"Galilei und das Fernrohr"
Ringvorlesung zum "Kulturellen Gedächtnis ..."

Im Rahmen des Festjahres zum 500-jährigen Jubiläum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird im Wintersemester 2001/02 unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jürgen Stolzenberg (Institut für Philosophie, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität) für Universitätsangehörige und für die interessierte Öffentlichkeit eine interdisziplinäre Ringvorlesung angeboten zum Thema

"Kulturelles Gedächtnis. Ursprung und Tradition neuzeitlicher Kultur und Wissenschaft".

Die dritte Veranstaltung der Reihe findet am Donnerstag, dem 15. November 2001, um 18.15 Uhr im Hörsaal XV des Melanchthonianums am Universitätsplatz statt.

Prof. Dr. Konrad Kramer (Göttingen) spricht über

Galilei und das Fernrohr Die Manifestation des Weltbildes der Neuzeit.

Die 'kopernikanische Revolution' in Astronomie und Kosmologie hat nicht nur die Erde, sondern auch die auf ihr lebenden Menschen der für die Antike und das Mittelalter gültigen Zentralstellung im Weltganzen beraubt. Dass diese Beraubung für die Menschen der beginnenden wissenschaftlichen Neuzeit als ein tiefgreifender Schock, als eine erste 'narzistische Kränkung' empfunden wurde (der mit Darwin und Freud zwei weitere folgen sollten), hat sich im kulturellen Gedächtnis unserer Zeit nicht aufbewahrt so selbstverständlich ist uns dies alles geworden.
Der Vortrag geht den kosmischen Entdeckungen, die Galilei mit dem Fernrohr möglich waren, unter der Fragestellung nach, inwieweit sie die phänomenalen Evidenzen für die Wahrheit des Kopernikanismus aufgeboten haben, inwieweit nicht.

Alle InteressentInnen sind herzlich eingeladen.

(Prof. Dr. Jürgen Stolzenberg / Dr. Margarete Wein, 7. November 2001)

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Jürgen Stolzenberg
Tel.: (0345) 55 243 90; Fax: (0345) 55 271 54
E-Mail: stolzenberg@phil.uni-halle.de


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