz organisiert. Sie findet unter dem gleichen Titel wie die Ausstellung selbst am 15. Mai in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel statt.

Rahmendaten:
Die Ausstellung „Sachsenspiegel und Magdeburger Recht - Grundlagen für Europa“ (zweisprachig dt./engl.) wird in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt im „Zentrum der Regionen“ in Brüssel vom 14. Mai bis zum 17. Juni 2007 gezeigt. Offiziell eröffnet wird sie am 10. Mai 2007 um 20 Uhr von Rainer Robra, Europaminister des Landes Sachsen-Anhalt.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Heiner Lück
Telefon: 0345 55-23200
E-Mail: heiner.lueck@jura.uni-halle.de

 
  Carsten Heckmann, 07.05.2007
 
     
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