Richtkrone auf dem Audimax

Wenn am Freitag, dem 9. März 2001, die Richtkrone auf dem neuen Auditorium maximum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufgezogen wird, steht die endgültige Gestaltung des halleschen Universitätsplatzes kurz vor ihrer Vollendung. Als letztes Bauvorhaben schließt das mit 22,7 Millionen DM veranschlagte Projekt die Lücke im Südosten des Areals und verbindet das gesamte Ensemble zu einer harmonischen und städtebaulich vollkommenen Einheit.

Dazu sind interessierte Medienvertreter um 14:00 Uhr herzlich eingeladen.

Zu den prominenten Gästen aus Politik und Öffentlichkeit gehören der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Gerd Harms und die Oberbürgermeisterin der Saalestadt,
Ingrid Häußler.

Die Realisierung des repräsentativen Neubaus basiert auf der Grundlage des Eckwertbeschlusses zum Hochschulbau vom 9. Mai 1995. Unter der Federführung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt als Bauherr, erfolgte die schrittweise Vorbereitung und Durchführung in enger Zusammenarbeit zwischen der Martin-Luther-Universität und der Magdeburger Firma Assmann Beraten und Planen GmbH als Projektsteurer.

Bevor aber die Bauarbeiten beginnen konnten, lobte die Universität einen Wettbewerb zu Planungs- und Architekturleistungen aus, an dem sich 60 Architekturbüros beteiligten. Den Zuschlag erhielt am 2. März 1999 der Entwurf des Kölner Architektenbüros Thomas van den Valentyn / Gernot Schulz, die bereits bei der Ausschreibung zum Juridicum als Sieger hervor-gingen. Nach dem Abschluss der notwendigen archäologischen Grabungen auf dem Gelände des geplanten Neubaus im Sommer 1999, gab es dann am 10. Dezember 1999 grünes Licht für die weitere Bautätigkeit. Ein leerstehendes Nebengelass mit den dazugehörigen Garagen des zur Universität gehörenden Gebäudes, Uniring 4, fiel der Abrissbirne zum Opfer. Auch mussten Trennwände, Zäune und Pfeiler beseitigt werden, damit ab März 2000, die Baufahrzeuge ungehindert auf einer eigens dafür aufgeschütteten Rampe zum Universitätsring rollen konnten.

Mit der Grundsteinlegung am 19. Juni 2000 nahmen die Bauarbeiten ihren planmäßigen Fortgang, nach deren erfolgreicher Beendigung - voraussichtlich im Oktober 2001 - die Universität ein Lehrgebäude erhält, das höchsten Ansprüchen genügt. Die durch Gerichtsbeschluss erwirkte Aufgabe des Tschernyschewskij-Hauses, Moritzburgring 10 - das Bauwerk geht bekanntlich an die Freimaurer-Loge zurück - reißt eine empfindliche Lücke im Hörsaalangebot, die durch der Errichtung des Audimax glücklicherweise geschlossen wird.

Nach der endgültigen Fertigstellung präsentieren sich auf einer Fläche von 1.532 m2 Räumlichkeiten in unterschiedlichen Größenordnungen, die sich hervorragend für den Lehrbetrieb und als attraktiver Veranstaltungsort für Kongresse, Tagungen oder Symposien eignen. Dazu gehören drei mit modernster audio-visueller Technik ausgerüstete Hörsäle, die insgesamt 1120 Personen Platz bieten. Im Erdgeschoss, das außerdem noch ein Ausstellungsfoyer, eine Garderobe sowie die sanitären Einrichtungen beherbergt, befindet sich ein Hörsaal mit 300 Plätzen. Das Projekt sieht im Obergeschoss den zweiten Hörsaal mit weiteren 300 und den größten, das Auditorium, mit 520 Plätzen vor. Dolmetscherkabinen und ein Technikraum vervollständigen die Ausstattung der ersten Etage. Die Tiefgarage im Untergschoss bietet Stellmöglichkeiten für 25 Autos und einen Raum für die Technikzentrale des Gebäudes. Selbstverständlich wird das Bauwerk behindertengerecht, mit schiefen Ebenen im Innenbereich, einem Aufzug und den entsprechenden sanitären Einrichtungen ausgerüstet.

(Ingrid Godenrath, 5. März 2001)

Ansprechpartner:
Wolfgang Engelke
Tel.: (0345) 55 214 72
Fax: (0345) 55 271 00


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