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„ANDERES“ oder „GEHEIMES DEUTSCHLAND“?
Öffentlicher Vortrag - 60 Jahre nach dem Stauffenberg-Attentat
 
Am Donnerstag, dem 1. Juli 2004, 18.00 Uhr, hält Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Manfred Riedel (Institut für Philosophie der Martin-Luther-Universität) im Historischen Hörsaal, Löwengebäude, Universitätsplatz 11, einen Vortrag zum Thema

„Anderes“ oder „Geheimes Deutschland“?
Die geistigen Voraussetzungen des Attentats von Stauffenberg auf Hitler

Einführung und Diskussionsleitung:
Prof. Dr. Manfred Hettling, Institut für Geschichte

Das Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 ist ähnlich beispiellos in der deutschen Geschichte wie Hitlers Verbrechen, die es veranlassten. Trotz seines Scheiterns enthielt das Attentat so viel ethische und politische Kraft in sich, dass beide deutsche Nachkriegsstaaten sein Andenken pflegten und Anspruch auf Stauffenbergs Erbe erhoben. Heute, knapp 15 Jahre nach der Vereinigung, wird es von Publizisten und einflussreichen Medien-Beratern dem „anderen Deutschland“ zugeordnet, einem Sammelbegriff aus dem abgelaufenen Jahrhundert der Bürgerkriege für die überwiegend linksrevolutionäre Opposition gegen das „zweite“ und „dritte Reich“, dessen Anführer sich im Kampf gegen die Weimarer Republik unter derselben Parole zusammenfanden.

Szene mit Sebastian Koch
als Claus Schenk Graf von
Stauffenberg in „Stauffenberg“,
einem Film zum 60. Jahrestag
des Attentats auf Adolf Hitler
am 20. Juli 1944
(2004; Regie: Jo Baier).
Erstsendung am 25.02.2004,
20.15 Uhr, ARD.
Weitere Sendungen
am 20.07.2004:
20.15 Uhr, RBB und SWR,
22.00 Uhr, WDR.

Foto: SWR

Dieser historisch haltlose Wirrwarr, ein Irrtum von unabsehbarer Tragweite für das Verständnis unserer Vergangenheit und Zukunft im vereinigten Europa, darf nicht widerspruchslos hingenommen werden. Der Vortrag setzt sich damit auseinander, indem er die geistigen Prämissen für Stauffenbergs Entschluss zum Tyrannenmord freilegt: seine Zugehörigkeit zum Kreis um Stefan George, Autor des Gedichts „Geheimes Deutschland“. Der George-Kreis verkörperte jahrzehntelang ein Stück deutsch-jüdischer Symbiose. Stauffenberg war jüngstes Mitglied, Karl Wolfskehl, 1933 zur Emigration gezwungen und 1948 in Neuseeland verstorben, das älteste. Er verlieh dem Kreis jenen Namen, der sich Georges Gedicht aufprägt, das Stauffenberg nach Wolfskehls Deutung zum Selbstopfer antrieb, um im Geist und in der Tat von den großen europäischen Überlieferungen deutscher Geschichte und einem besseren Deutschland Zeugnis zu geben.

Nähere Informationen:
Institut für Geschichte, Tel.: 0345 55-24272,
Institut für Philosophie, Tel.: 0345 55-24391
 
  Dr. Margarete Wein, 28.06.2004
 
     
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